Bestünde seitens der Netzbetreiber nicht die Möglicheit, eine Massen-SMS an alle Geräte zu schicken, die in Sendeanlagen der gefährdeten Region eingebucht sind?
Massen-SMS bieten die Gefahr der Überlastung und sind daher nicht geeignet, schnell eine große Zahl an Leuten zu benachrichtigen.
SMS kann jeder empfangen, während Cell-Broadcast auf vielen Geräten erst aktiviert werden müsste.
Da die Geräte nicht nur für den Verkauf in Deutschland entwickelt werden und in vielen Ländern der Versand von "Alerts" per Cell-Broadcast verpflichtend ist, gehe ich davon aus, dass das beim Großteil der Geräte "ab Werk" aktiviert ist.
Aufgrund der Diskussion rund um Cell Broadcasts habe ich in der Familie, bei Nachbarn und Kollegen in den letzten Tagen immer mal nachgefragt, ob ich schnell nachsehen kann: Bei allen Geräten, die mir untergekommen sind, war es (ohne zutun der Nutzer) aktiviert.
Wie gesagt: Es handelt sich um eine Funktion, die schon "Uralt"-Geräte zu 2G-only-Zeiten unterstützten, die in vielen Ländern verpflichtend ist, die die Netze "ab Werk" können. Es gibt keinen Grund da länger zu diskutieren, ob das sinnvoll ist. Das gehört einfach gemacht.
Ja, man wird damit nicht jeden erreichen, weil manche Leute ihre Geräte Nachts ausschalten oder nicht hören, aber die empfangen bzw. hören dann auch keine SMS und keine Nina-Warnmeldung. Hier muss man sich einfach in der Nachbarschaft im Katastrophenfall gegenseitig "absichern".