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Original geschrieben von Braindead
ein Interessanter Artikel welcher auch im ganzen meine Meinung wiederspiegelt.
Hier sind die Leute halt schon seit Dekaden viel zu "straight on" und glattgebügelt und lassen alles mit sich machen. Noch dazu Verstärken sie das Medienecho der Lügenpresse, welche die Bahn als das unschuldige Opfer dastehen lässt. Dann kommen da noch einige Wendehals Politiker hinzu und schon steht die Meinung vom "Bahnsinnigen Weselsky".
Uh. "Lügenpresse" macht es dann gleich argumentativ alles mal wuchtig. Wow.
Es geht übrigens NICHT um die Bahn als das unschuldige Opfer, sondern um Wirtschaft und Bevölkerung, die hier in von Streik zu Streik überreizterem Maße in "Geiselhaft" (um bei tollen Schlagworten wie "Lügenpresse" zu bleiben) genommen wird und daher langsam die Schnauze voll hat.
Güterverkehr bestreiken alleine ist scheinbar halt nicht druckvoll genug, da bringt man lieber die Fahrgäste gegen die böse Bahn auf - und schraubt so gleichzeitig daran, dass der Arbeitgeber der vertretenden Arbeitnehmer wieder an Image verliert und durch den streikbedingten Einnahmenausfall wieder einen Grund mehr hat, um die Preisspirale anzuschmeißen, was dann wieder dazu führt, dass...
Hier sind es eben keine Warnstreiks, Kurzstreiks oder ähnliches, sondern mittlerweile geht es schon in den erpresserischen "wir machen so lange weiter, bis unsere FORDERUNGEN erfüllt werden"-Bereich.
Und inwieweit diese GDL-Forderungen eben letztlich legitimiert sind...ist letztlich nur von GDL selbst entschieden.
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Ist auch immer wieder interessant zu sehen wie man sich auf einzelne Personen fixiert und nicht etwa das ganze sieht. Wie z. B. auch bei Putin... anscheinend braucht es eine Sau bzw. einen Störenfried der unbedingt durch das Dorf getrieben werden muss. Vielleicht hetzt das die Bevölkerung noch weiter auf wenn man ihr eine Person zum Fraß vorwerfen kann.
Soll sich der Weselsky halt nicht so in den Vordergrund drängen. Kommt auch nicht von ungefähr, dass er mittlerweile stellvertretend für die GDL steht.
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Das ist für mich einfach unterste Schublade, und das muss doch eigentlich jeder normal Denkende Mensch erkennen können. Oder ist die Ellenbogenmentalität schon so weit ausgeprägt das man dies vielleicht einfach auszublenden versucht ? Ich habe darauf keine Antwort.
Und ich weiß nicht, was ich auf so wirre Gedanken antworten soll. Mir persönlich ist das Leben, Einkommen und mehr vom Weselsky, sogar vom Herren Weselsky, vollkommen egal. Der kann so viel wie er möchte als Gewerkschaftsboss verdienen und sich medial so viel inszenieren, wie er möchte.
Wenn ich aber den Eindruck habe, dass es ihm mehr um Macht, als um einen (tariflichen) Kompromiss geht UND das Auswirkungen auf mich hat, dann nervt es mich persönlich.
Ist ja nicht nur der Fernverkehr, der betroffen ist, sondern auch das tägliche Pendeln.