Beiträge von Tarnkappe

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    Original geschrieben von jokay2010
    Aber die Anbieter bezahlen doch schon seit dem 1.12 den 3ct-Preis pro Minute.

    Jein. Der Preis ist vorläufig und vorbehaltlich des Ergebnisses vom nationalen Konsultationsverfahren. Dabei kann es durchaus sein, dass die Preise auch wieder erhöht werden und zwar rückwirkend. So verstehe ich jedenfalls diesen Satz auf der Pressemitteilung der BNetzA:

    Zitat

    Die endgültigen Entscheidungen werden dann rückwirkend ab dem 1. Dezember 2010 gelten und die vorläufigen Entscheidungen ersetzen.

    Insofern besteht momentan keine Planungssicherheit, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass an den Preisen nochmal gerüttelt wird.

    Zitat

    Original geschrieben von john-vogel
    Das liegt daran, dass PrePaid und PostPaid über unterschiedliche Systeme laufen.

    Sorry, das Argument zieht nicht mehr. Beim o2o Postpaid funktioniert das bestens und bei sämtlichen Verträgen schaffen sie es außerdem pünktlich die Datendrosselung einzuschalten. Sprich: Zugriff auf aktuelle Verbindungsdaten bei Postpaid ist möglich und damit auch CostControl, wenn man es denn wollte.

    Re: o2 hat jetzt ein Ideenportal


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    Original geschrieben von mario.meininger
    Und ratet mal, welche Idee in Führung ist ... richtig - mal eine Kostenkontrolle einführen :p.

    Ja echt, sehr überraschend :D
    Wenn es nicht umgesetzt wird, dann erhoffe ich mir zumindest mal ein ordentliches Statement zu dem Thema.

    Ich stimme dem allgemeinen Tenor hier zu, dass SMS kein allzu hoher Kostenfaktor für den Netzbetreiber sind.


    Aber: In den Anfangszeiten konnten SMS (teilweise sogar kostenlos) nur innerhalb eines Mobilfunknetzes zuverlässig verschickt werden. Für den Austausch der SMS zwischen verschiedenen Netzen war also Aufwand nötig. Dafür mussten Systeme angeschafft und unterhalten werden. Die Kapazitäten müssen auch dem Ansturm in der Neujahrsnacht standhalten. Also hier zu sagen, die Kosten gehen gegen null ist nicht nachvollziehbar.

    Zitat

    [...]So heißt es, dass die Kosten für den Netzbetreiber für die Abwicklung einer SMS nicht einmal den Bruchteil eines Pfennigs betragen, da SMS keine Sprachkanäle belegen und über den eh vorhandenen Signalisierungskanal abgewickelt werden. Das ist zwar vom technischen Standpunkt her richtig, ignoriert aber die Tatsache, dass die Installation des Signalisierungskanals alles andere als umsonst ist. Werden viele SMS übertragen, muss zusätzliche Hardware zur Verarbeitung der zusätzlichen Signalisierungsdaten angeschafft werden. Im Extremfall müssen an Basisstationen mit besonders hohem SMS-Aufkommen sogar zusätzliche Signalisierungskanäle geschaltet werden, wodurch die Zahl der möglichen Sprachkanäle entsprechend reduziert wird.[...]

    Quelle:Teltarif vom 30.12.2001


    Trotzdem sind natürlich die SMS-Preise selbst in den günstigsten Discount-Tarifen absolut überteuert.


    Viele hier werden es vielleicht gar nicht mehr wissen: Bis Ende 2001 konnte man im Internet über relativ seriöse Anbieter (z.B. web.de) nahezu unbegrenzt SMS versenden. Nachdem die Netzbetreiber die Preise für Großkundenkontingente massiv erhöht hatten, war damit Schluss.


    Siehe auch Teltarif vom 19.12.2001

    Machen wir mal ein Rechenbeispiel mit fiktiven Zahlen.


    O2-Kunden rufen Vodafone-Kunden und umgekehrt.


    Dabei ist es meiner Meinung nach relativ unerheblich, wie viele Kunden jedes Unternehmen hat. Im Fall von O2 wenig Kunden. Bedeutet O2 zahlt wahrscheinlich am wenigsten IC, bekommt aber auch am wenigsten. Vodafone hat die meisten Kunden, zahlt damit viel IC und bekommt auch viel.
    Wahrscheinlich hält sich IC-IN und IC-OUT sogar die Waage


    Mal angenommen die Vodafone-Kunden verursachen 70 Mio. Interconnect-Kosten durch Anrufe zu O2, dann kommt auch ungefähr das gleiche wieder rein.
    O2 mit weniger Kunden hat dann vielleicht nur 30 Mio, die rausfließen und wieder reinkommen.


    So, nun wird der Interconnect halbiert. Und auf einmal sinds nur noch 35 Mio. für Vodafone und 15 Mio. für O2, weil das Gesamtvolumen sinkt.


    Im Ergebnis ist es also so, dass dem Interconnect-System das Volumen entzogen wird. Die aktuellen Tarife sind noch auf die höheren Interconnectpreise ausgelegt d.h. jede Minute wirft nun mehr "normalen" Gewinn ab. Vodafone hat also weiterhin seine 70 Mio. solange sie ihre Tarife nicht ändern. Die Änderung der Einnahmen wird erst durch eine Tarifanpassung zustandekommen.


    Hoffe das war soweit verständlich :D

    Zitat

    Original geschrieben von jokay2010
    ABer wenn es wirklich irgendwann 2ct-Minuten sind, woran soll denn dann verdient werden?

    Ähem, erstmal werden vor allem die bislang so üppigen Margen etwas geringer ausfallen. Da sehe ich schonmal jede Menge Spielraum.
    Und dann muss man noch berücksichtigen, dass zu geringeren Preisen auch wesentlich mehr telefoniert werden wird.
    Ich denke diese Senkung ist schon ganz gut durchkalkuliert.