Beiträge von geos

    aber VoLTE abschalten bedeutet: auf Telefonie verzichten.

    Denn aus Sicherheitsgründen hat man (besonders als sicherheitsbewusster GrapheneOS-Nutzer) auch 2G-Telefonie deaktiviert.

    Tja, beides zu deaktivieren bedeutet (in Deutschland) tatsächlich keinerlei Telefonie mehr. Da bleibt einem nur, sich für eines von beidem zu entscheiden.


    Wie bezieht der GrapheneOS-Nutzer eigentlich die DKB Apps? Etwa über den Google Playstore? Dann dürfte der Privatsphärengewinn wieder dahin sein.

    Ersatzkarte für die bereits gekündigte und deaktivierte Fonic-Karte kam gestern per Post; ich konnte sie auch im Webinterface problemlos "aktivieren", wo nun auch ihre PIN usw. angezeigt wird.

    Wenig überraschend wird auch sie vom Netz abgewiesen. Im Webinterface ist nirgendwo zu erkennen, dass die Karte gekündigt ist.

    Das scheint bei Fonic offenbar vollkommen entkoppelt zu sein?

    Natürlich muss mehr gelaufen sein. Grundsätzlich sehe ich folgende Möglichkeiten für die Betrüger:


    - sie haben das Opfer dazu bekommen, eine Freigabe zu erteilen, ohne dass es dies vielleicht bewusst als solch einen Vorgang wahrnahm.

    - sie hatten Zugriff (physisch, per Trojaner/Hack) auf das Handy oder auf die Mobilfunknummer (Zweitkarte bestellt o.ä.)

    - sie haben auf einem anderen Weg es geschafft, ein weiteres Freigabeverfahren/-gerät unter ihrer Kontrolle zu aktivieren (Freischaltcode bestellt und dann Brief abgefangen/rausgefischt oder sowas z.B.)


    Zugegeben, alle hört sich recht unrealistisch an vor dem Hintergrund, was wir hier an Informationen erhalten haben, aber was anderes fällt mir nicht ein.

    Danke für die sachlichen Informationen. Wir sind sicher hier alle sehr neugierig zu erfahren, wie jemand nur mit Kenntnis von Kontonummer und Onlinebanking-Passwort bei der ING Überweisungen und Umbuchungen auslösen kann. Das sollte die Bank erklären können. Ich hoffe da kommt was und nicht nur am Ende "aus Kulanz schreiben wir Ihnen den Schaden gut" (aber sagen nicht, was genau passiert ist, gerade wenn der Verdacht im Raum steht, dass es eine Sicherheitslücke bei der Bank und ihren Prozessen geben *könnte*).

    Die Bank hat übrigens natürlich weiterhin Zugriff auf die Daten, auch wenn das Konto gesperrt ist.

    Was mir beim Durchlesen der Beiträge hier nicht klar wird: hat das Betrugsopfer eigentlich schon die ING kontaktiert und um Hilfe gebeten bei der Aufklärung? Die Bank zumindest müsste en detail nachvollziehen können, auf welchem Wege eine Transaktion und ein Login freigegeben worden sind. Anzeige zu erstatten ist ggfs. auch sinnvoll. Ich hoffe dass ich jetzt Eulen nach Athen trage.

    Nun, vielleicht gibt es auch weitere Verfahren für den Fall, dass keine 2FA-Methode mehr zur Verfügung steht?

    Gerade für (Erst-) Anmeldeverfahren werden häufig abweichende Methoden angeboten. Das gilt häufig auch für Freischaltung zu Apple oder Google Pay (was hier aber keine Rollen gespielt zu haben scheint).

    Die ING schreibt auf ihrer Infoseite "Ihnen werden scheinbar plausible Gründe genannt, diverse Freigaben zu tätigen."

    Ich frage mich, was in der Phishing-Seite konkret eingegeben wurde. Wirklich nur Nutzernamen und Passwort für das Onlinebanking? Und danach wurde nicht über die App irgendwas freigegeben (das dem Opfer vielleicht so selbstverständlich vorkam, dass es es einfach gemacht hat und sich kaum noch daran erinnert)? Irgend so muss es ja gewesen sein.

    Es müssen Freigaben erfolgt sein. Kann man in der ING-App die Freigabe-Historie einsehen? Kann man im Online-Banking die Historie der freigegeben (und ggfs. wieder gelöschten) Geräte einsehen? Kann man die Historie der auf anderem Wege (postalisch, SMS) beauftragten Freischaltungscodes einsehen?

    Ich würd mir da keine übermäßigen Sorgen machen. Ab und an vielleicht mal die Erreichbarkeit aus anderen Netzen prüfen. Mache ich mittlerweile eh regelmäßig bei wichtigeren Rufnummern. Nach von mir längere Zeit unerkannten Erreichbarkeitsproblemen habe ich mir das so angewöhnt.

    Ich habe über die Vodafone-MNP-Auskunft den Status geprüft: die Nummer ist nach der Auskunft dort korrekt bei Vintage Wireless, Telekom-MNP-Auskunft sagt "Vintage-Rufnummer". Soweit also alles OK.