Zur Fangschaltung:
Zitat
Nachdem die Fangschaltung durchgeführt worden ist, werden dem Antragsteller die Rufnummern, Namen und Anschriften der Inhaber der „gefangenen“ Anschlüsse sowie Datum und Uhrzeit der Verbindungen mitgeteilt. Zuvor muss der Betroffene die fraglichen Verbindungen jedoch nach Datum und Uhrzeit oder anderen geeigneten Kriterien eingrenzen. Damit soll ein Missbrauch des Fangschaltungsverfahrens ausgeschlossen werden.
Quelle: BfDI
Also das klingt nicht nach Echtzeitinfos auf dem Display. Und zulässig ist es als profilaktische Maßnahme auch nicht.
Ich denke es ist ein mehr ein (zwischen-)menschliches Problem.
Mit Technik ist das nur sehr schwer zu lösen. Im Alleingang gar nicht, leider.
Zum Rückrufcheck, da würde ich noch anmerken wollen, dass dieser eher gefährlich ist.
Weil er 1. ein falsches Sicherheitsgefühl gibt. (Und wie bereits dargelegt, das auch noch gezielt ausgenutzt werden kann.)
Und auch weil es andersherum unbegründet Misstrauen erzeugen kann.
Je nach dem welches Ergebnis er liefert.
Es gibt (zumindest bei uns in NRW, aber sicher auch in anderen Ländern) Informationsveranstaltungen der Kripo. Dort werden Bürger über solche Gefahren aufgeklärt und sensibilisiert.
Über Polizei- und Enkeltrick, Trickdiebe die als Stadtwerke Mitarbeiter zu Besuch kommen, usw.
Dass die Bank nicht die Scheckkarte prüft kommt und nach der PIN fragt, oder die Polizei nicht anruft oder persönlich anspricht und auffordert Geld oder Wertgegenstände auszuhändigen.
Falsch angezeigte Rufnummern sind eigentlich noch nicht mal das Kernproblem. Die angezeigte Nr. kann ja auch die tatsächliche Quelle des Anrufs sein, aber dennoch nicht die Nr. der/desjenigen, für den sich der Anrufer am Telefon ausgibt.)
Das Bewusstsein, dass man nicht alles und jedem zu 100% vertrauen kann, und wenn einem etwas ungewöhnlich vorkommt man lieber zurückrufen sollte. Aber nicht unbedingt die angezeigte Nr., sondern die 'Richtige'. Entweder die einem selbst bekannte Nr., oder aus dem Telefonbuch (gedruckt oder elektronisch) oder einer anderen zuverlässigen Quelle.
Apropos Telefonbuch, als Privatperson nicht drin zu stehen, oder zumindest ohne die Straßenanschrift als Kompromiss, erschwert es Betrügern auch. Es fällt schwer als Enkel einen Geldabhol-Boten vorbeizuschicken, wenn die Anschrift nicht im Telefonbuch steht. Man müsste nachfragen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass einer doch noch misstrauisch wird und den Braten riecht.
Auch wenn es nicht die gewünschte Lösung ist, ich hoffe dass Dir die Infos und Denkanstöße hilfreich sind.