Das problem sehe ich dann aber.....das es grundsätzlich trotzdem möglich ist beides auf dem ( geklauten oder verlorenen oder gekaperten ) smartphone machen zu können.
Genau das ist der Punkt. Die neue App ist sozusagen der Generalschlüssel, genauer gesagt das Generalschloss, der Schlüssel ist ja das App Passwort und evtl. als Zweitschlüssel Biometrie (falls aktiviert).
Selbst die sonst häufig verbreitete Lösung mit 2 Apps auf dem selben Smartphone sind da noch sicherer. Solange man keine Aufträge freigeben möchte entsperrt man nur die Bankingapp. Sinnvollerweise haben beide Apps unterschiedliche Passwörter und lassen sich nicht beide via (selbem) biometrischen Merkmal entsperren.
Zurück zur neuen DKB App. Wer das AppPasswort erspäht bzw. biometrische Merkmal vortäuschen kann und das Smartphone (auch nur kurzfristig) in Besitz nehmen kann: Voller Zugriff. Da reicht es schon aus beim Kontostand checken über die Schulter zu gucken und dann später das Phone auszuleihen.
Selbst die von mir kritisierte Ein-App-Lösung der ING macht es da noch ein Stück weit besser. Da kann man es so konfigurieren, dass nur die Bankingfunktionen per Biometrie entsperrbar ist, für die seltener erforderliche Freigabe aber die App PIN gefordert wird. Man kann so in der Öffentlichkeit mal ins Konto schauen, ohne das jemand den Freigabefaktor erspähen könnte. Bei der neuen DKB App geht das so nicht.
Man kann sich zumindest in diesem Punkt behelfen. Zur Kontoeinsicht greift man stattdessen via FinTS App zu, z.B. der App "Sparkasse". Ja, das ist die App der Sparkassen, die aber auch andere Konten verwalten kann ohne dass man überhaupt bei einer Sparkasse Kunde sein müsste. Dort hat man auch eine informativere Umsatzliste, die auch (für DKB offenbar unwichtige) Details wie den Verwendungzweck anzeigt. Sehr hilfreich, insbes. wenn man öfters mehrere Buchungen selben Betrags und Empfänger hat (z.B. Paypal, Intercard, Amazon).
ING ist in der App zwar auch so spartanisch, aber eben nur in der App. Im Browserbanking gibts direkt mehr Infos auf einem Blick. Und bei DKB? Nur ein Kopie des App-Bankings in "Groß". Dass man auf 5 - 6,x Zoll nicht so viele Info unterbringen kann wie auf 24 Zoll, ja. Aber muss man deswegen auch das Browserbanking so spartanisch gestalten? Sind das eigentlich Sparsamkeitsgründe, oder will man die Kunden komplett vom Browserbanking abbringen indem man es auf minimalstes App Niveau zusammenstutzt? - Es scheint mir fast so. Oder eine Verirrung, dass man dem Kunden immer das selbe "Erlebnis" bieten müsse?
Aber dieses Wochenende ist wieder Wartung. Vielleicht kommt dann ja eine ausgereifte nicht-mehr-beta version? Apropos beta, wieso verkündet man schon die Abschaltung der alten Banking und App Infrastuktur, die neue ist aber noch beta und auch noch nicht fertig? Hat man zu wenig Betatester und macht die Kunden zwangsweise zu Testern, oder ist nur versehentlich die Kommunikation ein Paar Tage vorausgelaufen? Macht aber so oder so keinen allzu professionellen Eindruck (insbes. für eine Bank).
Ach ja, das hier auch noch:
Erforderliche Android-Version
8.0 oder höher
Letzter Sicherheitspatch für diese minimal vorausgesetzte Android Version: Januar 2021 - vor 29 Monaten!
Für eine Banking-App, die zwangsweise alle Zugangs- und Freigabefaktoren vereinigt. - Mutig, oder Nutzung auf eigene Gefahr?