Beiträge von ocb

    Zitat

    Original geschrieben von hecke
    Aber ein Sieg Obamas bringt doch wirklich gar nichts, wenn er ein paar Tage später getötet wird.
    Oder glaubt ihr nicht, dass das passieren wird?


    Ich bin sicher, dass das nicht passieren wird.


    Man wird heute nicht Präsidentschaftskandidat, wenn man nicht ins System passt. Warum sollte jemand umgebracht werden, der Teil des Systems ist? Geld kennt keine Hautfarbe, nur weil er schwarz ist wird ihm keiner ans Leder gehen. Und über Nacht eine neue USA zu gestalten ist unmöglich.

    Ich finde, man kann noch garnicht absehen, wer das Rennen macht.


    So viel besser als unsere kann die Umfrageforschung in den USA auch nicht sein. Wir erinnern uns mal an die letzten Wahlen hierzulande, wie knapp der "Mediensieger" da gewonnen hat, mitunter auch verloren.


    Und ändern wird Obama auch nix. Kann er schlicht nicht, wegen der laufenden Kriege in Afghanistan, Irak und des kommenden in Pakistan.

    Zitat

    Original geschrieben von petersandi
    Dann sollte mir mal jemand erklären, wieso bei den Rechten (NPD oder was auch immer es da so gibt) ein zum Himmel reichendes Geheul anstimmt, obwohl die genau so im Parlament und zugelassen sind und auf dem Boden des Grundgesetzes stehen.


    Verstehe ich nicht.


    Wie viele Linksparteimitglieder kennst du denn, die bspw. wegen Körperverletzung oder schlimmerem in Haft waren, Waffen in den Bundestag bringen oder wegen des Tragens verfassungsfeindlicher Kennzeichen aufgefallen oder Mitglied verbotener oder paramilitärischer Gruppierungen und Vereine sind?


    Das Rumgehacke auf der Linkspartei ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten. Aber damals bei Gründung der Grünen wurde auch in ähnlicher Weise geredet-spricht nur dafür, dass die Linke eine große politische Zukunft hat, wenn jetzt schon so gezetert wird, wo die Partei gerade am Anfang steht.

    Ich finde es schon richtig und wichtig, das Ypsilanti heute gescheitert ist. Koch hat zwar wenige, aber ausreichend Stimmen gehabt-das muss man anerkennen und gut.


    Und da Ypsilanti vorher nicht mit der Linken koalieren wollte, dann aber doch, als es rechenrisch gepasst hat---kann man eben deutlich erkennen das die Wähler sie eben nicht gewollt haben. Wer da Linkspartei gewählt hat, der wollte keine SPD und umgekehrt. Bei anderer Aussage vor der Wahl hätten die Wähler sich das überlegt und nur dann kann man von einem klaren Wahlauftrag reden.


    Nebenbei hat sich die SPD nun endgültig demontiert. Wer soll die noch wählen, zumal ja nun mehr als klar ist, dass die Partei innerlich total erodiert ist? Erst der Beckputsch, nun der Putsch vom Ypsilantiputsch. Die SPD will nicht regieren und kann es nicht. Sie hat ja nichtmal ein Programm oder eine Identität, ist vollkommen verwechselbar mit der CDU, wenn sie diese gerade mal nicht auf dem neo-liberalen Gleis mit Lichtgeschwindigkeit überholt.


    Wie viele Mitglieder hat eigentlich die SPD? Reichen die aus, um bei der Bundestagswahl über 5% zu kommen? Wähler ausserhalb der Partei wird es wohl nicht geben befürchte ich.

    Zitat

    Original geschrieben von superuser_reload
    Und welchen Sinn ergibt das, wenn der Ingenieur mit am Band steht? Vielleicht auch gleich noch der Einkauf, der Vertrieb, die Putzfrau und die Buchhaltung!?


    Öhm, der Sinn wäre, Geld zu verdienen. Ich mein, wenn in der gesellschaftlichen Diskussion verlangt wird, das Arbeitslose Müll sammeln und Spargel stechen, dann gilt eben auch für Akademiker, dass sie sich ans Band stellen oder meinetwegen Schuhe putzen.


    Wer das nicht will, muss langsam mal auf die Straße gehen, denn das ist die momentane Politik und dahin geht die Reise, ob man will oder nicht.


    Zitat

    Dass Bandarbeit niedere Arbeit wäre hast Du behauptet, es gibt auch Leute, die die Arbeitsleistungen anderer respektieren.


    Mit Respekt kann man keine Rechnungen bezahlen-nichtmal im Rotlichtviertel.


    Wenn du argumentierst, das Ingenieure vom Bandarbeitergehalt träumen, dann ist für dich Bandarbeit niedriger zu bewerten, als Ingenieurstätigkeiten. Deinen Respekt braucht am Band keiner.


    Zitat

    Ich verstehe übrigens nach Deiner Logik nicht, wieso es den Bandarbeiter im Gegensatz zum Ingenieur besonders qualifizieren und auszeichnen soll, dass er (mit Deinen Worten) "niedere Arbeit" verrichtet....


    Das hab ich doch garnicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass Bandarbeitertätigkeiten für die Produktion weit wichtiger ist, als die Ingenieure bzw. das man mehr Bandarbeiter als Ingenieure braucht. Deshalb werden Bandarbeiter besser bezahlt, ganz einfach.


    Das ist ja keine niedere Arbeit, hat aber das Image, darum gehts.


    Und je unbeliebter eine Arbeit ist, desto besser muss sie bezahlt werden-Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.


    Wenn jeder meint, Ingenieur werden zu müssen, sinkt die Vergütung. Wenn keiner ans Band will, weil das "keinen Sinn macht", dann steigt die Vergütung.


    Zitat

    Und dass es Ingenieure wie Sand am Meer gäbe ist Unsinn, offensichtlich kennst Du die Lage am Markt nicht, denn das Gegenteil ist der Fall.


    Dann dürfte es ja keinen einzigen arbeitslosen Ingenieur geben in diesem Land. Die Ausbildung ist ja schließlich für alle gleich und einen Ingenieur frisch von der Uni kann einem gerade Arbeitslosen auch nicht so viel Erfahrung vorraushaben, dass man den Arbeitslosen lieber arbeitslos lässt und auf die große Ingenieursschwemme von den Unis wartet, die bald rüberschwappt.


    Wenn jemand wirklich gebraucht wird, dann nimmt man, was man kriegt. Nach dem Krieg in schwierigen Wirtschaftszeiten hat man auch nicht gewartet, bis von irgendwo der Superabsolvent herkommt.



    Zitat

    Tut mir Leid, aber das hört sich für mich alles ein wenig danach an, dass Du glaubst, dass nur harte Arbeit "richtige" Arbeit sei..


    Nein, ich bin nur der Meinung, dass harte Arbeit immer besser entlohnt werden muss, als Eierschaukeln im Büro. Den vom Eierschaukeln droht einem weder Krankheit noch Arbeitsunfähigkeit.


    Und es geht eben nach der Wichtigkeit der Tätigkeit. Wie schonmal gesagt, 100 Ingenieure und 1 Bandarbeiter funktioniert nicht, umgekehrt aber schon.

    Zitat

    Original geschrieben von Fishboneman
    ich hab doch gesagt, dass es "eine Menge" bedeutet, nicht ob viel, sehr viel oder wenig... und ein Quäntchen wäre eben genau das, eine sehr geringe Menge ;)


    Ja, und eben das wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Es beschreibt "die Menge" und nicht "eine Menge".


    Ein Quäntchen ist nicht zwingen eine geringe Menge, sondern eben nur ein Teil einer bestimmten Menge. Wenn du von 5 Billionen nur eine Milliarde abbekommst, dann hast du nur ein Quäntchen Asche, aber eben nicht wenig!


    Zitat

    zudem wäre es ja ein sehr tolles Wortspiel, wenn dann die Geheimorganisation im Film "Quäntchen" heißen würde... ja is klar, dann würde ich gerne mal die Maulerei hören


    Das genau ist aber das Wortspiel! Der Engländer hat keine Verniedlichung ala "chen" im Sprachangebot, denkt sich aber seinen Teil, wenn er Quandt hört. Er denkt das gleiche was wir denken, wenn wir auf "chen" nicht zurückgreifen würden.


    Zitat

    "James, die Organisation Quäntchen steckt dahinter"


    Unsere Sprache ist eben eindeutiger und lässt sich eher präzisieren. Deshalb hast du auch Schwierigkeiten im Englischen, weil du im deutschen direkt sagen kannst, was du dir im englischen oft erstmal denken musst.


    Ich denke auch nicht, das es fürs deutsche Publikum irgendeinen Unterschied macht. Denn die meisten wissen mit den Worten "Quand" als auch "Quändtchen" genau garnix anzufangen.


    Es heisst im englischen genau wie im Deutschen "Quant"! Auch im englischen ist es wie im Deutschen nicht für "viel" gebräulich, sondern wertneutral für "die Menge" und beschreibt nämlich genau nicht einen Bruchteil, dann würde es tatsächlich "eine Menge" bedeuten, was es weder im deutschen, noch im englischen tut. Wer das mit viel Trost oder viel xyz übersetzt, der versteht weder das englische noch das deutsche Wort Quandt.


    Das Wortspiel bleibt ebenso unberührt, sofern die Firma in der deutschen Übersetzung den gleichen Namen behält.


    "ein Quäntchen" wird allgemein eher selten verwendet, ob man nun Trost, Glück oder was auch immer damit verwendet.

    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Angesichts dessen ist es aus Sicht der Unternehmen von der reinen wirtschaftlichen Seite sicher auch verständlich, verstärkt auf Leiharbeit zurückzugreifen, da ansonsten viele Standorte in Deutschland möglicherweise nicht mehr wirtschaftlich wären und ganz dicht gemacht würden.


    Man muss von dieser unlogischen und einseitigen Sicht aufs wirtschaftliche wegkommen!


    Arbeit um der Arbeit willen macht niemanden satt und darauf läuft es hinaus. Rein wirtschaftlich gesehen müssen wir dann in der Konsequenz zurück zum Selbstversorger mit kleinem Garten, alles andere macht streng wirtschaftlich nämlich keinerlei Sinn.


    Zitat

    dass ein Bandmitarbeiter beim Daimler mit Hauptschulabschluss einen Verdienst hat, von dem mancher Ingenieur nicht mal nachts träumen kann.


    Ja und? Es steht dem Inschenör doch frei, sich mit ans Band zu stellen. Offenbar dann doch zu hart?


    Ingenieure gibts nunmal wie Sand am Meer. Gute Bandarbeiter indes nicht, denn das ist ja "niedere Arbeit". Dementsprechend muss es entlohnt werden.


    Die Arbeitskraft des Bandarbeiters ist eben teurer. Mit hundert Bandarbeitern und einem Ingenieur ist eben mehr zu holen, als mit hundert Ingenieuren und einem Bandarbeiter.


    Zitat

    Durch die Leiharbeit kann man diese Problematik und heikle Frage "outsourcen".


    Kann man eben nicht, wenn die Leute in der gleichen Halle nebeneinander arbeiten.

    Zitat

    Original geschrieben von Fishboneman
    der titel ist halt auch schwierig zu übersetzen... paar kumpels von mir haben die übersetzung auch kritisiert, aber auf eine sinnvollere übersetzung ist dann irgendwie auf nachfrage keiner gekommen^^


    Schwierig zu übersetzen? "Ein Quäntchen Trost (spenden)" ist doch gängiger Sprachgebrauch und was anderes meint das Original auch nicht.


    Das Problem vieler "OmU" Gucker ist ja, dass sie immer meinen, der Engländer habe eine komplett andere Sprachwelt-dabei ist das englische Englisch inhaltlich am Deutschen sehr nah dran und vieles ist im Englischen genau gleich formuliert und der Engländer spricht in der Regel auf englisch auch nix anderes, als der Deutsche auf Deutsch.


    Es ist nicht so, dass der tägliche Smalltalk in verkopftem Oxford-English abgehalten wird und nur so vor hochkomplizierten Redewendungen strotzt. Und es ist auch nicht so debil-einfach gehalten wie in den immer gleichen Texten der Popsternchen oder gefüllt mit Anspielungen auf die Tagespolitik wie die Comedyserien. In England würde auch keiner über Stoiberparodien lachen, weil ihn dort keiner kennt.


    Wer bspw. englische Musik abseits von "laf ju, laf ju, laf ju so matsch" hört erkennt das sehr schnell, dass die nicht anders sprechen und formulieren als wir das auch tun. Anstatt OmU gucken sollte man sich einfach mal mit Engländern unterhalten oder mit irgendwem sonst, der englisch spricht.


    Daher kommen dann auch die schlechten Übersetzungen. Weil hier eine Sprachexotic suggeriert werden soll, die es in der Realität nicht gibt. A Quantum Solace lässt sich wie oben angezeigt in den völlig banalen unspektakulären Titel "Ein Quäntchen Trost" übersetzen. Das klingt aber nicht nach Hollywood, nach Ausland oder Modern. Also verbricht man dann Quantum Trost, als ob man es mit Google übersetzt hätte.