Gestern war dazu ein interessanter Artikel in der Bild.
Es ging um eine ostdeutsche Firma, die ebenfalls bestreikt wird.
Das Problem: Ein Großteil der über 300 Beschäftigten will sehr wohl arbeiten.
Um aber den Streik "korrekt" durchführen zu können, bringt die Gewerkschaft Mitglieder aus anderen Bundesländern (vorwiegend aus den alten) zu diesem Betrieb, um die Streikposten aufrecht erhalten zu können.
Teilweise schleichen die Arbeiter geradezu in den Betrieb, klettern über die Zäune, nur um arbeiten zu können.
Denn genau daran wollen die Streikposten sie hindern.
Und aus Angst, am nächsten Tag nicht mehr in die Firma gelassenzuwerden, schlafen etliche Mitarbeiter sogar dort.
Die Firmenleitung lässt Essen und Leute mittlerweile sogar per Hubschrauber einfliegen.
Die Mitarbeiter sind genervt vom Treiben der Streikposten, mittlerweile gibt es ein Gerichtsurteil, welches besagt, dass die Gewerkschafter eine Gasse an der Zufahrt freilassen müssen und niemanden daran hindern dürfen, das Firmengelände zu betreten oder zu verlassen.
Zitat einer Betriebsangestellten: "Ich sehe nicht ein, warum ich streiken soll. Bei 30 Tagen Urlaub, 1500 Euro netto."
Ich konnte den Gewerkschaften nie etwas abgewinnen und ich kann es auch heute nicht.
Und wenn deren Forderungen und deren Arroganz dazu führen sollten, Betriebe quasi wettbewerbsunfähig zu streiken, dann wird meine Meinung (und sicher auch die vieler anderer) definitiv nicht unbedingt positiv beeinflusst.
Sicher, es gibt für alles Grenzen, auch bei Arbeitszeiten und Löhnen. Aber die 35-Stunden Woche? Herrgott, ich habe eine 40 Std. Woche, dazu unbezahlten Überstunden und ich rege mich auch nicht auf. Höchstens über meinen Lohn, aber lieber wenig als garnichts.
Irgendwo muss man doch auch mal realistisch bleiben, aber diese Eigenschaft scheint den Gewerkschaften gänzlich zu fehlen.
Intruder: 100% agree.

