Aber dann müsste dies doch theoretisch bei jedem Anbieter möglich sein, oder? Wenn das Gesetz die 30 Tage vorschreibt, wird man die alte überschriebene Nummer ja auch immer Portieren können oder habe ich hier einen Denkfehler?
Ich denke, der "Denkfehler" ist, zu denken, es würde bei LIDL Connect eine Nummer "überschrieben". Genau das passiert ja eben überhaupt nicht.
Was passiert technisch bei der "nachträglichen Portierung" auf den laufenden (Prepaid-)Vertrag von LIDL Connect?
Man bekommt eine neue SIM, dort wird die importierte Nummer aktiviert. Die SIM hat ein Startguthaben von 10€, so wie eine regulär gekaufte.
Dann wird mit Verzögerung Bonusguthaben aufgebucht und schließlich das Restguthaben der alten SIM umgebucht.
Fast vergessen: Der Tarifstatus wird "gedoppelt".
Derweil laufen für einige Zeit beide SIMs und Nummern parallel!
Auf Wunsch kann die Nutzung der "alten" SIM und Nummer sogar 4 Wochen verlängert werden!
Fazit: Es sind 2 separate Anschlüsse! Diese hängen zwar vertraglich zusammen, sind technisch aber völlig unabhängig voneinander.
PS: Trotzdem könnest du Recht haben, das es bei überschriebenen Nummern rechtlich ermöglicht werden müsste, oder auch wird.
Aber bei LIDL Connct sind es ja eher technische Gründe, die es ermöglichen. Daraus kann man mMn leider keine Rückschlüsse auf tatsächlich Nummern "überschreibende" Betreiber ziehen.