Beiträge von geos

    Nun, ich bin davon ausgegangen, dass aktuell für die meisten derzeit Glasfaser keinerlei Vorteil gegenüber DSL bringt. Ob ich nun 100/40 Mbps habe oder halt 1000/XXX Mbps haben könnte, ist nüchtern betrachtet für die allermeisten Privatanwender derzeit schlicht egal. Es gibt natürlich immer welche, die "mehr" haben möchten und dafür auch bereit sind, zu zahlen. Von daher verstehe ich nicht, dass so viele Leute so wahnsinnig darauf erpicht sind, möglichst Schnell Glasfaser zu erhalten. Gut, es gibt Leute, die eben nur 6/1 Mbps bekommen, maximal; da sieht es wieder anders aus, aber das sind nur wenige, und noch wenigere davon haben überhaupt in absehbarer Zeit die Möglichkeit, auf Glasfaser zu wechseln.


    Dass die Telekom auch bei Einfamilienhäusern ohne konkrete Bestellung eines Glasfasertarifs ausbaut, und das noch kostenlos, wär mir neu. Kann man als Eigenheimbesitzer natürlich machen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

    Was mich etwas erstaunt: ein Bekannter hat Anfang 2023 einen Vodafone Kabelanschluss schalten lassen und konnte problemlos drei Rufnummern von der Telekom dort hin mitnehmen; ohne irgend eine Komfortfunktion. Eine weitere Rufnummer von Vodafone hat er auch noch erhalten, sodass er nun vier Festnetzrufnummern auf dem Anschluss hat.


    Ich werde demnächst von Telekom DSL zu Vodafone DSL wechseln und habe für den Antrag erstmal nur eine Rufnummer zur Portierung angegeben. Für weitere Rufnummern möchte Vodafone vermutlich Geld sehen.


    Meine restlichen Festnetzrufnummern müsste ich ja eigentlich zu anderen Anbietern wie Sipgate oder Dusnet portieren können nach dem erfolgten Wechsel zu Vodafone innerhalb einer gewissen Frist. Muss ich dazu der Telekom mitteilen, dass ich die Rufnummern zu dem jeweiligen Anbieter mitnehmen möchte, oder genügt es, wenn ich bei Sipgate oder Dusnet eine eingehende Portierung auslöse?

    Mieter haben ein gesetzliches Anrecht auf einen Glasfaseranschluss, müssen aber im Zweifelsfall dann auch die Kosten tragen.

    Wenn also jemand wirklich einen Glasfaseranschluss unbedingt möchte und er einen Anbieter findet, der ihn ihm bereitstellt, kann er das gegen den Vermieter durchsetzen (muss aber dann die Kosten tragen).


    Die Telekom baut in vielen Gebieten FTTH aus. Das macht sie aber nur mit Zustimmung des Eigentümers/der WEG (die Hausverwaltung reicht auch, wenn diese dazu das Mandat hat). Die Telekom baut in jedem Fall auf eigene Kosten FTTB, also Glasfaser bis in den Keller. Ob sie dann auch die Inhouse-Verkabelung übernimmt, hängt sicher von den Gegebenheiten ab, also ob es Leerrohre gibt usw.

    Je nach Situation kann es auch sein, dass sie nur Wohnungen anschließt, wo der Bewohner einen verbindlichen Vorvertrag macht (was dann bedeutet, dass er im Baufall mindestens zwei Jahre bei der Telekom Glasfaser-Internetkunde wird). Um hier genug Interessenten zu erhalten, rührt ja die Telekom ihre Vertriebstrommel (wobei offenbar z.T. auch unseriöse externe Drücker zum Zug kommen).

    Bei Interesse würde ich empfehlen, sich hier mal einzulesen und im Zweifelsfall auch mal die Telekom anrufen:

    https://www.telekom.de/netz/glasfaser


    Es gibt z.T. auch lokale Seiten, z.B. für Berlin http://www.telekom.de/berlin

    Einfach mit der Suchmaschine Eures Vertrauens nach Telekom Glasfaser und dem Namen der (größeren) Stadt suchen.


    In Ausbaugebieten sollte die Telekom auch Informationsveranstaltungen machen und die lokalen T-Punkte sollten Infomaterial haben.

    Ich würde auf jeden Fall, wenn ich einen Glasfaseranschluss wollte, zusehen, dass dieser von der Telekom und nicht von einem lokalen Wettbewerber (Stadtwerke, Deutsche Glasfaser usw.) kommt. Bei letzteren muss man davon ausgehen, dass man zukünftig nur genau deren Angebote bekommen kann, bei der Telekom hat man eher noch die Chance auf Auswahl an Resellern.