Zitat
Original geschrieben von kmak
Tja, dann kann die Bank aber sagen: Selber schuld. (..)
Ich glaube inzwischen, dies ist der "Kasus Knacktus" bei dem ganzen.
Es geht nicht so sehr darum, Mehrwegesicherheit für den Endverbraucher zu schaffen, sondern um eine immer weitergehende, immer weiter getriebene perfekte Sicherheit für die Bank, für nichts einstehen zu müssen und ihren EDV-Aufwand immer mehr auf den Kunden outsourcen (abwälzen) zu können.
Es ist doch seit jeher so, dass Passwörter und Authentifizierungsverfahren ein Katz-und-Maus-Spiel mit den unlauteren Elementen des Internets sind. Eine Art Wettrüsten. Der Kreativität auf beiden Seiten sind keine Grenzen gesetzt. Deswegen wird sich das Spiel immer wiederholen, und neue Situationen entstehen von denen man jetzt noch nichts weiß (unknown Unknowns).
Ich sehe eine deutliche Parallele zur Problematik "PIN oder Unterschrift" bei Kreditkarten und statt der aalglatten "Digitalität", die man ohne Hochschulstudium der Informatik im Konfliktfall nicht erschüttern kann, hat die analoge Unterschrift deutliche Vorteile was Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Beweisbarkeit angeht.
Und da würde ich analoge Verfahren gegenüber digitalen immer bevorzugen, und weniger perfekte digitale immer den perfekteren.
Ich möchte hier auch auf das klassische Telefonbanking - ohne zwischengeschaltetes Internet - aufmerksam machen: solange man die Nummern per Telefontastatur eingibt und diese nicht aufgezeichnet werden bzw. niemand das gesprochene Telefonkennwort mithören kann, ist dieses recht sicher. Und da alles Gesprochene aufgezeichnet wird in der Bank, ist eine ähnliche "analoge" Beweissituation gegeben wie bei der Unterschrift auf der Kreditkarte.
Vielleicht wird künftig ein menschlicher Schalterbeamter den Kunden in einer Videositzung auffordern, "vor ihm " den Papierbeleg zu unterschreiben und ihn danach in den Scanner zu schieben ... dann wäre auch eine Analog-Beweissituation geschaffen, ähnlich Video-Ident.