Beiträge von Hinniwilli

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    Original geschrieben von jpritzkat
    Generell: auch der ADAC hat einmal in seiner Clubzeitschrift eine Analyse vorgestellt, nach der man festgestellt hat, dass man ohne Tempolimit nur unverhältnismäßig schneller aber viel teurer und umweltschädlicher unterwegs ist. Man schickte 20 Autos auf eine deutsche Mittelstrecke - 10 davon sollten mit "Brettern was geht" fahren, 10 mit gemächlichen 120. Die 10 Raser waren auf einer Strecke von ich meine 350-400km eine halbe Stunde eher da... Dabei verbrauchten sie aber 30-40% mehr Sprit!


    Das macht ca. 15 EUR Sprit-Mehrkosten für 30 min. Zeitersparnis - also 30 EUR netto Stundenlohn für die für die zusätzliche Fahrzeit bei gemäßigtem Fahren. Leichter kann ich sonst kein Geld verdienen.


    visioneer
    "...obwohl einige hier genannten Argumente, für ein Thempolimit, laut Gutachten/Analyse absoluter Blödsinn sind! "
    Welche und wieso? Lass uns an Deinen Visionen teilhaben.

    Die Autoindustrie hat auf ihren eigenen Werksgeländen sehr restriktive Geschwindigkeitsbegrenzungen - weil dort Unfälle die Unternehmen Geld kosten.
    Unfälle im öffentlichen Straßenverkehr ab bringen der Branche Umsätze im Reparatur- und Neuwagengeschäft - weshalb sie hier natürlich gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen ist. Aber die Folgekosten dieser Unfälle tragt IHR - über die KFZ-Versicherung, aber auch über die Sozialversicherung, auf die ein Großteil der Kosten abgewältz wir.

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    Original geschrieben von Merlin
    Was wäre für dich dann "Kleinkram"?


    Damit meine ich Risiken, die man selbst tragen kann, ohne dadurch finanziell in Bedrängnis zu geraten. Leider versichern viele solchen Kleinkram, nicht aber große Risiken, die ihnen finanziell das Genick brechen können.

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    Original geschrieben von AdministratorDr
    Also ist es im Prinzip so, dass ich ne Berufsunfähigskeitsversicherung habe, aber wenn mir im Leben nix passiert (was gut ist) hab ich mein Leben lang dafür bezahlt, richtig?


    Richtig, aber man weiss es halt vorher nicht. Aber wenn es einem als junger Mensch passiert, lebt man für den Rest seiner Tage am Existenzminimum, wenn man nicht gerade ein Vermögen erbt.


    Deiner Aussage "Versicherungen sehe ich als Absicherung, nicht aber als Gelddruckmaschine..." stimme ich voll zu, wenn mit Absicherung die großen Risiken gemeint sind, die ich nicht selbst tragen möchte.

    @ AdministratorDr


    Zur Rechtsschutzversicherung habe ich mich nicht geäußert, daher wundere ich mich über Deine Schlussfolgerungen.


    Berufsunfähigkeit ist ein allgemein unterschätztes Risiko für jüngere Menschen, die keine Rentenzahlungen erwarten können. Sie wird von unabhängigen Experten dringend empfohlen, aber - weil für Versicherungsvertreter wohl nicht so lukrativ - wird lieber eine überflussige, mehr Provision einbringende Versicherung verkauft.

    @ AdministratorDr


    Eine Haftpflichtversicherung halte ich für absolut notwendig, denn sie sichert Risiken ab, die ich nicht tragen kann. Hier mache ich mir auch keine Gedanken zur Rendite.
    Bei einer Versicherung, mit der ich nur Pillepalle absichere, sollte ich mir aber schon Gedanken machen, ob sie rentabel ist.
    Also lieber wirkliche Risiken versichern (z.B.Haftpflicht, Berufsunfähigkeit) statt Kleinkram.

    Dass sich eine Versicherung rentiert, man also (statistisch gesehen) mehr herauskriegt als man einzahlt, würde doch bedeuten, dass der Versicherer mehr für die Schadenregulierung auszahlt, als er an Prämien einnimmt.
    Von den Prämien werden aber Verwaltungskosten, sehr hohe Vertriebskosten, Unternehmensgewinne, Betrügereien anderer Versicherungsnehmer etc. bezahlt. Für die Regulierung ehrlicher Versicherungsschäden bleibt vielleicht 1/4 der Beitragseinnahmen. Für 4 EUR gibt es also 1 EUR zurück. Rentiert sich das?

    Natürlich ist es Blödsinn einen Tatbestand nur dann zu verfolgen, wenn die Verfolgung zuvor offensichtlich ist. Das gilt für einen Bankraub, aber natürlich in gleicher Weise für Rasen.


    Dass Geschwindigkeitsüberschreitungen als Ordnungswidrigkeiten behandelt werden und Bankraub eine Straftat ist, ist klar.
    Ob es allerdings angemessen ist, die vorsätzliche Gefährdung des Lebens anderer im Vergleich zu einem Eigentumsdelikt als Bagatelle zu behandeln, darüber kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.