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Original geschrieben von superuser_reload
Und welchen Sinn ergibt das, wenn der Ingenieur mit am Band steht? Vielleicht auch gleich noch der Einkauf, der Vertrieb, die Putzfrau und die Buchhaltung!?
Öhm, der Sinn wäre, Geld zu verdienen. Ich mein, wenn in der gesellschaftlichen Diskussion verlangt wird, das Arbeitslose Müll sammeln und Spargel stechen, dann gilt eben auch für Akademiker, dass sie sich ans Band stellen oder meinetwegen Schuhe putzen.
Wer das nicht will, muss langsam mal auf die Straße gehen, denn das ist die momentane Politik und dahin geht die Reise, ob man will oder nicht.
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Dass Bandarbeit niedere Arbeit wäre hast Du behauptet, es gibt auch Leute, die die Arbeitsleistungen anderer respektieren.
Mit Respekt kann man keine Rechnungen bezahlen-nichtmal im Rotlichtviertel.
Wenn du argumentierst, das Ingenieure vom Bandarbeitergehalt träumen, dann ist für dich Bandarbeit niedriger zu bewerten, als Ingenieurstätigkeiten. Deinen Respekt braucht am Band keiner.
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Ich verstehe übrigens nach Deiner Logik nicht, wieso es den Bandarbeiter im Gegensatz zum Ingenieur besonders qualifizieren und auszeichnen soll, dass er (mit Deinen Worten) "niedere Arbeit" verrichtet....
Das hab ich doch garnicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass Bandarbeitertätigkeiten für die Produktion weit wichtiger ist, als die Ingenieure bzw. das man mehr Bandarbeiter als Ingenieure braucht. Deshalb werden Bandarbeiter besser bezahlt, ganz einfach.
Das ist ja keine niedere Arbeit, hat aber das Image, darum gehts.
Und je unbeliebter eine Arbeit ist, desto besser muss sie bezahlt werden-Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.
Wenn jeder meint, Ingenieur werden zu müssen, sinkt die Vergütung. Wenn keiner ans Band will, weil das "keinen Sinn macht", dann steigt die Vergütung.
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Und dass es Ingenieure wie Sand am Meer gäbe ist Unsinn, offensichtlich kennst Du die Lage am Markt nicht, denn das Gegenteil ist der Fall.
Dann dürfte es ja keinen einzigen arbeitslosen Ingenieur geben in diesem Land. Die Ausbildung ist ja schließlich für alle gleich und einen Ingenieur frisch von der Uni kann einem gerade Arbeitslosen auch nicht so viel Erfahrung vorraushaben, dass man den Arbeitslosen lieber arbeitslos lässt und auf die große Ingenieursschwemme von den Unis wartet, die bald rüberschwappt.
Wenn jemand wirklich gebraucht wird, dann nimmt man, was man kriegt. Nach dem Krieg in schwierigen Wirtschaftszeiten hat man auch nicht gewartet, bis von irgendwo der Superabsolvent herkommt.
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Tut mir Leid, aber das hört sich für mich alles ein wenig danach an, dass Du glaubst, dass nur harte Arbeit "richtige" Arbeit sei..
Nein, ich bin nur der Meinung, dass harte Arbeit immer besser entlohnt werden muss, als Eierschaukeln im Büro. Den vom Eierschaukeln droht einem weder Krankheit noch Arbeitsunfähigkeit.
Und es geht eben nach der Wichtigkeit der Tätigkeit. Wie schonmal gesagt, 100 Ingenieure und 1 Bandarbeiter funktioniert nicht, umgekehrt aber schon.