Beiträge von geos
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Ich habe einen O2 Homespot LTE (Askey RTL-0080W-D112) Router bekommen, der folgendes Verhalten zeigt:
beim Einschalten sind LEDs "Telefon" und "internet" blau, "LTE/3G" weiß, rest aus.
Nach einem kurzen Augenblick wird "WLAN" grün (vergl. https://static2.o9.de/resource…-router-download-data.pdf).
Ethernet-LEDs gehen jeweils an, solange eine aktive Ethernetverbindung gesteckt ist.
Nach einiger Zeit geht "WLAN" aus (ich nehme an dass die Firmware dann gebootet hat) und wenige Augenblicke später geht erst die 5 GHz WLAN LED an, dann die 2,4 GHz LED. Ein 2,4 GHz- und ein 5 GHz-WLAN werden ausgesendet. Auf die jeweiligen WPA-Tasten reagiert der Router mit Blinken dieser LEDs für einige Zeit.
Man kann mit dem aufgedruckten Default-WPA-Schlüssel sich mit den WLANs verbinden, allerdings erhält man nur eine IP, wenn eine der beiden Ethernetschnittstellen (egal welche) mit einem Router, der DHCP spricht (und dann die IP und sonstige Einstellungen liefert). In diesem Fall funktioniert das Gerät einwandfrei als Access Point.
Allerdings holt sich der Homespot nicht selbst eine IP und ist somit auch nicht selbst per IP erreichbar.
Das Verhalten ist unabhängig von der Stellung des Modus-Schalters (3G-/4G-Router, AP, Repeater).
Reset drücken und gedrückt halten bringt weder beim Einschalten noch im Betrieb eine Reaktion.
Folgender Fehlerbericht scheint dasselbe Fehlerbild zu beschreiben:
https://hilfe.o2online.de/mobi…-kein-dhcp-zugriff-623653
Handelt es sich um einen bekannten Hardwarefehler? Hat der router eine fehlerhafte Firmware?
Auf https://forum.openwrt.org/t/as…-germany-4g-router/169088 steht was von NAND-Einstellungen, die verloren gehen können, und es ist von einem Recovery Image die Rede. Weiß jemand, was damit gemeint ist?
Gibt es noch was, was man tun kann, um auf den Homespot-Router zugreifen zu können?
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Interessante Frage.
Ein Faktor war sicherlich, dass in der Schweiz nie Super Vectoring eingeführt würde; d.h. bei ca. 100 Mbit/s war bei VDSL Schluss.
Dadurch sind FTTB und FTTH natürlich vergleichsweise attraktiver und nachgefragter.
Ein weiterer Faktor dürfte sein, dass das Gros der ASchweizer Bevölkerung in sehr dichten Siedlungsgebieten lebt. Vergl. z.B. https://www.avenir-suisse.ch/w…st-die-schweiz-besiedelt/
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Ich hätte Deutschland in Parzellen aufgeteilt den Netzausbau ausgeschrieben: Bedingung: Wer baut, muss jeden Anbieter auf sein Netz lassen. Wer den Zuschlag bekommt und nicht binnen eine Frist baut, bekommt eine Konventionalstrafe oder eine vorab Kaution nicht zurück. Das hätte bedeutet, das in Posemuckel Anbieter A und in klein-Düdeldorf anbieter B gebaut hätte, der Kunde wäre aber bei seinem Anbieter "T", "V" oder so geblieben.

Was haben wir jetzt? Gebastel und Gemurkse und wo es sich halbwegs für sie rechnet, sammelt Big T die Trümmer auf und baut dann aus, aber halt nicht überall.
Beispiele? Deutsche Glasfaser, UGG etc. sagen Ausbau ab. Bürger verzweifelt.
Zunächst einmal haben wir nicht überall Gebastel und Gemurkse; es gibt durchaus Leute, die in akzeptabler Zeit einen FTTH-Anschluss bekommen haben, der einfach funktioniert.
Die Frage ist allerdings, ob die Situation besser wäre mit dem Modell, das Du vorschlägst. Ich denke nein.
In dem Modell müsste ein Investor ein Gebiet komplett ausbauen und würde dann Geld von der Telefongesellschaft, die den Anschluss nutzt, bekommen, wohl einen vom Staat festgelegten Satz (der sicherlich auch nicht exorbitant hoch sein kann, denn sonst wäre der FTTH-Anschluss für den Endkunden noch teurer).
Der ausbauende Investor hätte allerdings, da er nicht an die Endkunden vermarktet, null Einfluss auf den Anteil derjenigen Anschlüsse, die durch den Endkunden überhaupt genutzt werden. Er hat hier also ein Umsatzrisiko und kann selbst nichts machen. Es wäre in dem Szenario auch durchaus vorstellbar, dass Telekom, O2 und Vodafone in vielen Gegenden dann z.B. verstärkt Breitbandanschlüsse über ihr 5G-Netz vermarkten (T-Mobile US macht sowas z.B. tatsächlich verstärkt).
Dazu kommt das Risiko der Pönalen für verzögerten Netzausbau. Muss in der Kalkulation mit eingepreist werden.
Für welchen Investor rechnet sich das? Ich denke dass es noch schwerer als jetzt schon wäre, überhaupt Investoren für den Glasfaserausbau zu finden.
Die heutigen Herausforderungen höhere Kapitalkosten als noch vor sechs Jahren, Knappheit an Ausbaukapazitäten, deutlich gestiegene Baukosten, Insolvenz von Bauunternehmen; Zugangsproblematik/Ausbauproblematik NE4 in MFH wären genauso vorhanden.
Ich glaube nicht, dass wir mit dem vorgeschlagenen Modell eine bessere Situation hätten; im Gegenteil.
In der oben zitierten Marktanalyse von Anfang 2025 hat der VATM für Ende 2025 24,8 Mio. mit Glasfaser (FTTH, FTTB) versorgbare Haushalte, davon 9,9 Mio. tatsächlich angeschlossen (Homes Connected), davon 3,8 Mio. durch die Telekom, 6,1 Mio. durch andere FTTH-Anbieter, der Rest (14,9 Mio.) Homes Passed.
Die Gründe für letzteres sind sicher vielfältig (kein Interesse an FTTH, keine Einwilligung vom Eigentümer zum Ausbau in MFH), liegen aber auf der Verbraucher- und Eigentümerseite. Der Glasfaseranbieter hat sicher größtes Interesse daran, soviele Haushalte wie möglich in seinem Ausbaugebiet als zahlende Kunden anzuschließen.
Ich sehe nicht, wie das durch einen Ausbau durch einen "regionalen Generalinvestor" anders aussehen sollte.
Von den angeschlossenen 9,9 Mio. Haushalten erwartete der VATM nur bei 6,1 Mio. einen aktiven Glasfaservertrag (der Rest sind vermutlich meistens Anschlüsse aus den Anfangszeiten des Ausbaus, wo die Anbieter einfach auch ohne Vertrag ausgebaut haben; in letzter Zeit ist das m.W. eher seltener)
Ich lese aus den Zahlen heraus, dass in Deutschland durchaus ausgebaut wird. Über 50% der Haushalte in Deutschland könnten nach diesen Zahlen bereits prinzipiell FTTH oder FTTB erhalten. Allerdings hat nur eine Minderheit der Haushalte und/oder der Hausbesitzer Interesse daran.
Der Zug ist aber abgefahren, das hätte schon vor 30 Jahren gemacht werden müssen, als das Zeitalter von D-Netz began.
Es war genau bei der Einführung der D-Netze, als die Politik in Westdeutschland sich entschloss, im Telekommunikationsmarkt auf privatwirtschaftlichen Wettbewerb statt auf staatlich gelenktes Monopol zu setzen.
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Aber diese "einfache" Lösung findet leider nicht statt

Die "einfache" Lösung, die Du vorschlägst, ist ein staatlicher FTTH-Ausbau.
Als Steuerzahler (und als Verbraucher) bin ich froh, dass das nicht gemacht hat.
In den 1980er Jahren hat die Deutsche Bundespost es auch nicht geschafft, Westdeutschland flächendeckend mit Kabelfernsehanschlüssen auszustatten (und es ist dabei ausdrücklich vollkommen unerheblich, ob man Kabelfernsehanschlüsse oder die verwendete Kupfer-Coax-Technologie gut oder schlecht findet; um diesen Aspekt geht es dabei nicht).
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Hier ein Artikel, der m.E. die Situation ganz gut wiedergibt:
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Falls die Gemeinde bei Euch Ponys fördert, ja.

(um sicherzustellen, dass jemand, der ein angebotenes Pony abgelehnt hat, innerhalb der nächsten 15 Jahren keines mehr gefördert bekommt)
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Es gibt wie gesagt in den meisten Gebieten gar keine Förderung. Daher ist Deine Forderung dort schon implizit umgesetzt.
Dort, wo gefördert wird, kann m.W. nach die Gemeinde die Regeln festlegen (sicherlich in Grenzen). Falls das bei Dir der Fall sein sollte, sprich doch mal mit Deinen Gemeinderatsvertretern über Deine Idee.
Ist es übrigens nicht schon heute so, dass es in einem Gebiet maximal einmalig eine Förderung für FTTH-Ausbau geben darf und alles danach Wettbewerbsverzerrung wäre?
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In den meisten Gegenden Deutschlands gibt es gar keine Förderung. Falls es in Deiner Gemeinde anders aussieht, dann versuch mal mit Deinen Gemeinderatsvertretern über das Thema ins Gespräch zu kommen. Dort werden solche Dinge (und vieles mehr, was Geld kostet) typischerweise entschieden.
Was FTTH-Anbieter an Neukundenangeboten auflegen (z.B. Anschluss "kostenlos"), ist ja deren Geschäftsentscheidung, und das machen sie nicht, weil sie den Leuten etwas Gutes tun wollen, sondern weil sie sie gerne als zahlende Kunden gewinnen möchten.
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Leider kann man nicht sagen, wer aus der Vergangenheit nicht lernt, muss eben in Zukunft draufzahlen. Netze sind keine Individualentscheidungen.
Netze sind in einem privatisierten Telekommunikationsmarkt, wie es ihn in den meisten westlichen Ländern einschließlich Deutschland gibt, unternehmerische Investitionsentscheidungen (ähnlich wie die Eröffnung oder Schließung einer Bankfiliale, eines Supermarkts oder einer Tankstelle).
Und Abschlüsse von TK-Verträgen durch Verbraucher sind Individualentscheidungen, ähnlich wie für Bankdienstleistungen oder das Einkaufsverhalten.
Und natürlich mag es sein, dass ein Verbraucher für schlechte/falsche Entscheidungen draufzahlt.