CO2? Wer sich da Sorgen macht, bitte nach Ausatmen in Luftröhre, Nase/Mund/Rachenraum ein Vakuum herstellen. Ach das geht nicht?
Im Ernst, das CO2 'Argument' kann eigentlich kaum was anderes sein als nur ein ziemlich plumper Versuch, Kritiker als komplette Vollidioten hinzustellen.
Nach dem Motto: "Wollt ihr die totaaaaaaaaale Polarisierung?"
Zu allem Überfluss gibts dann auch noch Leute die glauben echt einfach allen Unsinn, Hauptsache es ist bei YT. Weil YT zeigt die absolute Wahrheit. Jedenfalls wenn man mit positiver Energie geladene Kristallsteine auf den WIFi-Router legt... oder so ähnlich. Oder waren das Aufkleber?
Zum (leidigen) Thema Masken
So richtig Interessant wird es mit den Masken draußen bei Regenwetter, insbes. als Allwetter-Fahrradfahrer. Der Schönwettersommer neigt sich ja langsam aber sicher dem Ende zu.
Ich sehe es als das Worst Case Szenario der Coronamaßnahmenkategorie 'Allgemeine Maskenpflicht' an. Wenn man nicht gerade kräftigen Rückenwind hat, und um das Problem nicht unnötig zu verkomplizieren zur Vereinfachung mal Windstille angenommen, dann schlagen die Regentropfen ja in der Horizontalen betrachtet mit Fahrgeschwindigkeit auf die Maske, die Vertikale mal außen vor, weil diese für die eingefangene Regenmenge eher unerheblich ist. Bei 15-20 km/h ist die Maske je nach Regenstärke dann doch von in unter 1 Minute bis in spätestens nach 5 Minuten triefend nass.
Um das Problem, das durch eine nasse Maske entsteht selbst nachzuvollziehen zu können: Maske in Wasser eintauchen und aufsetzen. Blumensprüher zum Nachfeuchten benutzen.
Als Nieselregensimulation den Blumensprüher solo benutzen. (Reihenfolge umgekehrt spart eine Maske, bzw. zwischenzeitliches Trocknen.)
Mit zunehmender Durchnässung steigt der Atemwiderstand an. Ab einem gewissen Punkt bekommt man beim Einatmen unweigerlich Suppe mit Waschmittelgeschmack in den Mund. Aber man kann dem entgegen wirken, indem man kräftig ausatmet. Dabei wird die Maske etwas entfeuchtet, wobei man einen Sprühnebel vorn aus der Maske heraus pustet.
Also wenn da jemand eine Lösungsidee hat...
Aber nach Sinn oder Unsinn derartiger Regeln, die diese Überlegungen notwendig machen, danach frage ich hier erst gar nicht. Pflicht ist Pflicht, wenn es denn so kommt.
In Brüssel lief es mit der Maskenpflicht für Radler im übrigen so:
https://brf.be/national/1404150/
Maske muss nur noch dort auf, wo die Abstandsregeln nicht einhaltbar sind.
Man merke, dort gibt es wohl neben etwas Vernunft auch eine Art Fahrradlobby.
Aber Deutschland ist Autoland.
Von daher halte ich es für äußerst unwahrscheinlich, dass es für Radfahrer nach Brüsseler Vorbild gelöst würde. Man würde die Maskenpflicht vermutlich eher gerne als Lenkung in Richtung PKW und ÖPNV (mit)nutzen. Wäre ja auch eine echt elegante Möglichkeit der Absatzförderung für die Autoindustrie einerseits, und Einnahmeerhöhung für den Nahverkehr andererseits. Das sind ja momentan 2 Problemfelder. Zu Null direkten Kosten. Und die zusätzliche Mineralölsteuer nicht zu vergessen! Ein finanzielles Win-win-win. Bußgeldbewehrt ginge sogar ein 4-fach Win.
Das könnte sogar noch durch eine Motorfahrzeug/ÖPNV-Nutzungspflicht für alle Distanzen ab 500m, was defacto ein weitgehendes Radfahr- und Fußgehverbot wäre, getoppt werden. Natürlich alles nur wegen Corona. Begründung: Maskenpflicht auf der Straße kann nur schlecht kontrolliert werden. Im ÖPNV ist das effizienter möglich, weil die Leute dichter beieinander sind, und das Kontrollpersonal so in gleicher Zeit viel mehr Kontrollen durchführen kann.
Kritik, das die Konzentrierung der Menschen von den Fahrrädern und Fußwegen in den ÖPNV hinein ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringen könnte, schlägt man dadurch tot, dass man sagt, dass man sich als Radfahrer auf abgelegenen, einsamen und schlecht kontrollierbaren Wegen zufällig zu einem Schwätzchen mit einem Bekannten treffen könnte, und in dieser Situation eine Kontrolle der Maskenpflicht kaum möglich wäre, im Gegensatz zum ÖPNV. Dass es keinen Beweis für einen 100%-igen Schutz durch Masken (im ÖPNV) gibt, wird einfach als Verschwörungstheorie von Idioten abgetan. Fertig.
Oder auf die Spitze getrieben, könnte man behaupten Radfahrer wären eh nur deshalb mit dem Rad unterwegs, um sich zu heimlichen Coronapartys zu treffen. Denn niemand nutzt ein Fahrrad zum primären Zweck als Fortbewegungsmittel. Denn der ÖPNV wird mit xxx Mio. Euro gefördert, hat dadurch den besten Ausbau aller Zeiten, und ist das beste, bequemste und sicherste Verkehrsmittel was es gibt. Niemand würde freiwillig darauf verzichten und stattdessen ein im Vergleich billiges und daher minderwertiges Rad benutzen wollen, daher kann es nur ein Vorwand sein. Beweis: Eddi K. aus S. hat sich mit 2 Freunden zur Coronaparty im Wald getroffen, alle kamen mit dem Rad. Leute die anders behaupten sind Covidioten.
(Ich sollte Lizenzgebühren für diese (Totschlags-)argumentationen verlangen.)