Früher gab es eine Nachschusspflicht für die Anteile, die zum Eigenkapital gezählt wurde. Da diese Ende 2019 für alle Genossenschaftsbanken abgeschafft wird, brauchen die mehr Eigenkapital. Das dürfte ein Grund sein, warum man jetzt mehr Anteile kaufen kann.
Die Sparda Nürnberg hat jetzt auch die Anteile von max. 520 € auf max 5148 € erhöht. Die Dividende beträgt jedoch nur noch 2%, früher waren das 5,4%. Die Kosten fürs Giro wurden auch immer wieder erhöht. Giros ohne Gehaltseingang kosten jetzt ca. 3 € mtl. und die Girokarte kostet überteuerte 12,-€ p. a., die man jedoch zurückbekommt, wenn man min. 100 mal pro Jahr bei einem Händler damit bezahlt. Früher genügten 50 Händlerzahlungen p. a.
Es gibt sogar Genossenschaften, die bis 10k Anteile zulassen, aber nur 1,5% Dividende in Aussicht stellen (PSD Braunschweig). Das ist für das Risiko etwas zu wenig.
Sicherlich macht die Niedrigzinsphase allen Banken zu schaffen, aber einige Probleme sind hausgemacht. Einige VR-Banken haben auf ihrer Internetseite nur schwammige und ungenaue Angaben zu den Konditionen. Anscheinend wurde die Seite von einem Praktikanten erstellt. Der Kunde soll angeblich in die Filiale zu seinem "Berater" kommen. Ich denke schon, dass der Kunde selbst entscheiden kann, ob und wie er die Bank nutzt.
Mir ist es vor einem halben Jahr passiert, dass eine VR-Bank meine Anteile gekündigt hat, weil ich mich nicht nötigen ließ, ein teures Online-Girokonto (2,90€ mtl., +5 € Girokarte p. a.) dort zu eröffnen. Ich war 30 Jahre dort Mitglied. Anscheinend haben die zu viel Eigenkapital. Die Dividende wurde immer wieder auf zuletzt 2,5% gesenkt. Die Gehälter der Nieten in Nadelstreifen bzw. Vorstände wurde natürlich nicht gesenkt. :mad: