Aber hey, wenn's hilft am Wochenende die Autobahn freizuhalten, dass ist es irgendwie doch ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz... 
Wird es aber wohl nicht.
Gibt im wesentlichen nur zusätzliche Fahrten (im öff. Nahverkehr) von Leuten, die sich bislang kaum Freizeitmobiliät leisten konnten. War ja mit dem 9-Euro-Ticket auch schon so. Wer gern Auto gefahren ist, und es sich eh leisten konnte, der tat es weiterhin. Das Ticket unflexibler und 40 Euro teurer zu machen erhöht die Attrakivität gegenüber dem 9-Euro-Ticket jedenfalls nicht. Inwieweit die Ärmeren durch den höheren Preis (zum 9-Euro-Ticket) weiter demobilisiert bleiben, oder nicht, auf die Autobahnen wird es keinen merkbaren Effekt haben, da diese Gruppe eh selten einen Pkw besitzt, und wenn, wohl kaum unötige längere Freizeitfahrten unternimmt.
Im Gegenteil wird es auch einen umgekehrten Effekt geben. Wer bisher Freizeitfahrten im SPNV gemacht hat, aber einen eigenen Pkw oder Leihwagen (Miete, Carsharing) leisten kann, könnte zur Vermeidung überfüllter Züge wieder mehr aufs Auto ausweichen. - Ich selbst falle in genau diese Kategorie.
Und aus meinem Umfeld:
Fall 1: Fährt sehr ungern Auto ("zu stressig"), und hatte sogar ein 9-Euro-Ticket, ist nach einem kurzen Versuch in Nahverkehrszügen sofort wieder auf den Fernverkehr umgestiegen - weil schneller und bequemer. Die Ersparnis durch die Nutzung des SPNV waren die Einbußen gegenüber dem Fernverkehr nicht wert.
Fallkonstellationen Typ 2: Fährt gerne Auto, und hatte auch ein 9-Euro-Ticket. Das Ticket wurde kaum genutzt. Nur um vom Parkplatz zum Ziel in der Stadt zu kommen. Ein bis zwei U-Bahnstationen, was man sonst in 5 -10 Min. zu Fuß gelaufen wäre.
Die aktuelle 49-Euro-Ticket Quote: Null Prozent.
Aber ich habe nichts gegen ein Ticket mit einfachem Preissystem, das ohne kleinteilige Geltungsbereiche wie Waben, Tarifgebiete, Ringe, und Umwegsverboten, Kragentarifen und 17.815 verschiedenen Preis-, Geltungsbereichs- und Gültigkeitsdauer- Kombinationen auskommt. Das erfüllt das 49-Euro-Ticket ja immerhin.
Wenn es dann wie das 9-Euro-Ticket auch spontan gekauft und genutzt werden könnte. Na ja, das war der Politik wohl zu einfach.
Und die bestehenden Angebote lohnen sich ggü. einen verfügbaren Fahrzeug i.d.R. einfach nicht. Das 49-Euro-Ticket ändert daran auch nur wenig. Zu teuer für gelegentliche Nutzung, zu unflexibel im on- und offboarding, und insbes. im nicht-digitalen Vertrieb zu bürokratisch.
Bis zum 10. des Vormonats muss man Bestellung oder Kündigung auf Papier übersenden! Für ein Aboticket ist das allerdings normal. Bisherige Monatsticktes bekam man, wie schon das damalige 9-Euro-Ticket aber auch spontan, zu ab sofort nutzbar und ohne Abopflicht. Das sowohl u.a. am Verkaufsschalter, am Automaten, als auch in einer App. Auch Monatsticktes ohne Abo mit flexiblem Gültigkeitszeitraum, z.B. vom 18.4 bis 17.5 waren bisher kein Problem.
Beim 49-Euro-Ticket muss man aber offline bis 10.3. das Formular geschickt oder überbracht haben und für 2 volle Kalendermonate zahlen. Aber auch per App ist es kaum besser. Der spontane Kauf zur sofortigen Nutzung wird nur von einigen Anbietern angeboten, das zu wissen erfordert aber vorherige Recherche und steht einem Kauf bei spontan entstandenem Mobilitätsbedürfnis entgegen. Dabei ist der Kaufvorgang und Ticketgenerierung ansonsten nur eine Sache von Sekunden!
Ich kann nur zum Schluß kommen, dass evtl. gar keine Verkehrswende hin zum ÖPNV gewollt ist. Es gibt viel zu viele Anti-Pattern.
Nur ein Wählergeschenk für derzeitige ÖPNV Fern-Pendler? Das Abo-Ticket wird billiger. Hurra!
Je weiter man per Bahn und Bus pendelt, desto mehr CO2 wird der Atmosphäre entzogen, richtig? Sowas muss man ja belohnen. 
Und natürlich Anreize schaffen, aufs Land zu ziehen und täglich längere Wege in die Stadt zu pendeln. Solange die Anbindung passt, passt es ja. Denn finanziell sind es immer nur noch 49 Euro flat, egal ob 3 km oder 100 km einfache Strecke.
Wer dagegen nur im Nahbereich pendelt, hat kaum bis nichts davon. Oder meint man, dass der Wochenendausflug in der überfüllten Bahn für den Pendler jetzt im Preis mit inklusive ist, der Rest der Mitfahrer (Partner, Kinder) muss dafür aber zahlen, weil die Mitnahmeregel ja leider entfallen ist, wäre jetzt etwas positives?
Kann man sich bestenfalls ärgern und mehr bezahlen, oder einfach eh weiter das Auto dafür nehmen.