Alles anzeigenVodafone Deutschland hängt entscheidend am Tropf der englischen Zentrale.
Vodafone müsste
- den Vertriebsdruck rausnehmen
- viele Shops müssten geschlossen werden (weil fair kaum rentabel)
- die restlichen Shops müssten eine Grundvergütung erhalten, rein für ihre Existenz - ohne eine einzige Karte verkauft zu haben - damit die Leute dort beraten und helfen können, ohne laufend neue Dinge verkaufen zu müssen.
Das ist für die Kostenrechner (Betriebswirtschaftler) in London schon einmal ein erster Alptraum.
Vodafone müsste den Netzausbau massiv forcieren, was schwierig ist, da es Standorte, Genehmigungen und Geld für die Technik braucht und Widerstände vor Ort gibt, die zwar Netz wollen, aber keine Antennen. Der Netzausbau in der Provinz kostet erst einmal viel Geld und bringt erst einmal keinen Return, bis die Kunden merken, hey die sind besser, da kann ich (wieder) hin, dauert es - für die Kostenrechner viel zu lange.
Andere Modelle wie MOCN, Codesharing, Radiosharing werden nur zögerlich angenommen, weil der Big Player T natürlich mit dem Argument ("Wir sind und haben das beste Netz") seine gefühlt höheren Preise begründen muss und will.
Vodafone müsste sein Festnetz (Koaxkabel) komplett gegen Glasfaser austauschen. Das ist ein Mega-Projekt mit Unwägbarkeiten, von Hausverwaltungen, die keine Lust haben, die nix zahlen wollen, über Kunden, die von Koaxkabel "bedient" sind und da weg wollen...
Also Vodafone Deutschland verkaufen?
Im Stück oder in Scheiben?
1&1 könnte Spaß am VF-Netz haben, aber die werden sich das genau anschauen und gewiss nicht den Preis zahlen, den London sich vorstellt.
Die Vodafone-Kundenbasis? Die könnte man unter den restlichen Drei Netzbetreibern (T, o2, 1&1) aufteilen, aber da würde die EU / Kartellamt etc. sofort ein Auge drauf werfen und "Halt" rufen.
Egal: Mittelfristig wird sich einiges ändern (müssen).
Wenn Niel (free) oder Drahi (Altice) bei VF.de einsteigen, wird sich IMHO wenig bessern, weil die sofort die Axt an die Kostenstruktur legen würden, d.h. noch radikalere Auslagerung aller Kostenfaktoren, d.h. noch mehr Kosten- und Verkaufsdruck, vielleicht auch sinkende Preise bei dann absolut Null Service. Das mögen Sparfüchse cool finden, bis es irgendwo hakt.
Wer sehen will, wie effizient man Prozesse stricken kann, sollte sich die Drillisch Marken (1&1) anschauen. Die Abläufe sind dort durchgetaktet und perfekt organisiert, bis ins Detail. Sonderwünsche? Fragen? Besser nicht.
Modelle wie eine "Deutsche Netz AG" (die ein bundesweites flächendeckendes Netz aufbaut, betreibt und pflegt und an alle Anbieter vermietet) wurden diskutiert, aber verworfen, weil das Risiko einer schlafmützigen Superbehörde (AKA "Bundespost 2.0") sehr hoch wäre.
Modelle, die Zahl der Netze auf 2 maximal 3 zu begrenzen, wäre IMHO sinnvoll, aber auch hier müsste es eine aktive Kontrollinstanz geben, die penibel drauf achtet, dass sich diese Unternehmen nicht zurücklehnen, nix mehr tun und nur die Preise erhöhen und den Service drosseln.
In den USA (300 Mio Leute) gibt es 3 (drei) große Mobilfunkanbieter.
in Europa (300 Mio Leute) gibt es grob 100 (einhundert) Mobilfunkanbieter.
Kostenrechner finden das - unvorteilhaft.
Guten Morgen ,ich als Shop-Betreiber kann mir bis heute nicht erklären warum man keine Grundvergütung wie bei der Versicherungsbranche oder ähnliches erhält.Das System wo man etliche Euros verdient hat ist längst vorbei .Ein Umdenken muss hier passieren sonst sehe ich schwarz für die Branche.Es wird in 10 Jahren spätestens wie die Reisebüros enden wovon man auch kaum welche mehr sieht .