Also schön zur Arbeit rennen? Wie ich solche Leute mag...
Nichts dagegen tun = Nichts tun! Und derweil mein Immunsystem machen lassen.
Aber weder Antibiotika noch Globuli, Gesundbeten, täglich 5 Dosen a 1000mg Vitamin C, Bachblüten, Kristalle mit positiven Energien oder ähnliches, und auch keine "geheimen", nur innerhalb der Familie tradierten Rituale.
Aber infektiös zur Arbeit? - Ganz sicher nicht!
Und im Moment geht man davon aus, dass Masken einen Beitrag leisten können. Nicht 100%ig aber dennoch zu einem merklichen Teil.
1) es geht um den Zwang, etwas tun zu müssen
2) oder alles Sinnvolle schon von anderen getan wurde
Zwei markante Textstellen.
Bedeutet das jetzt, dass Du deshalb nichts tun möchtest, weil andere schon etwas tun (und deshalb gerne raus aus der Nummer wärst) oder weil Du in die Pflicht genommen wirst, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen und deshalb selbst etwas tun sollst?
Die ganzen Argumente sind meiner Meinung nach doch sehr theoretisch.
Da ist etwas durcheinander gekommen...
Theoretisch, ja, ist ja auch Theorie. Und zwar darüber, wie es kommt, dass lokale Behörden über die Verordnungen hinausgehend ihr "eigenes Ding" machen, bzw. vom Chef (Oberbürgermeister) angewiesen werden.
Was von anderen schon getan wurde:
Die Landesregierung NRW erlässt die Coronaschutzverordnung. Idealerweise hätte die Regierung auf verschiedene Experten gehört, Pros und Kontras abgewogen... aber worum es geht, ist, das ist halt das Gesamtpaket, das von der Landesregierung so erlassen wurde.
Die lokalen Behörden könnten dies einfach 1:1 umsetzen, was sie ja auch müssen.
Und jetzt kommt der Zwang, etwas (eigenes) tun zu müssen:
Nur die Landesverordnung 1:1 umzusetzen/kontrollieren zu lassen ist nur Pflicht, man hat dabei eben nichts eigenes getan. Das ist sicher unbefriedigend (ähnlich wie bei einer Erkältung nur das Immunsystem machen zu lassen), da fehlt die Eigenleistung als verantwortlicher Entscheider. Das meinte ich mit "Zwang", keinen äußeren, sondern von innen heraus. Vielleicht passt "Tatendrang" auch besser, was bei Chefs dann Entscheidungen sind, in Form von überzogenen Verfügungen, die dann weit übers Ziel hinaus schießen.
Aber es ging ja um...
Zitat
Und im Moment geht man davon aus, dass Masken einen Beitrag leisten können.
Genau, die Masken.
Aber wo genau sollen die einen Betrag leisten können?
Wo sich viele Menschen begegnen, gemeinsam Innenräume nutzen. Und draußen wo die magischen 1,5 m unterschritten werden, und Großveranstaltungen, oder?
Aber einsam auf weiter Flur?
Zitat
Wenn andere etwas vermeintlich Sinnvolles tun - weshalb verweigert man sich dann, das vermeintlich Sinnvolle ebenfalls wie auch immer zu unterstützen?
Wie soll ich die anderen denn unterstützen? So konkret.
Ich will nicht mal in Abrede stellen, dass das "vermeintlich Sinnvolle" auch konkret sinnvoll werden kann, nämlich wenn denn die Parameter, die nötig sind es sinnvoll werden lassen zu können, auch ganz konkret gegeben sind. Also bei Ansammlungen von Menschen.
Aber ob man alleine auf den Bus wartet, oder sich einen 100+ Meter Bahnsteig mit 5 anderen teilt, und dabei auf Abstand über 10m bleibt, das sind doch alles keine Situationen, wo man ernsthaft von einem potenziell erhöhten Infektionsrisiko ausgehen könnte. Abgesehen extrem überängstliche Menschen vielleicht.
Aber mal als hypothetisches Gedankenspiel: Angenommen ich hätte die Maske aufgesetzt. Was dann?
1) Wen hätte das konkret geschützt?
2) Inwiefern hätte ich das "vermeintlich Sinnvolle" damit unterstützt?
Seit Corona bin ich zwar erst an einen einzigen Tag im ÖPNV unterwegs gewesen, von daher betrifft mich das bisher alles kaum. Bis zu dieser, doch leicht irritierenden Ansage der Stadt, alle ohne Maske an Haltestellen Angetroffenen 150 Euro abknöpfen zu wollen. Da ich direkt an einer wohne, zwar eine ohne regulären, getakteten Linienverkehr, mit nur wenigen Schülerbussen, die ich zeitlich bisher nie zu sehen bekomme habe, aber es gibt sie dort halt, sollte ich mich daher doch mal damit beschäftigen. Das hat mich dann zum nachdenken gebracht. Sowohl über meinen speziellen Fall, ob die Regelung jetzt tatsächlich Auswirkungen auf mich haben wird, als auch ganz allgemein über die (ÖPNV) Masken-Regelungen.
Und ich frage mich jetzt, traut man der Bevölkerung, und im speziellen den ÖPNV Nutzern denn gar kein, der konkreten Situation angepasstes Verhalten, nicht mal durch Regelungen, mehr zu? Sonst könnte man doch eine Regel erlassen, die das so ermöglicht. Eine, die lauten könnte: "bei Nutzung von Einrichtungen des ÖPNV gilt, wenn im Freien ein 1,5m Abstand nicht eingehalten werden kann, und darüber hinaus in allen anderen Fällen, eine generelle Maskenpflicht." Dies entspräche im wesentlichen dem Grundkonzept das mit der CoronaSchVO NRW umgesetzt wird, und wäre daher so zu erwarten gewesen.
Und vielleicht ist, zumindest was den Punkt Maskenpflicht an Bushaltestellen für ÖPNV-Nichtnutzer betrifft, eben diese Gruppe einfach gar nicht bedacht worden? Bei Ausarbeitung der VO, und/oder definitiv den Auslegungen dieser.
Weil letztere sind mal so, mal so. Das ist konfus.
In den Infos für die Bürger, Land NRW, WDR und diversen lokalen Verkehrsbetrieben heißt es die Pflicht gelte für "alle" an Haltestellen, dann wieder für "Fahrgäste". Wie denn nun?
Laut VO gilt die Pflicht für "Nutzer" von "Einrichtungen des ÖPNV". Durch die Bereich der Haltestelle zu laufen, selbst dort zu stehen, ist mMm für sich alleine noch nicht zwingend eine Nutzung der Haltestelle. Jedenfalls wenn es sich um eine normale Straße und Fußweg handelt, und es keinerlei bauliche Fläche, die extra zum Zecke der Nutzung als Haltestelle erstellt wurde, existiert, und der Aufenthalt auch nicht im Zusammenhang mit dem ÖPNV steht. Als Wartender auf einen Fahrgast, der dort mit dem ÖPNV eintrifft, wäre man dann doch Nutzer der "Anlage", aber dennoch kein Fahrgast. Das "Alle" könnte auch so gemeint sein.
Aber wenn dort die Maskenpflicht tatsächlich generell für "alle" gelten würde, dann könnte man sich kaum noch "oben ohne" auf den Straßen bewegen. Oder Maske-auf/Maske-ab, alle paar hundert Meter. Oder bei versetzt angelegten 2-Richtungshaltestellen: Slalom - was ich tatsächlich schon gesehen habe. Und das an einer gut befahrenen Hauptverkehrsstr., zwischen den FGÜs, also nicht unbedingt förderlich für die Verkehrssicherheit.