Beiträge von MarkusMeissner

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    Original geschrieben von surfmobile
    Hm, für wen sollen die congstar datentarife oder allgemein alle neueren Tarife, wo LTE gesperrt ist, überhaupt sein? Also was ist deren Zielgruppe?


    Ganz einfach, die große Masse der Smartphone Nutzer, die nicht solche Nerds sind wie wir hier, sondern einfach nur einen günstigen Tarif haben wollen.


    Beispiel meine Eltern: Die kennen noch nicht mal den Unterschied zwischen UMTS und GSM, freuen sich dass sie fast immer Netz haben und wenn es mal gerade langsamer ist, weil das Gerät in GSM eingebucht ist, ist das auch kein Problem. Wobei UMTS fast immer funktioniert und im Gegensatz zu O2/EPlus auch Speed liefert.


    Die Strategie passt also, die Tkom will schließlich Geld verdienen.

    Hat jemand mal den Break Even ausgerechnet, ab dem es für die TKom billiger ist das LTE1800 Netz zur Kapazitätserweiterung zu verdichten, als neue Frequenzen teuer einzukaufen?


    Ich mache mal auf die Schnelle folgende Überschlagsrechnung, Annahme: Alle Standorte haben LTE (wird in ein paar Jahren sowieso so sein).


    TKom: ca. 24.000 Standorte
    1. Annahme: 16.000 in Städten/Ballungszentren, 8000 in der Fläche
    2. Annahme: In den Städten ca. 1/3 Hochlastgebiete, dort Verdopplung der Standorte --> 5000 neue Standorte
    3. Annahme: Restliche 2/3 der Städte: Höhere Last, dort 50% mehr Standorte --> 5000 neue Standorte
    4. Annahme: In der Fläche 25% neue Standorte zur Kapazitätssteigerung --> 2000 neue Standorte


    In Summe 12.000 neue Standorte zu 200k € / Standort --> Invest €2,4 Mrd.


    Passt das so bzw. kann man so rechnen? Zudem kann ich die Standorte ja parallel noch mit LTE2600 aufrüsten ....

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    Original geschrieben von JaRule
    Wird es evtl in absehbarer Zeit eine Aufstockung der Volumen geben?
    Sprich bekommt der S Tarif vielleicht 1 GB? usw?


    10 GB in dem XL wären auch mal langsam zeitgemäß, vor allem für die professionellen Nutzer, die die Kosten sowieso absetzen, wo es aber einfach nur nervig ist, wenn das Datenvolumen zuem Monatsende nicht ausreicht ...

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    Original geschrieben von scharl
    Inzwischen sind die nicht existierenden Standorte aus der EMF-Datenbank wieder verschwunden.


    Könnte daran liegen, dass ich letzte Woche eine STOB für einen nicht existierenden Standort mit 8-Stelliger Nummer bei mir in der Nachbarschaft angefordert habe.
    Antwort der Bundesnetzagentur: Es handelt sich um eine Vodafone-Femtozelle mit weniger als 10 MW Sendeleistung, der betreffende Standort würde aus der Karte ausgeblendet. Daraufhin habe ich dem freundlichen Mitarbeiter der Bundesnetzagentuer noch einige ähnliche Standorte bei mir in der Gegend genannt, was man dann offensichtlich zum Anlass nahm, alle VF-Femtozellen wieder auszublenden :-)

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    Original geschrieben von lakriz
    Was kämpft Telekom eigentlich so um 1800er.Den Preis treiben? Im Prinzip sollte ja ein 2x5er Block reichen(2x 15Mhz haben sie ja schon, mehr als 20 Mhz bei LTE bringen nichts. Außer sie wollen noch unbedingt etwas GSM daneben machen...


    Warum bringen mehr als 20 MHZ bei LTE nichts?
    Ich sehe das so: Tkom wird die Strategie haben, mittel- bis langfristig alles über LTE abzuwickeln. Dabei die Grundlast (Fläche und Voice) über LTE 700/800 und da wo Datenlast herrscht, parallel über LTE 1800. Damit ist es doch u.U. billiger, mehr Bandbreite bei LTE1800 zu haben als zunehmend mit LTE 2600 aufrüsten zu müssen (zusätzl. Hardware und schlechtere Indoor-Versorgung).

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    Original geschrieben von DC01
    Manchmal begreife ich die Telekom einfach nicht..und dieser Spar-Irrsinn ist immer häufiger zu beobachten .....


    Tja, da kann man nur hoffen dass die Anwohner dort mit den Füßen abstimmen und den Netzbetreiber wechseln. O2 und VF gehen ja dann offensichtlich besser dort. Für mich ist mangelnder Empfang bei mir zu Hause immer noch das erste Kriterium das Netz zu wechseln ...

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Wenn Deutschland dann wenigstens einen Netzausbau wie Ungarn und die Schweiz haette mit UMTS oder LTE in jedem Dorf dann ginge es ja noch.
    Problem ist aber auch das in Deutschland der Netzausbau nicht wirklich gut ist und es immer noch etliche GSMonly Orte gibt. Und wo es LTE gibt ist es oft nur in teuren Tarifen nutzbar.


    Wenn ja mal jeder Ort über 1000 EW mindestens GSM hätte. Eigentlich ist es ein Skandal dass es die NB 25 Jahre nach Start der GSM Netze immer noch nicht auf die Reihe bekommen haben, jede Ortschaft ab einer Zahl von z.B. 1000 EW direkt anzuschließen. Das klappt selbst bei der Tkom nicht (bestes Netz :-) ), bei denen kenne ich auch Orte über 10.000 EW die nur GSM aber noch kein UMTS/LTE haben. Aber wer auf 40% EBITDA Marge schielt, muss halt beim Netzausbau sparen.


    Ich nutze die Tkom, weil die nicht das beste sondern das (für mein Nutzerprofil) am wenigsten schlechte Netz haben. Voll zufrieden bin ich mit deren Abdeckung aber auch nicht ...


    Zu den Daten: Ich Nutze den Magenta 1 mit 5GB, FullFlat und MultSims für 69,95 (nach Rabatt). Der Preis ist für das Gesamtpaket in Ordnung, 10 GB dürften es ruhig sein. Ich hatte in den letzten Monaten mehrfach die Situation, dass ich Volumen zubuchen musste oder mir irgendwelche WLANS nutzen musste da die 5GB aufgebraucht waren. Und nein, ich streame nichts, sondern nutze mein Laptop als vollwertigen mobilen Arbeitsplatz.

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    Original geschrieben von 1N4148
    Ich vermute, diese Entscheidung wird anhand der zu erwartenden Sprachlast getroffen. Dort wo diese so niedrig ist, dass sie von ein paar 2G Zellen abgewickelt werden kann, brauchts auch kein LTE1800. Da reicht die 800er Variante. Wäre zumindest meine wirtschaftliche Denkweise.


    Völlig korrekt (Sprach und Datenlast) , daran wird übrigens auch festgemacht, ob ein bisheriger GSM-Only Standort nur mit LTE 800/1800 aufgerüstet wird oder auch zusätzlich UMTS bekommt.


    Um mal die Sinnhaftigkeit einer teilweisen Aufrüstung auch mit UMTS zu unterstreichen: Die Tkom hat knapp 40 Mio. Mobilfunkkunden. Von denen ist innerhalb der letzten 12 Monate die Zahl der LTE Kunden von 3,0 Mio. auf 6,0 Mio gestiegen. Es wird also noch eine Weile dauern, bis auch nur die Hälfte der Tkom Kunden LTE nutzt.


    Bis dahin gibt es Standorte GSM die an der Lastgrenze laufen und dringend aufgerüstet werden müssen, LTE bringt da kurzfristig nicht viel, wenn nur 15% der Kunden das nutzen, zudem im Moment mangels VOLTE auch keine Entlastung bei Voice statt findet. Will ich die Kunden nicht die nächsten Jahre unzufrieden lassen und in Kauf nehmen, dass sie zur Konkurrentz abwandern, muss ich halt neben LTE auch mit UMTS aufrüsten.


    Natürlich ist das Ganze massiv standortabhängig, dass erklärt aber m.E. auch die völlig heterogene Ausbaustrategie der Tkom hier. Teilweise werden ja sogar noch UMTS-Only Standorte neu in Betrieb genommen ....