Beiträge von herbert1960

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    Original geschrieben von Martin Reicher
    railjet hat natürlich ETCS, die Dostos die Regio bestellt hat aber nicht. Und es ging um den RE der über die NBS fährt mit 4 Dosto und 2 Vectron, nicht um Fernverkehr. Da ist die Strategie ganz klar, alles hochwertige durch ICE (4) zu ersetzen und das Basisangebot mit IC2 anzubieten.
    2 Lokomotiven mit 4 Wagen macht Spaß (kenne ich noch vom NIM), ist aber traktionstechnisch nicht notwendig.
    Ich würde den Nahverkehr eher von der NBS verbannen, er bremst uns auch auf 250 km/h aus, da er Zugbegegnungen mit 300 km/h nicht aushält... Aber das ist eben auch wieder ein Presigeobjekt von DB Regio Bayern...
    ...


    Der RE mit 4 DoSto und den 2 Lok's fährt nur alle 2h ein kurzes Stück (Niederfüllbach - Bamberg) über die Neubaustrecke. Evtl. fährt er bereits vor Bamberg wieder auf die alte Strecke, die ab Ebensfeld parallel läuft. Damit dürfte er den Fernverkehr kaum ausbremsen. In der anderen Stunde wird über Lichtenfels gefahren.
    Da die Strecke nur wenig Steigung hat, dürfte eine Lok ausreichen, aber dann müsste an den Endbahnhöfen jedes mal ab- und am anderen Ende wieder angekoppelt werden. Bei so einem Wetter wie heute, ist das bestimmt nicht die Lieblingsbeschäftigung der Lokführer. :rolleyes:

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    Original geschrieben von Martin Reicher
    Die Coburger Verbindungskurven sind extrem steil, vielleicht war mangelnde Antriebsleistung der Grund für die Umleitung. Kann schon mal vorkommen...


    Würde es Steuerwagen mit ETCS geben, hätte man diese sicherlich bestellt. So müssen eben zwei Vectron herhalten.
    Drehstromlokomotiven deren erster Vertreter die BR 120 war speisen Energie ins Netz zurück. Konnte das dein Auto vor 39 Jahren (Vorserie der BR 120 ab Baujahr 1979) auch schon? :D


    Vor 39 Jahren? Ich glaube, da bin ich noch Moped gefahren. :D
    Mein derzeitiges Auto habe ich erst seit 4 Jahren. ;)

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    Original geschrieben von iStephan
    Danke für diese Info, Herbert! Dem örtlichen Bürgermeister gebührt Respekt für diese Hartnäckigkeit. Es bleibt der Nachgeschmack, dass mit Weichen, Bahnsteigen und Verbindungskurven - die für ein funktionierendes Bahnsystem das Salz in der Suppe sind - aber sonst gegeizt wird.


    Eine Neubaustrecke, die nur mit Verrenkungen ins bisherige System passt und die Betriebsabwicklung komplizierter (z.b. Wendezug mit 2 Loks statt Steuerwagen) statt flexibler macht (z.b. Umleitungen bei Betriebsstörungen), macht nachdenklich. Insofern schließe ich mich der oben von Anja Terchova formulierten Kritik an.


    Der coburger Bürgermeister stand am Eröffnungstag zusammen mit ein paar Stadträten und zwei Sambatänzerinnen im Schneesturm am Bahnsteig und wollte mit dem ersten ICE, der in Coburg hält, fahren. Natürlich waren auch Pressevertreter dabei. Der ICE kam jedoch NICHT, sondern ist wg. technischer Probleme einfach auf der Neubaustrecke an Coburg vorbeigefahren. Er machte gute Mine zum bösen Spiel und sein Lächeln war irgendwie gequält. Die hämischen Kommentare auf der Internetseite der Zeitungen und z. B. facebook waren teils heftig. :D
    Ich vermute, dass die Steuerwagen des RE bald nachgerüstet werden, damit sie auf der Neubaustrecke ohne Signale eingesetzt werden können. Die Fahrt mit 2 Loks dürfte unwirtschaftlich sein, denn bei jedem Halt muss die größere Masse beschleunigt und gebremst werden. Kann eine E-Lok Rekuperation? Mein Auto kann das. :cool:

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    Original geschrieben von Martin Reicher
    Es gibt seit 1997 keinen Verkehr nach Probstzella mehr.
    Das würde das PRoblem aber auch nicht lösen, da der 1617 auch nicht nach Probstzella kommt.
    Züge über die Schnellfahrstrecke kommen weder nach Rödental noch nach Sonneberg/Thür. Wenn sie NICHT über Coburg fahren, kommen sie durch Rödental Bbf, aber das nutzt dir als Reisender nichts.


    Schau dir halt die Streckenkarte mal an... Link zu Openrailwaymap habe ich ja gepostet


    Die ICE-Strecke führt an Rödental über eine längere Brücke vorbei, aber man kommt nicht durch den Bhf. Rödental. Es wurde in den letzten Jahren auch mal diskutiert, hier einen Halt auf der Brücke einzurichten und dann mit einem Personenaufzug den Anschluß an die bisherige Strecke herzustellen. Ich weiß nicht, warum das nicht gemacht wurde, evtl. war es zu teuer oder es gab technische Probleme. :rolleyes:

    Re: Re: Re: Re: Re: Der falsch verstandene Wert von Pünktlichkeit!


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    Original geschrieben von Martin Reicher
    Was machst du bei Zügen die gar nicht mit Zugbegleitern besetzt sind? Im Nahverkehr nicht immer der Fall...
    Die Taxikosten kannst du dir - im berechtigten Fall - hinterher auch vom Servicecenter Fahrgastrechte erstatten lassen.


    Zum Zweiten: Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn mich Leute mit Smartphone in der Hand (und teilweise geöffnetem DB Navigator) nach irgendwelchen Verbindungen fragen. Man hilft ja gerne, die Verbindungen habe ich auch nicht im Kopf und müsste erst recherchieren. Aber warum können die Smartphone-Teenies nicht einfach selbst nachsehen?


    Ich hatte mal einen 20,-€ Gutschein von der DB wg. Taxikosten bekommen. Als ich den online einlösen wollte, ging das nicht. Meine E-Mail Anfrage hat ergeben, dass ich diesen Gutschein nur im Reisecenter der DB einlösen kann. Wenn ich damit einen ICE-Sparpreis buche, kostet das 10,-€ mehr. Toll. :mad: Ich habe den Gutschein dann für 18,-€ privat verkauft. :rolleyes:


    Die Smartphone-Generation ist schon etwas merkwürdig. Ich war öfters in Zügen unterwegs, die an einem bestimmten Bahnhof geteilt werden und dann in unterschiedliche Richtung weiterfahren. Fast jedes mal war einer im falschen Zug, da er nur auf's Smartphone schaut. Interessant wird das, wenn es abends der letzte Zug ist. Im Postillion stand mal, dass die Fußgängerampeln zukünftig auch in der Straße angebracht werden, damit die Smartphone-Nutzer diese auch sehen. :D
    Ich weiß, den Postillion kann man nicht ernst nehmen, aber manchmal haben die schon interessante und lustige Berichte. :cool:


    Info:
    In Coburg halten derzeit Mo. - Fr. 3 ICE je Richtung (früh, mittags und abends), Am Sa. (früh und mittags), am So. (mittags und abends) je ein ICE pro Richtung. Die neugebaute ICE Strecke fürt natürlich zweigleisig an Coburg vorbei und kann m. W. bis zu 300Km/h befahren werden. Die ICE, die in Coburg halten, fahren über eine eingleisige Einschleifung z. T. auf der alten Strecke nach Coburg. Deshalb haben diese ICE ca. 12 Min. Fahrzeitverlängerung als ohne diesen Halt. Es hat die lokalen Politiker und den coburger OB einiges an Überzeugungskraft gekostet, diesen Halt zu erreichen. Die Bahnsteige wurden verlängert und Aufzüge eingebaut. Letztes Jahr standen sehr oft Artikel zu diesem Thema in der örtlichen Tageszeitung. Die DB würde am liebsten gar nicht in Coburg halten. Bisher wurde der ICE Halt in Coburg gut angenommen. Die Einschleifung Richtung Bamberg wird auch genutzt um mit RE Zügen direkt von Coburg nach Bamberg (ohne Halt in Lichtenfels) zu fahren. Dazu werden 4 DoSto-Wagen eingesetzt. An beiden Enden ist eine Lok, denn auf der Neubaustrecke gibt es keine Signale mehr und die (älteren) Steuerwagen können das anscheinend nicht. Richtung Erfurt fahren keine RE auf der Neubaustrecke, denn das ist anscheinend (politisch) nicht gewollt.
    Wenn man z. B. von Rödental oder Coburg nach Erfurt fahren möchte, muss man zu bestimmten Tageszeiten über Bamberg fahren und dort umsteigen. Trotz dieses Umweges ist das die schnellste Verbindung.

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    Original geschrieben von iStephan
    Danke!
    Die Anschlußzüge wären nach heutigem Fahrplan (und o.g. ICE 1617) der RE 59384 um 22:17 Ri. Sonneberg / Rödental und 23:32 der RE 59396. Wenn die Leitstelle absehen kann, dass der erste Anschlußzug nicht erreichbar ist und der zweite ausfällt, hätte sie durchaus die Umsteiger im ICE ausrufen können und einen ausserplanmässigen Halt in Rödental ( oder Sonneberg ..) einlegen können. Das hilft deinem Bekannten natürlich nachträglich nur bedingt, was ich da farbenprächtig ausmale. ;)


    Evtl. war es zum Zeitpunkt der Ankunft in Coburg noch nicht bekannt, dass der nächste Zug Richtung Sonneberg ausfällt und damit fast 2h Wartezeit anfallen. :rolleyes:

    Re: Re: Re: Der falsch verstandene Wert von Pünktlichkeit!


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    Original geschrieben von mumpel
    Du hast nicht wirklich Ahnung von Fahrplänen. Diese 1-2 Minuten können mehrere Minuten für andere Züge ausmachen. Denn wenn Du Deinen Anschlußzug warten lassen möchtest und dessen Anschlußzüge dann auch wieder dann hätten alle Züge jeden Tag Verspätung. Oder Du verstopfst die Trassen. Jede Verspätung hat Auswirkung auf mehrere Züge und Strecken. Man kann also nicht jeden Zug warten lassen. Und man muss auch unterscheiden zwischen Privatbahnen und der DB. Wenn die Privatbahn nicht warten möchte dann wartet sie eben nicht. Du musst den Fahrplan global sehen, und nicht nur auf die Strecken schauen auf denen Du mitfährst.



    Das würde ich bei Dir und manchen anderen hier aus dem Forum auch machen. Hätte nämlich keine Lust auf ewig lange Diskussionen, und auf die Nase möchte ich auch keine haben.


    Ich habe schon etwas Ahnung, denn ich habe mal Fahrgastzählung/Fahrgastbefragung für die DB gemacht. Obwohl ich bei einer privaten Firma und nicht bei der DB beschäftigt war, haben mir die Lokführer und Zugbegleiter mehr gesagt, als den Fahrgästen.
    Mir ist schon klar, dass sich Verspätungen aufsummieren, wenn man einen Zug auf Anschlußreisende warten lässt. Es gibt aber Züge, die fahrplanmäßig in bestimmten größeren Bahnhöfen eine Wartezeit von 5-10 Min. haben. Wenn so ein Zug verspätet ankommt, verkürzt man einfach diese Wartezeit und der Zug ist wieder planmäßig. Wenn es abends der letzte Zug ist, ist die Verspätung von ein paar Minuten am Endbahnhof auch kein Problem, denn dann fährt meist kein Zug mehr weiter und der Zug selbst wird erst wieder am nächsten Morgen benötigt.
    Ich benötige den Zugbegleiter nicht um meinen Frust abzulassen, sondern damit er mir evtl. einen Taxigutschein gibt oder eine andere Reisemöglichkeit sagt. :rolleyes: