Beiträge von MarkusMeissner

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    Original geschrieben von 3g_handy
    Den LTE Ausbau verstehe ich hingegen nicht, hier wird meiner Meinung nach wahrlos geschaltet vermutlich in der Reihenfolge wie die Bundesnetzagentur zuteilt.Beispielsweise haben große Teile von Oberhausen kein LTE, zudem hat eine 70.000 Einwohner Stadt überhaupt kein LTE (nur durch Nachbarstädte/Gemeinden versorgt und teils nur LTE 800) aber Kleinstädte wie Xanten haben LTE 1800 :confused:


    Ich verstehe die Ausbaustrategie der T-Kom auch nicht.


    Beispiel Krefeld und Ratingen, beides Städte über 100.000 EW: Randgebiete teils LTE 1800 versorgt, die Innenstädte nicht
    Beispiel meine Stadt (Meerbusch):
    Hauptortsteil Büderich (20.000 EW), kein LTE, dafür 6 GSM/UMTS Standorte
    Ortsteil Osterath (12.000 EW): 2 GSM/UMTS Standorte, davon einer mit LTE, weitere 2 UMTS only Standorte
    Ortsteil Lank (10.000 EW): 1 GSM/UMTS Standort, kein LTE


    Ich war neulich mal in Issum/Niederrhein, 9000 EW, 1 Standort, EDGE only :-(


    Ich kann mir nicht vorstellen dass von Ortsteil zu Ortsteil die % Anzahl der TM Nutzer so stark schwankt, dass die unterschiedliche Senderdichte und Technologieausrüstung trafficbedingt ist. Topografische Gründe gibt es auch nicht, hier im Rheinland ist alles flach ...


    Manchmal habe ich das Gefühl, die in Bonn werfen Dartpfeile mit verbundenen Augen auf eine Deutschlandkarte und errichten danach die neuen Sender :-)

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    Original geschrieben von sojoworld
    Der Effekt nennt sich Zellatmung.


    Bei UMTS müssen alle Mobilteile mit ungefähr dem gleichen Pegel bei der NodeB eintreffen. Je mehr Nutzer sich in einer Funkzelle befinden, desto höher werden jedoch dabei die Interferenzen zwischen den Mobilteilen. Um das auszugleichen, wird die Sendeleistung der Mobilteile erhöht. Je weiter das Mobilteil von der NodeB entfernt ist, desto eher ist dies jedoch schon an der maximalen Sendeleistung angekommen. Da diese dann nicht mehr erhöht werden kann, wird dieses dann aus der Funkzellen ausgeschlossen. Dadurch verringert sich dann das Versorgungsgebiet der NodeB mit zunehmender Nutzerzahl.


    siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Zellatmung_%28Mobilfunk%29


    Du hast Recht, die alleinige Ursache kann das aber nicht sein, weil sonst der UMTS Empfang in Schwachlastzeiten, z.b. Nachts wieder besser wäre, ist er aber nicht. Ein anderer User hier schrieb mal, dass eventuell der Downtilt der Nodes stärker eingestellt/konfiguriert wurde ....


    Wie dem auch sei, ich empfinde das Ganze auch als nervig, zumindest da wo noch kein LTE zur Verfügung steht. Im Moment hast du aber nur die Alternative, zu anderen NBs zu gehen und dich über den Vollausschlag Indoor zu freuen, hast dann aber oft trotzdem keinen oder schlechten Datendurchsatz. Das habe ich zur Zeit bei meiner EPlus Datenkarte so und hatte es oft bei VF.

    Wie schon weiter oben diskutiert hat die Tkom die Sendeleistung ihrer UMTS Nodes anscheinend runtergeregelt. Ein offizielles Statement dazu gibt es nicht, über Gründe kann man nur mutmaßen. Aus meiner Sicht am wahrscheinlichsten ist das folgende Szenario:


    Das UMTS Netz ist bei der Tkom wahrscheinlich genauso am Limit wie bei den anderen NB, eventuell ist die Situation noch gravierender als bei den anderen NB, da TK ja bekanntlich nur 2 UMTS Frequentbänder hat und die anderen NB jeweils 3 Frequenzbänder.


    Ist eine UMTS Zelle überlastet fließen ab einem bestimmten Punkt gar keine Daten mehr, ein Effekt, den ich bei VF oft hatte: Vollauschlag bei UMTS, aber Daten kamen nicht durch. Durch die Reduktion der Sendestärke der Nodes reduziert die Tkom den Traffic im UMTS Netz und hält die Datenraten hoch. Gleichzeitig werden Daten in das langsamere GSM Netz mit EDGE verschoben, dass noch genügend freie Kapazität hat und somit optimaler genutzt wird.


    Nachteil für die Kunden: Langsamere Datennutzung, wenn in GSM eingebucht, dafür aber schnelleres UMTS wenn das Netz verfügbar ist. Die Kunden werden sich das nur eine Weile gefallen lassen, deshalb baut die Telekom ja auch wie Hölle LTE aus.


    Für Sprache ist der beschriebene Effekt sowieso egal ....

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    Original geschrieben von schinge


    Ich habe auch einen neuen Standort gefunden, der schon einmal bei o2 im Gespräch war, bevor im Nachbarort ein neuer Sender gebaut wurde. Bisher wurde er aber nicht angezeigt, ein anderer neuerer Sender jedoch schon. Entweder sind jetzt auch alle einmal geplanten (und nicht gebauten) Sender drin, oder da wird tatsächlich ausgebaut.


    Meiner Auffassung nach sind alle Sender enthalten, für die eine Standortbescheinigung erteilt wurde. Ich weiss zum Beispiel dass VF bei mir im Nachbarort einen Sender in Q1/2014 errichten will, dieser ist seit dem jüngsten Update in der Datenbank der Bundesnetzagentur enthalten. Ich gehe dabei davon aus, dass die NB erst anfangen zu bauen, wenn auch eine Bescheinigung erteilt wurde, demnach wären viele (neue) noch nicht gebaute Sender, die in der Datenbank sind, zukünftiger Netzausbau ....

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    Original geschrieben von KleinerMarcel
    Man pickt sich eben die Rosinen raus, die man braucht und hat für jeden negativen Punkt eine Ausrede! Das wird nie etwas mit Platz 1 in den nächsten Jahren! Durfte ich gestern Abend wieder erleben im UMTS-Netz! Latenzen von 100ms und mehr, kein Datenfluss. Aber o2 macht es da ja auch nicht besser.


    Die haben ja kurzfristig den Invest für 2014 und 2015 von jeweils €1,2Mrd auf €2,0Mrd angehoben. Ich bezweifle stark, dass die €800Mio zusätzlich in 2014 viel bringen, da die Lieferanten für Systemtechnik und vor allem die Dienstleister für die Planung und Installation der Technik kapazitätsmäßig am Anschlag sein dürften und entsprechendes Fachpersonal zur Kapazitätserweiterung/Installation auch nicht mal eben eingestellt werden kann.


    Hat jemand eine Info, wie es bei Ericsson Field Services so aussieht, die ja bekanntlich das Netz für VF aufbauen?


    Höttges von der TKom hat jedenfalls kürzlich in einem Interview erwähnt, dass die Ausbaugeschwindigkeit der Tkom am "physikalischen Maximum" sei, das würde die o.g. These bestätigen ...


    Schön dass sich hier mal wieder bestätigt, dass es langfristig zielführender ist, einen sauberen Investitionsplan über mehrere Jahre zu fahren anstatt kurzfristige "Hau-Ruck" Aktionen wie VF zu machen.

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    Original geschrieben von DC01
    Wobei eure Verschwörungstheorien da schon arg weit hergeholt sind.....schliesslich wurde der Netztest auch dieses Jahr 1 Monat später durchgeführt.....die Frage ist ob man da nicht Eplus eher entgegegen gekommen ist....


    Es gibt Gerüchte über intensive Gespräche zwischen Connect und VF nach dem internen Bekanntwerden der Testergebnisse. Sollte dem so sein, wäre es ein leichtes gewesen, die LTE-Gewichtung in der Testauswertung so zu drehen, dass VF, wie geschehen, auf Platz 2 kommt. (Immer schön im Konjunktiv :-) )


    Das Ergebnis für Eplus finde ich auch unfair und nicht aussagekräftig. Ich nutze EPlus neben meiner TK Hauptkarte als Datenkarte in meinem Notebook, komme beruflich bedingt viel rum und kann nur sagen, dass ich positiv überrascht von deren Netzabdeckung bin. Problem ist hier mehr der Datendurchsatz wg. Netzauslastung. Wer nur telefonieren will und ab und zu ein paar eMails checkt, ist mit EPlus prima aufgehoben und das ist im Moment noch die Masse der Nutzer ...


    Sehe ich genauso, TKom muss indoor mit UMTS und LTE noch besser werden. LTE 1800 ist zwar kapazitätsmässig klasse in den Städten aber man braucht einfach mehr Füllsender um eine gute Indoorversorgung zu sichern. Aber wenn ich so mitbekomme wo und was die alles ausbauen, sind die auf dem richtigen Weg. Gut finde ich, dass aufgerüstete GSM Stationen neben LTE oft auch gleich noch UMTS mitbekommen wenn noch nicht vorhanden ....