Bundesweite Ausschreibung für ein bundesweites Netz, das alle Grunstücke und Anschlüsse austauscht, alle, das in Parzellen von Firmen gebaut wird, die sich beworben haben, die sich auskennen (Fachkunde) und Referenzen vorweisen können, die streng kontrolliert werden, dass sie wirklich auch bauen (und keinen Murks und zerstörter Straßen / Wege hinterlassen) und wenn es fertig ist, müssen sie es Jedermann anbieten - auch der Telekom. Notfalls zu regulierten Preisen.
Das gibt's ebenfalls nicht.
Der Traum der Privaten, durch zwangsweise Abschaltung von Kupfer in den Gebieten, wo die Telekom noch nichts verglasfasert hat, neue Kunden und Einnahmen zu generieren, bleibt ein Traum. Je schneller die privaten das begreifen, desto besser. Statt 250 Firmen könnten 5 (fünf) übrig bleiben.
Beim letzteren Punkt stimme ich Dir voll zu, aber das mit der "bundesweiten Ausschreibung" ist doch nichts anderes als staatlicher Ausbau. Wer soll denn diese Ausschreibung vornehmen? Doch wohl der Staat, oder? Und dann natürlich auch bezahlen, nehme ich an. Und dann sind die Preise, die die abnehmende Telco bezahlt, auch staatlich reguliert, oder wie soll das funktionieren? Also hätten wir, zumindest auf Infrukturebene, wieder eine Deutsche Bundespost Glasfaser? Und das Investitionsrisiko läge bei ihr und der Staat würde bestimmen, wieviel Geld wo in dem Ausbau investiert wird (von ihm, also von den Steuerzahlern)?
Ja, natürlich könnte man das machen; die deutsche Politik, ähnlich wie in vielen anderen Ländern, hat allerdings sich entschieden, Telekommunikation ein privatwirtschaftliches Feld sein zu lassen, ähnlich wie viele andere (z.T. nicht weniger wichtige) Branchen auch. Andernfalls müsste eine staatliche Planungskommission festlegen, wo wieviel Geld in welche Infrastrukturleistung investiert wird, also welche Grundstücke wann mit Glasfaser aus Steuermitteln versorgt werden.
Das hat wie erwähnt schon beim Kabelausbau nicht zu einer auch nur annähernd flächendeckenden Verfügbarkeit geführt.
Das ist eine der vielen Ausreden der Telekom
Die Telekom braucht keine Ausreden. Wie jeder Marktteilnehmer auch kann sie frei entscheiden, mit wem sie kooperieren möchte und mit wem nicht. Wenn sie meint, so besser zu fahren, ist das ihre Geschäftsentscheidung. Die muss sie allenfalls gegenüber ihren Aktionären begründen.
Oder die Kunden begreifen endlich mal das man der Telekom keinen Cent in den gierigen Hals stecken darf und wenn möglich immer einen Konkurrenten vorzuziehen ist.
Die Telekom hat schon immer gegen den freien Markt gekämpft und das sollte man keinen falls unterstützen.
Das steht jedem Verbraucher frei. Persönlich würde ich mich allerdings für einen FTTH-Anschluss durch die Telekom entscheiden, wenn ich die Wahl hätte, weil der Kunde damit die beste Auswahl an Anbietern erhält, zumindest nach derzeitiger Angebotslage. Das sehen wohl auch andere so, und deswegen heißt dieser Diskussionsfaden so, wie er heißt.