Ich zitiere mal aus der Welt (Plus-Bericht)
"Insofern ist es gewöhnungsbedürftig, wenn bei der Berliner Polizei nun das Wort südländisch ersetzt werden soll durch geografisch spezifischere Beschreibungen wie „Phänotypus: westasiatisch, gem. Zeugenaussage Arabisch sprechend“. Zuerst berichtete die „Berliner Zeitung“ über die 29-seitigen internen „Empfehlungen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch“, die von der Zentralstelle für Prävention beim Landeskriminalamt erarbeitet wurden."
"Dieses Problem ist nicht neu: Auch vermeintlich korrekte und nicht-diskriminierende Vokabeln wie Schutzsuchende oder Fachkräfte wurden von Menschen, die der Migrationspolitik skeptisch gegenüberstehen, rasch als ironische Bezeichnung für problematische Migranten aufgegriffen.
Ähnlich wie beim Wort Großfamilie, das einmal als abwertend empfundene Begriffe wie Clan oder Sippe ersetzen sollte, zeigt sich: Linguistic engineering, wie man es auf Englisch nennt, also der regulierende Eingriff offizieller Stellen auf die Sprache, mit dem Ziel, das Denken zu beeinflussen, ist eine Sisyphusarbeit.
Sie endet niemals und führt nur zum immer rascheren Austausch der Begriffe. Solange die realen Probleme bestehen bleiben, wird sich der Gedanke daran, rasant mit dem neuen vermeintlich neutralen Ausdruck verbinden."
Quelle: https://www.welt.de/kultur/plu…eco-2_ABC-V17.2.A_control
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