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Original geschrieben von blacksun
das Thema Steuererklärung und damit verbunden Steuerbescheinigung taucht eigentlich jedes Frühjahr im Feb/März hier im Forum auf. Ich habe den Eindruck gewonnen dass viele hier ohnehin sämtliche Kapitaleinkünfte angeben, auch wenn im Rahmen der Abgeltungssteuer bereits alles bezahlt wurde (mich wundert das immer, bekommt ihr da wirklich alle immer etwas wieder zurück?)
Das braucht ja nicht der Fall zu sein - auch wenn man den Freibetrag nicht ausgeschöpft hat, aber andererseits Abgeltungssteuer gezahlt hat, sollte man sich die Differenz erstatten lassen - und das geht nur, indem man alles angibt. Und zumindest mir wäre es zu lästig, jedes Jahr Freistellungsaufträge aufzugeben, zu ändern, zu löschen, darüber Buch zu führen, dass man den Freibetrag nicht überschreitet, usw. Ich mache das komplett im Folgejahr über die Steuererklärung.
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Original geschrieben von blacksun
Warum sollten dann Zinseinkünfte aus dem Ausland ein Problem sein? Bescheinigungen für erhaltene Zinsen u Steuern hat man genauso fast immer. Man muss diese nur auf einem anderen Blatt der Erklärung angeben.
Auf einem anderen Blatt? Ich meine, ausländische Einkünfte werden mittlerweile ebenfalls in der Anlage KAP angegeben, oder liege ich da falsch?
Der Unterschied ist der, dass bei den Steuerbescheinigungen jeweils die Zeile angegeben ist, in der etwas einzutragen ist. Wenn das nicht der Fall ist, wovon ich beim Advanzia-Konto ausgehe (die werden sicherlich nur den Zinsbetrag nennen, der angefallen ist, oder man muss ihn sogar selbst ausrechnen), muss man sich selbst schlau machen - und Zeit ist Geld. 
Meiner Meinung nach ist eine europäische "Harmonisierung" der Zinsbescheinigungen dringend überfällig - optimal fände ich es, wenn alle Länder Steuerbescheinigungen nach deutschem Vorbild einführen würden und auch nicht mehr zwischen deutschen und ausländischen Erträgen unterschieden werden müsste. Auch das Quellensteuerproblem - dass man sich mit einer vom Finanzamt unterschriebenen Bescheinigung ggf. sogar ans Ausland wenden muss, um diese (zumindest teilweise) zurückzuerhalten - finde ich absolut nicht mehr zeitgemäß. Man kann heute problemlos Waren in allen EU-Ländern bestellen, ohne dass man einen Mehraufwand hat - aber bei Kapitalanlagen ist der Mehraufwand zumindest größer, teilweise sogar beträchtlich.