Mieter haben ein gesetzliches Anrecht auf einen Glasfaseranschluss, müssen aber im Zweifelsfall dann auch die Kosten tragen.
Wenn also jemand wirklich einen Glasfaseranschluss unbedingt möchte und er einen Anbieter findet, der ihn ihm bereitstellt, kann er das gegen den Vermieter durchsetzen (muss aber dann die Kosten tragen).
Die Telekom baut in vielen Gebieten FTTH aus. Das macht sie aber nur mit Zustimmung des Eigentümers/der WEG (die Hausverwaltung reicht auch, wenn diese dazu das Mandat hat). Die Telekom baut in jedem Fall auf eigene Kosten FTTB, also Glasfaser bis in den Keller. Ob sie dann auch die Inhouse-Verkabelung übernimmt, hängt sicher von den Gegebenheiten ab, also ob es Leerrohre gibt usw.
Je nach Situation kann es auch sein, dass sie nur Wohnungen anschließt, wo der Bewohner einen verbindlichen Vorvertrag macht (was dann bedeutet, dass er im Baufall mindestens zwei Jahre bei der Telekom Glasfaser-Internetkunde wird). Um hier genug Interessenten zu erhalten, rührt ja die Telekom ihre Vertriebstrommel (wobei offenbar z.T. auch unseriöse externe Drücker zum Zug kommen).
Bei Interesse würde ich empfehlen, sich hier mal einzulesen und im Zweifelsfall auch mal die Telekom anrufen:
https://www.telekom.de/netz/glasfaser
Es gibt z.T. auch lokale Seiten, z.B. für Berlin http://www.telekom.de/berlin
Einfach mit der Suchmaschine Eures Vertrauens nach Telekom Glasfaser und dem Namen der (größeren) Stadt suchen.
In Ausbaugebieten sollte die Telekom auch Informationsveranstaltungen machen und die lokalen T-Punkte sollten Infomaterial haben.
Ich würde auf jeden Fall, wenn ich einen Glasfaseranschluss wollte, zusehen, dass dieser von der Telekom und nicht von einem lokalen Wettbewerber (Stadtwerke, Deutsche Glasfaser usw.) kommt. Bei letzteren muss man davon ausgehen, dass man zukünftig nur genau deren Angebote bekommen kann, bei der Telekom hat man eher noch die Chance auf Auswahl an Resellern.