Ich werde bei Solomo eine Assoziation nicht los: mit dem vor einigen Zeiten verstorbenen Unternehmen comnet.
Das Unternehmen hatte einen Geschäftsführer und Inhaber, der sich offen in verschiedenen Foren zeígte und auf den ersten Blick kommunikativ und für alles offen war.
Angefangen hatte der freie Fall von comnet (in meinen Augen) mit den - in relativ kurzer Zeit - aufeinander folgenden Preiserhöhungen. Herr GKr (username auf Teltarif) kommunizierte diese immer als "Preisanpassungen", von denen die meisten profitierten.
Ich kann mich gut erinnern, wie ich (und andere auf Teltarif) blauäugig vorrechneten, daß diese "Preisanpassungen" = saftige Preiserhöhungen in 99% der Fälle bedeuten. Und man ärgerte sich, daß man offensichtlich für dumm verkauft wird, dies aber nicht zugibt.
Aber ein offenes Wort kam nie. Statt dessen wurden die User (meinereiner auch) als neidisch dargestellt, und die fröhlichen Lügen von GKr wurden einfach weiter verbreitet.
Warum diese Paralellen:
- die Callback-Verbindungen im EU-Ausland sind bei Solomo - wenn ich richtig liege - immer noch eine Glückssache, die Rufnummer wird immer noch nicht übermittelt, und es werden weiterhin Gebühren berechnet, ohne daß ein Gespräch zustande gekommen ist.
Was hört man von Solomo: selbst nach 2 Jahren heißt es, die ausländischen Anbieter sind schuld. Unisono. Selbiges bei SMS und bei jeglichen Problemen mit dem Einbuchen in die ausländischen Netze. Ein gibt im Solomo-Forum einen Fall von 13. Tagen Ausfall in Bulgarien, wo man absolut allein gelassen wurde.
- Versprochene Rückvergütungen bei Solomo Pro blieben oft 1-2 Monate nicht erstattet. Eine Info darüber ist natürlich nicht notwendig, oder?
- Und die "Preisanpassungen", die in einer Nacht und Nebelaktion eingeführt wurden, wurden wieder erst dann bekanntgegeben, als alle aufgeschrien haben.
Für all diese wichtigen Sachen war lt. Solomo keine KOmmunikation notwendig, aber für jede 5-Tage-Aktion verschickt man Massenmails.
Ich kann gut verstehen, daß Schwierigkeiten nicht breitgetreten werden wollen, jedoch gibt es irgendwo eine Grenze, bei der man besser da steht, wenn man offen ist.
Diese Grenze ist bei Solomo durch die vielen Ausfälle und technischen Unzulänglichkeiten längst überschritten. Das Kommunkationsverhalten des Unternehmens hat sich in de 2 Jahren aber nicht verändert und bleibt weiterhin difus. Man betreibt weiterhin punktuelles Feuerlöschen: man verschickt PN an die "meckernden" Kunden und zeigt finanzielle Kullanz, damit man ihnen den Mund zumacht. OK, das kann wirken, ist aber nicht flächendeckend - weil die Probleme eben weiter bestehen.
Ich will nicht abstreiten, daß Solomo ein technischer Vorreiter und sehr innovativ ist. Auf keinen Fall! Jedoch hat hgajek recht - es sind mittlerweile zu viele Unternehmen mit der gleichen Preisstruktur auf dem (eh schon preissensiblen) Markt, so daß man einfach zu einem zuverlässigeren Produkt greift.
AmEnoPhis: Ich denke schon, daß es als Vorwurf klingen soll, denn es ist ein Vorwurf. Wenn ich bei einem Mobilfunkanbieter heute 0,29 EUR/Min in eine Destination zahle und morgen plötzlich 0,59 EUR/Min - ohne Vorankündigung - so sollte man auch etwas vorwerfen dürfen.