Beiträge von ChickenHawk

    Wie es heute so schon in der Zeitung kommentiert wurde:


    Die SPD muss sich nach der "King of Kottelet" Geschichte nun fragen wem sie denn primär dienen möchte: Sich selbst oder dem Land...


    Und da ist schon viel wahres dran. Mit Blockadehaltung kommt man hier nicht wirklich weiter, Neuwahlen wären daher somit das schlechteste was der SPD und den Grünen passieren könnte.


    Aber wie schon mal geschrieben: Das ist jetzt alles erst einmal Getöse um sich in etwaigen Verhandlungen mit der CDU teuer zu verkaufen.

    Was für Grafiken?


    Auf der Bild-Seite ist lediglich ein "Koalitionsrechner" welcher mögliche Konstellationen anzeigt, aber nicht in wie weit dies befürwortet werden. Auch die Bild eigene Abstimmung bietet lediglich die Auswahl zwischen GK und Schwarz-Grün wobei die GK deutlich vorn liegt. RRG steht gar nicht erst zur Abstimmung.


    Und auf der LU Seite sind überhaupt keine für DE relevanten Grafiken - der Kommentator spricht ebenfalls davon, dass Merkel und die Union klar gewonnen haben. Keine Umfrage die in DE ein RRG Bündnis bei den Wählern vorn sieht.


    Selbst hast Du gegen SZ und Infratest dimap gewettert und kommst dann mit so etwas ums Eck?
    Sorry das wird langsam lächerlich. Also: Wo ist die repräsentative Umfrage (es müssen ja nicht gleich 26 sein - eine wie gesagt würde ja schon reichen) bei der die Wähler in DE sich mehrheitlich für RRG aussprechen?


    (Nur so am Rande: Es kann durchaus von Größe zeigen wenn man einfach mal zugibt sich verrannt zu haben anstatt auf den falschen Schlussfolgerungen nach wie vor herumzureiten...)

    Deiner Meinung nach ja auch...



    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Da kannst du gerne 25 Umfragen bringen, dann bringe ich dir 26 Umfragen, die sagen, das RRG gewollt ist.


    geliefert hast Du bislang immer noch nichts.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Da kannst du gerne 25 Umfragen bringen, dann bringe ich dir 26 Umfragen, die sagen, das RRG gewollt ist.


    Eine einzige würde mir schon reichen...


    EDIT:


    Das trifft es eigentlich sehr gut:


    Zitat

    Original geschrieben von Felsen2000
    Eine Parteispitze muss nicht nur auf den vermuteten Willen der Wähler eingehen, sondern darf auch nicht die eigenen Mitglieder und Funktionsträger vergraulen. Und auch, wenn manche das nicht einsehen wollen: es gibt nicht "die linke Politik". Die Sprüche von der Partei Die Linke von wegen Sozialismus, Planwirtschaft, Enteignung und Überwindung des Systems sind vielleicht noch bei den Mitgliedern der Grünen vermittelbar. Aber große Teile der SPD finden die Ideen und die Funktionsträger bei der Partei "Linke" zum kotzen.


    Die SPD geht deswegen nicht mit den Kommies zusammen, weil die SPD-Basis das nicht mittragen würde.


    Die SPD ist keine linke Partei, sondern eine Partei der Mitte innerhalb derer es verschiedene Flügel gibt (Stichwort: Forum Demokratische Linke 21, Seeheimer Kreis, Nürnberger Mitte, Netzwerk Berlin) die von links über gemäßigt konservativ bis hin zu den Pragmatikern reicht. (Nicht umsonst hat sich die Linke ja von der SPD "abgespalten" weil denen die Positionen der SPD eben nicht links genug gewesen sind.)


    Insofern mag es eine Schnittmenge zwischen der Linken und dem linken Flügel der SPD geben (wobei selbst die als eher links orientierte Fr. Nahles für diese Legislaturperiode RRG auch nach der Wahl noch ausgeschlossen hat), dass erlaubt aber immer noch keinen Umkehrschluss, dass SPD Wähler automatisch eher links orientiert seien und deswegen eine Koalition mit RRG die logische Folge wäre.


    Genauso gibt es Schnittmengen zwischen dem konservativen bzw. pragmatischen Flügel der SPD und der Union - siehe Euro-Rettung. Nur ein Bereich in denen sich SPD und Linke nun überhaupt nicht unter einen Hut bringen lassen. Das hat dann auch nichts mit der von Gysi kritisierten "Ausschlusseritis" o.ä. zu tun.


    Wenn sich die SPD und Grünen hinstellen und in einer der nächsten Wahlen sagen: Ok wir können uns auch ein Bündnis mit der Linken vorstellen (wobei es hier vorab innerhalb der SPD sicherlich heftige Auseinandersetzungen gebe würde) und die drei Parteien erreichen dann wieder eine rechnerische Mehrheit - dann und nur dann kann man auch wirklich behaupten, dass die deutschen Wähler "links" gewählt haben. Alle anderen Interpretationen sind - gemessen an dem aktuellen Ergebnis - schlicht nicht haltbar.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Was soll das für ein BEweis sein? Eine Umfrage auf der Süddeutschen? Wir richten uns hier seit Seiten nach dem vrl. amtlichen Endergebnis. Und das sieht RRG vorn.


    Erst lesen - dann meckern: Die SZ hat nur die Umfrageergebnisse von Infratest Dimap veröffentlicht. (Aber solange die Ergebnisse nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen gilt das ja eh nicht gell?)


    Und nicht wir richten uns nach dem amtlichen Wahlergebnis, sondern Du klammerst dich verzweifelt (warum auch immer) daran und interpretierst das nach Deinem eigenen Gusto.


    Du hattest geschrieben Du verstehst die Auslegung des Wahlergebnisses nicht weil rein rechnerisch ja RRG eine Mehrheit hätte, was ja automatisch bedeuten würde, dass jeder der SPD und Grüne seine Stimme gegeben hat auch mit einer solchen Koalition einverstanden wäre. Damit verkennst Du aber vollständig was der "Wählerwille" wirklich ist.


    Auf der anderen Seite beklagst Du die 5% Hürde weil somit ja eben nicht der Wille der Wähler im Parlament richtig wiedergeben werden würde.


    Was denn nun?


    Geht man nach dem Wählerwillen dann bildet sowohl das Wahlergebnis als auch die entsprechenden Umfragen eben genau das Gegenteil von dem ab was Du hier versuchst herbeizureden. Es gibt keine wirkliche Mehrheit für ein Linksbündnis. Da braucht man nicht mal zu hinterfragen für was die AfD stehen würde, die fast 5% für die FDP plus das Ergebnis für die Union reichen da schon aus.


    Ach ja stimmt: Hatte vollkommen vergessen, dass das ja keine Rolle spielt weil es vom Ergebnis her gerade nicht in dein Weltbild passt und deswegen ja hier nur das amtliche Wahlergebnis zählt...


    Die Tatsache, dass auch deutlich mehr Personen für eine große Koalition sind - wischen wir mal eben schnell beiseite, getreu dem Motto: "Ich habe mir meine Meinung gebildet, bitte verwirren sie mich hier nicht mit Fakten..."


    Auch ist es absolut unverständlich (bzw. fast eher erschreckend) das Du der Meinung bist, dass es scheinbar vollkommen Ok für einen Politiker sei einen offensichtlichen Wortbruch (um das Wort Wahlbetrug zu vermeiden) zu begehen. Wen interessiert schon ob Grüne und SPD eine RRG Koalition ausgeschlossen haben, solange es auf dem Papier für die Regierung reicht kann man den Wähler ja - Entschuldigung für die drastische Wortwahl - einfach mal verarschen.


    Das andere mit so einer Strategie schon mal böse auf die Nase gefallen sind - geschenkt kann man angeblich ja nicht vergleichen. Ist das jetzt politische Verblendung oder einfach grenzenlose Naivität? (Selbst führende SPD Köpfe haben nach der Wahl gesagt, dass sie zu dem stehen müssen was sie vor der Wahl gesagt haben, da es sonst zum bösen Bumerang wird - aber hey die haben wahrscheinlich auch alle keine Ahnung oder?)


    Aber da das ja eh alles keine Rolle spielt, die Umfragen sowieso nicht aussagekräftig sind und was weiß ich sonst noch für sinnbefreite Argumente die man hier anführen kann - im Gegenzug kannst Du ja mal was liefern:


    Also klare Frage: Wo sind die Beweise dafür, dass die Zahlen des vrl. amtlichen Wahlergebnisses den Rückschluss zulassen der Wählerwille wäre eine RRG Koalition - insbesondere vor dem Hintergrund, dass SPD und Grüne eine solche im Vorfeld kategorisch ausgeschlossen haben?

    Nun ist es "amtlich", auch wenn es einige nach wie vor nicht wahrhaben wollen.


    RRG hätte nur auf dem Papier eine rechnerische Mehrheit - eine solche Koalition entspricht aber nicht dem Wählerwillen:


    Bürger wollen große Koalition
    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1497150


    64% für Schwarz/Rot
    32% für Schwarz/Grün
    25% für Rot/Rot/Grün


    Insofern ist es eben nicht so wie hier z.T. behauptet, dass alle SPD und Grünen Wähler mit einem RRG oder "Linksbündnis" einverstanden wären, sonst hätte die Zustimmung für RRG ja in ähnlicher Höhe wie das kumulierte Wahlergebnis (knapp 43%) der drei Parteien liegen müssen - davon ist man aber deutlich entfernt.


    Und auch wenn die SPD derzeit noch gegen die große Koalition poltert, ich denke das ist ein wenig Show um sich für die anstehenden Verhandlungen so teuer wie möglich zu verkaufen, am Ende wird man sich dann schon einigen. Eine Verweigerungstaktik von SPD und/oder Grünen mit möglichen Neuwahlen werden die nicht riskieren, das Risiko dann vom Wähler abgestraft zu werden (und eine absolute Mehrheit von der Union in Kauf nehmen zu müssen) ist angesichts der Umfragewerte zu hoch.