Beiträge von Applied

    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Warum bestellst Du Dinge, und widerrufst, ohne den bestellten Artikel gesehen zu haben? Normal ist das nicht.


    Ist es auch nicht. ;)


    Ein "Standardprodukt" war zwar als "nicht lagernd" im Webshop gekennzeichnet. Ich gehe dann allerdings davon aus, dass dieses für den Kunden beim Lieferanten bestellt und wird. Das kann auch schon mal ein paar Tage bis Wochen dauern. Da ich allerdings später aufgrund eines Defekts dringend ein solches Produkte bei mir austauschen musste und nicht länger warten konnte, habe ich nach 7 Wochen (ohne Lieferung oder Information) dann allerdings widerrufen.


    Ich bestelle sicher im Schnitt mehrmals im Monat was online. Das war jetzt mein erster und einziger Widerruf in den letzten 15 Jahren (mal abgesehen von unpassenden Schuhen/Kleidern und zwei Fällen defekt erhaltener Hardware). In diesem Falle habe ich den Händler auch umgehend in Kenntnis gesetzt, er hätte das Paket ja nicht versenden müssen.



    PS: Ich hab auch Verständnis dafür, dass das für Händler unangenehm ist. Bin auch nicht unbedingt "Fan" des Widerrufsrechts. Ich denke, "informierte" Besteller wie ich bezahlen da letztendlich das Zurückschicken der anderen "fauleren und dümmeren" mit. Damit will ich nun sicher nicht sagen, dass ich auf jedem Gebiet der grosser "Checker" sei, der super informiert st. Aber Dinge, bei denen ich nicht genau genug weiss, was ich will, bzw. mich nicht gut genug auskenne, bestelle ich grundsätzlich nicht im Internet.

    So, kurzes Update:


    Die Rückantwort des Gerichtsvollziehers (oder der Post?) liess etwas länger (bis heute) auf sich warten. Dies ist aber nicht schlimm, schliesslich läuft meine der Firma gesetzte Frist zur Rückzahlung erst heute ab. Und die Hauptsache ist ohnehin: Die Zustellung war speditiv und fristwahrend. 27. April habe ich mein Schreiben an die Gerichtsvollzieher-Versteilerstelle des zuständigen Amtsgerichts gesendet (glaube, ich hätte in diesem Falle auch ein anderes nehmen können?). Am 2. Mai wurde das Schreiben gemäss Postzustellungsurkunde zugestellt.


    Meine Kontaktaufnahmen vom


    - 9. April (E-Mail an im Widerrufsformular angegebene Adresse)
    - 20. April (Einschreiben gegen Unterschrift konnte mangels Abholung nicht zugestellt werden)
    - 27. April (per Gerichtsvollzieher/PZU am 2. Mai zugestellt)
    - 5. Mai (Einwurfeinschreiben zugestellt am 7. Mai)


    sind offenbar spurlos an dieser Firma vorbeigegangen.
    Kein Geld, kein Kontakt.


    Dafür erhielt ich nach Rückgang des Pakets letzten Freitag (8. Mai) und Mittwoch 13. Mai) per Email zweimal die Nachfrage, warum ich für das Paket die Annahme verweigert hätte.


    Dies bestätigt mich in meiner Annahme, dass die Einschaltung des Gerichtsvollziehers nicht so verkehrt war. Die Zustellungszeit von total 4 Werktagen "von Briefkasten zu Briefkasten" (ich zur Post, Post zum Gericht, Gericht zum Gerichtsvollzieher, Gerichtsvollzieher zur Post, Post zum Empfänger) und die Kosten in Höhe von rund 10 EUR (Standardbrief zum Gericht zzgl. 9,45 EUR für die Dienste des Gerichtsvollziehers) halten sich für meine Begriffe im Rahmen.


    Ich werde diese Dienstleistung - oder muss ich es vielmehr "Amtshandeln" nennen? - zukünftig sicher nicht regelmässig, sondern nur im Notfall in Anspruch nehmen müssen... hoffe ich. Für hartnäckigere bzw. schwierigere Fälle, scheint es mir allerdings eine rechtssichere Lösung zu sein. Sicherlich besser, als "zig" Mails zu schreiben bzw. herumzutelefonieren.

    Re: Re: Übertrag zur DAB


    Zitat

    Original geschrieben von Louvain
    da die ausländische KAG innerhalb einer Vier-Monats-FRist nach Geschäftsjahresende gezwungen ist, die steuerlichen Daten zu melden


    offtopic: Gehe ich richtig in der Annahme, dass sich dieser "Zwang" zur fristgemässen Steuerdatenmeldung (nur) aufgrund der Vertriebszulassung für Deutschland ergibt?

    Zitat

    Original geschrieben von shelter
    Und jeder Streik befeuert das System mehr, sich nach Alternativen umzuschauen


    Zumal, wenn sie es einem noch schmackhaft machen. Heutiges Mail von Deinbus:



    "Jetzt für den nächsten Streik gewappnet sein!
    Womöglich wird das nicht der letzte Streik bei der Bahn gewesen sein, buche deshalb lieber gleich den Bus!
    Bis Sonntag, 10. Mai 2015, sparst Du 20% auf alle Deine Fahrten im Juni! Einfach Gutschein WESELSKY online einlösen und noch günstiger reisen."

    Zitat

    Original geschrieben von iAcer
    Da müsste im Laufe des Jahres noch einiges kommen.
    Dauert leider alles ...


    Wieso leider?


    Ich meine... der Benefit für die Anbieter ist ja klar: Die Instant-Messenging-Funktion wird nutzungsabhängig monetisiert. Für die Nutzer hingegen sehe ich keinen wirklichen Benefit im Vergleich zu bestehenden IM-Applikationen. Das System ist teuer, kompliziert, und nur gerätesabhängig sowieso netzbetreiberabhängig unterstützt.


    Kurz: Für den Kunden einfach ein Albtraum.
    Der Threadtitel sagt alles.


    Zitat

    Original geschrieben von tue
    Was sehr schnell vergessen wird, weil es bisher kulanterweise zugelassen wurde:


    Viele Tarifanbieter untersagen im Kleingedruckten die Nutzung von Instant Messenger im Rahmen der Internetflat.
    Will man nur ein kostenpflichtiges Modell implementieren, kann man locker sich auf Bedingungen berufen und die Nutzung von Whatsapp & Co. unterbinden.


    Technisch kann man es vielleicht (in Massen) unterbinden, vertraglich gesehen vielleicht auch. De facto glaube ich aber nicht mehr wirklich dran. Der Zug ist m.E. abgefahren, aufgrund der Öffentlichkeitswirksamkeit. Zugegeben, wenn beispielsweise die Telekom VoIP blockiert oder ein Anbieter exotische Ports sperrt, dann juckt das ein paar Freaks in irgendwelchen Internetforen...


    Aber der Provider, der beispielsweise Whatsapp sperrt, darf sich vermutlich auf einen Shitstorm sondergleichen gefasst machen. Das hat, zumindest an einem lauen Nachrichtentag, m.E. sogar Potential für einen AUfreger auf der Startseite der Bildzeitung. Und letztendlich dürfte das (hoffentlich!) auch dementsprechende Kundenabwanderung zur Folge haben. Während sich andere, "aufnehmende" Provider ins Fäustchen lachen werden. Und wenn alle drei Netzbetreiber das in kollusivem Zusammenwirken sperren, dürften sich möglicherweise auch die Kartellbehörden dafür interessieren.

    Zitat

    Original geschrieben von FRANKFURT
    ABER: Die Wohnungen sind mit Rauchmeldern ausgestattet (sehr wichtig :rolleyes: )


    Das ist tatsächlich insofern "sehr wichtig", als dass diese mittlerweile in den allermeisten Bundesländern - und so bspw. auch in Hessen - rechtlich vorgeschrieben sind. ;)

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    Original geschrieben von little-endian
    Weil es exakt derselbe Vorgang ist?


    Es ist doch gleichgültig, ob ich etwas bargeldlos bei einem Händler zahle oder bei einem Automaten Geld abhebe


    Eben nicht.


    Je nachdem wird das zu unterschiedlichen Gebühren über unterschiedliche Settlement-Systeme mit unterschiedlicher Zeitdauer gebucht. Ganz zu schweigen vom Unterschied zwischen unterschriftsbasierenden und PIN-Transaktionen (vgl. bspw. die Hinweise von MasterCard bzgl. der unterschiedlichen Dauer von "single message" und "dual message"), wobei gerade bei der Advanzia-Karte ja Transaktionen am Bankomaten de facto "immer" mit PIN gebucht werden dürften - Kauftransaktionen in Läden oder bei Dienstleistern dagegen "fast immer" per Unterschrift.


    Zugegeben, das ist eine eher technische Unterscheidung - deine "Nicht-Unterscheidung" beruht eher auf deinem Vertragsverständnis mit der Bank, denke ich.

    Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Edit:
    Ich habs eben nachgeschaut:
    Die Kosten für meinen Vorschlag sind nur ein paar Euro günstiger bei deutlich höheren Aufwand und somit ist der Gerichtsvollzieher die bessere Alternative.


    Hatte das auch überlegt, und war am Rätseln, ob die PZU einfach ein "unbekanntes" Produkt ist - oder eines, das wirklich nur Behörden zusteht. Schlussendlich war's mir den Aufwand nicht wert.

    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Warum gibt man denen nicht einfach mal etwas Zeit zum Gestalten!?


    Weil sie schlicht und einfach das Geld nicht haben, um auch nur irgendwas "gestalten" zu können!


    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    2. Ein Bankrott des Landes führt zum Totalausfall aller Kredite


    Wieso sollte es?
    Sie können die Kredite ja nur teilweise nicht bedienen.
    Das ist nicht unüblich.


    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    die teuerste aller Varianten


    Nö.


    Die (potentiell) noch teuerere Variante ist, wenn man den Griechen nun nochmehr Kredite gibt, und den fälligen Staatsbankrott damit nur noch weiter hinauszögert und aufbläht.


    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Viel mehr Schaden als bisher kann doch gar nicht mehr angerichtet werden


    Doch, natürlich. Wie schon gesagt: Indem man das Schuldenvolumen bis zum fälligen Staatsbankrott immer weiter aufbläht.

    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Das ist unbestritten hat aber zunächst nichts mit der Stärke der Währung zu tun.


    Natürlich hat es was mit der Stärke der Währung zu tun.
    Die Reallöhne ergeben sich aus Nominallöhnen und (steigenden bzw. gestiegenen!) Verbraucherpreisen.

    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Das erklärt, warum DE ein Niedriglohn-Land geworden ist und 25% der Arbeitnehmer in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind.


    Das ist vor allem eine politische Kampfparole.

    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Dann erkläre bitte, was an folgender Aussage falsch ist:
    Eine schwache Währung macht Export-Produkte für stärkere Währungen billiger oder (bei unverändertem Verkaufspreis) den Gewinn größer. Sinkt gleichzeitig der Preis der Rohstoffe um den Abwertungssatz der Währung (wie aktuell), wird der gesamte Kursrückgang zum Gewinn.


    Drehen wir das Spiel doch um:
    Eine starke Währung macht Rohstoffimporte billiger und bei unverändertem Verkaufspreis somit den Gewinn grösser. Bleibt der Preis gleich, wird die Aufwertung der Währung zum Gewinn.


    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Eine schwache Währung macht Export-Produkte für stärkere Währungen billiger oder (bei unverändertem Verkaufspreis) den Gewinn größer. Sinkt gleichzeitig der Preis der Rohstoffe um den Abwertungssatz der Währung (wie aktuell), wird der gesamte Kursrückgang zum Gewinn.

    Es ist nicht weniger “falsch” als vielmehr zu kurz gedacht.
    Die Prämisse ist das Problem:


    Warum sollen die Rohstoffpreise sinken - und wie lange noch?


    Der sinkende Wert des EUROs verteuert ceteris paribus ja gerade den Einkauf von Rohstoffen!

    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Das hat niemand bestritten. Es muss aber eben auch jemand im gleichen Moment Schulden in gleicher Höhe aufnehmen

    Ein Unternehmen nimmt einen Kredit auf - es macht Schulden.
    Damit kauft es eine Maschine und produziert Waren.
    Die Waren verkauft es gegen Geld.
    Von dem eingenommenen Geld zahlt es den Kredit für die Maschine zurück.
    Die Maschine existiert aber als Kapitalstock immer noch.


    Wo haben sich da jetzt die Schulden erhöht?