Zitat
Original geschrieben von rasputin
@ shelter: Bei der Süddeutschen Zeitung muss ich das von dir im Bild verlinkte nicht "ertragen". Ich habe nämlich die Variante "ePaper" gewählt. Diese Variante bietet mir die SZ an. Mir ist der Inhalt die paar Kröten wert. Wäre er es nicht - und würde mich deshalb ggf. das ganze Skripting auf der Seite stören - dann würde ich die Seite schlicht und ergreifen nicht aufrufen. It's that simple 
Versteh' mich nicht falsch shelter, ich finde dieses Skripting beim Aufruf vieler (fast aller) Seiten auch nicht gut. Aber es zwingt mich eben auch niemand dazu, die Seiten zu nutzen.
Mir ging es doch aber nur darum, zu zeigen, wie viele Seiten noch so aufgerufen werden, von denen der User erst einmal nichts mitbekommt. Nicht, ob die SZ nun ein ePaper anbietet, für Dich persönlich der Content Geld wert ist oder was auch immer. Das Beispiel kann man ja auf fast jede x-beliebige Seite anwenden.
Viele Otto-Normal-User wissen doch aber gar nichts von Skripting, den ganzen Seiten die noch aufgerufen werden und keine Ahnung was noch. Die freuen sich halt, wenn sie nicht mehr mit Werbevideos, Popups und Skyscrapern oder Bannern, die gleich freudig irgendwelche Geräusche von sich geben, wenn man mit dem Cursor drüberfährt oder ein wunderbare "sie haben gewonnen"-Animation auffahren ertragen müssen.
Und das ist es letztlich, was die User zu Adblock greifen lässt: Nervige Werbung, vielleicht auch noch die dreihundertste facebook-irgendwas-Einbettung oder das unten in der Browserleiste zu sehen ist, dass auch auf dieser Seite irgendwas mit google-analytics geladen wird.
Und da liegt halt der Griff zu Adblock als bekanntestem Produkt nahe. Man stört sich doch meist nicht an Werbung im grundsätzlichen, sondern daran, dass die teilweise einfach aufdringlich ist.
Und an diesem Punkt ist das Whitelist-Konzept von Adblock eigentlich auch gar nicht verkehrt. Selbst wenn es in gewisser Weise eine Diktatur darstellt, wenn eine Firma entscheiden darf, was gute und was schlechte Werbung ist. Und dazu auch noch damit Geld verdient. Aber spätestens dann, wenn die Werbung, die zugelassen wird, die User nervt, dann ist auch dieses Konzept gescheitert.
Letztlich bleibt aber eins stehen: Es ist nicht das Problem, dass User Werbung sehen müssen, sondern das sie damit teilweise gequält werden und nebenbei noch ungefragt mit zig anderen Seiten (die auch teilweise auf Kosten der Darstellung oder Verbindung gehen) "beglückt" werden.
Klar kann ich mich auch einfach dafür entscheiden, die Seiten, die mich nerven, nicht mehr zu nutzen. Ist die einfachste Antwort auf alle Fragen der Welt. Nur wenn mich der Content interessiert weil er gut ist, mich aber die Werbung nervt und ich bereit bin zu bezahlen um diese nicht mehr zu ertragen, dann bedeutet das leider nicht, dass ich dann keine Werbung mehr ertragen muss. Kannst ja mal die Premiere/Sky-Kunden zu diesem Thema befragen. 
Am Ende erträgt man dann halt doch die Werbung für exklusiven oder guten Content. Wird dann aber eine Möglichkeit geboten nerviger(!) Werbung zu entkommen (E-Paper jetzt mal ausgenommen, im normalen Print sind auch Anzeigen und die stören einen nicht), dann nimmt man sie doch gerne wahr. Vor allem auch bei Seiten, die einem ungefragt mehr als nur Werbung unterjubeln.