Beiträge von Splendor

    hrgajek:


    "da könnte meine HLR-FAQ weiterhelfen: http://www.gajek.de/faqs/hlr.faq.html"


    Diese Liste habe ich jetzt mal für alle hier mitmachenden Personen ganz dreist als inhaltlich bekannt vorausgesetzt (ich kann sie für 0171 und 0172 quasi auswendig). 😂


    Aber gut, das war vielleicht doch ein wenig zu voreilig. Falls jemand sie also doch noch nicht kannte: anhand der HLR-Liste aus Hennings Mobilfunk-FAQ kann man u.a. sehr gut sehen, welche HLR "früher" als Vertrags- oder Prepaidkarten herausgegeben worden sind bzw. ob eine Nummer direkt von einem der Netzbetreiber oder aber von einem Service-Provider in Umlauf gebracht worden ist.


    Man kann also sagen: sobald man sich mit dieser Thematik befasst, wird man um Hennings Liste nicht herumkommen. Sie ist in diesem Kontext direkt nach seltenen Originalquellen (z.B. Mannesmann-Listen, auf denen einige HLR den Städten zugeordnet sind) de facto die wichtigste Referenz.


    Wie fundiert diese Liste erstellt worden ist, sieht man übrigens teilweise deutlich noch heute. Bei Freenet FLEX etwa kann man sich bei den Wunschrufnummern auch die Vorwahl 0172 auswählen. Sämtliche HLR, die dort zu finden sind (ich habe die Nummern dort wirklich viele Stunden lang untersucht), werden in Hennings Liste ausnahmslos den alten Service-Providern zugeordnet. Und auch die Rufnummern mit Städte-HLR haben nach dem HLR alle Providerkennungen (also die dritte und vierte Stelle der Rufnummer), die in Hennings Liste "früher" von Service-Providern herausgegeben worden sind.


    Beispiel:


    0172 2700... (originale Mannesmann-Nummer mit Hagener HLR)

    0172 2760... (bei Freenet FLEX zu bekommen; Hagener HLR, aber nicht original Mannesmann, sondern Service-Provider Debitel)


    Man sieht hier: unter 0172 war bei den Städte-HLR die Providerkennung ebenfalls von Bedeutung. Man hat in Hagen bei Debitel also ebenfalls eine 0172 27... bekommen, aber die von Henning in seinem Artikel beschriebenen "Insider" konnten problemlos sehen, dass es sich bei dieser Nummer eben nicht um eine originale Mannesmann-Nummer handelte.


    Für den nostalgischen Sammler, der seinem Hobby mit entsprechender Leidenschaft nachgeht, ein signifikanter Unterschied.


    Natürlich vergibt Freenet FLEX die Nummern heute nicht aus diesem Grund so (und ich benutze den Begriff "HLR" hier auch eher historisch, nicht technisch). Das sind sicherlich Rufnummernblöcke, die schon seit Ewigkeiten im Bestand des Unternehmens sind (und damals aufgrund eben dieser Regelungen dort gelandet sind).


    Dieses Wissen hat heutzutage natürlich überhaupt keinen praktischen Wert mehr. Seit 2002 gibt es MNP und selbst die Netzbetreiber vergeben seit vielen Jahren schon ihre "ersten" Vorwahlen wieder neu. Und das dann – wie Henning es schon sagte – nach dem Motto, dass man nimmt, was da ist. Ich habe in meinem Adressbuch z.B. Leute, die haben in NRW vor nicht allzu langer Zeit direkt bei Vodafone eine 0172 mit Erfurter HLR und "alter" Mannesmann-Providerkennung oder eine mit Dortmunder HLR und Service-Provider-Kennung bekommen.


    Aber genug abgeschweift. Es soll ja hier um die Geschichte der 0171 gehen. Und da haben wir eben folgende Sachlage:


    1. Es gibt keine offiziellen Dokumente, nach denen die Telekom bei der Vorwahl 0171 die HLR bestimmten Städten zugeordnet hätte.
    2. Wir haben einen Teltarif-Artikel, in denen Henning von "Insidern" schreibt, die trotzdem anhand des HLR sehen konnten, wo eine Nummer das Licht der Welt erblickt hat.


    Meine Frage an den Insider wäre nun gewesen: woran konnte man das sehen? Gab es bei der Telekom intern Regelungen, nach denen z.B. das HLR 20 irgendeiner Stadt zugeordnet war, ähnlich wie bei Mannesmann – mit dem Unterschied, dass die Kunden das offiziell nicht erfahren haben? Oder aber war es so, dass zu einem Zeitpunkt X in dieser und jener Region Rufnummern mit 0171 20... zu bekommen waren, weil diese gerade frei waren und via Vertrieb dort in den Telekom-Shops gelandet sind? Das wäre also sozusagen eine Momentaufnahme: "Ich erinnere mich noch, dass es die 0171 20... im Jahr 1992 im Raum Hamburg in den Telekom-Shops gab. In Berlin hingegen lagen viele 0171 30... Drei Jahre später gab es in München sehr viele 0171 20..." Usw.


    Das ist eben der große Unterschied zwischen 0171 und 0172.


    Und daher wäre es doch ganz interessant, das mit gleichgesinnten Personen quantitativ ein wenig zu erforschen. 🤓


    Vielleicht finden wir ja dann z.B. heraus, dass Hennings 0171 62... im Jahr 1995 nicht nur im Raum Mannheim, sondern auch in Hamburg oder sonst wo vergeben worden ist. Oder dass es zwei Jahre später in Mannheim größtenteils 0171 30... gab, dafür 0171 62... nun gehäuft in München etc. 🤔


    Um inhaltlich noch etwas beizutragen, kann ich eine 0171 49 beisteuern, die im Mai 1997 als Vertragskarte in Minden direkt von der Telekom vergeben worden ist.

    Hallo allerseits,


    ich interessiere mich für die Geschichte der Telekom-Vorwahl 0171. Bei "D2 privat" war es ja zu Beginn so, dass man anhand einiger HLR erkennen konnte, welcher Stadt eine 0172 zugeordnet war (23 für Dortmund, 27 für Hagen, 28 für Recklinghausen, 26 für Essen etc.). Das wurde auch so von Mannesmann kommuniziert.


    Die Telekom hingegen hat keine "offizielle Liste" gehabt, in der unter der Vorwahl 0171 die HLR bestimmten Städten zugeordnet war. In einem tollen Artikel von Henning Gajek habe ich allerdings vor ein paar Jahren mal gelesen, dass das auch bei der Telekom so war:


    "Um nicht ohne mobile Verbindung dazustehen, schloss ich im Mai 1995 in einem Fachgeschäft in Mannheim einen nagelneuen 'Telly D1' Mobilfunkvertrag direkt beim Netzbetreiber Telekom ab, dessen Rufnummer bis heute im D1-Netz aktiv ist (inzwischen im Prepaid-Tarif Xtra Click) Anhand der 1995 vergebenen D1-Rufnummer (0171-62...) konnten Insider erkennen, wo der Vertrag abgeschlossen und geschaltet worden war."


    https://www.teltarif.de/mobilf…ek/news/47448.html?page=2


    Meine Frage richtet sich nun erstens an diejenigen Personen, die zwischen 1992 und 1998 (Einführung der 0170) eine 0171 bekommen haben. Ob nun direkt von der Telekom oder aber von einem Service-Provider, ist hierbei egal.


    Zwar hat die Telekom ab 1998 für Neuverträge primär die Vorwahl 0170 vergeben, aber man kann in alten Foren-Threads bei Teltarif lesen, dass einige Leute auch deutlich später noch eine 0171 bekommen haben. Als Beispiel habe ich diesen Thread parat, der 2003 im Kontext der 2002 eingeführten MNP entstanden ist:


    https://www.teltarif.de/forum/s11176/uninteressant/4.html


    Mich interessiert daher auch zweitens, ob Personen ab 1998 bis in die Nullerjahre hinein eine 0171 bekommen haben.


    Also: in welchem Jahr habt ihr bei Abschluss eines Neuvertrags eine 0171 bekommen? Welches HLR (also die ersten beiden Ziffern nach der Vorwahl) hat die Nummer? Bei welchem Anbieter habt ihr sie bekommen (direkt bei der Telekom oder bei einem Service-Provider)? Und, am wichtigsten: in welcher Stadt habt ihr den Vertrag abgeschlossen?


    Vielleicht hat ja jemand ein wenig Zeit und Lust, nostalgisch in Erinnerungen zu schwelgen. 8)


    Besten Dank und herzliche Grüße

    Splendor

    Hallo allerseits,


    Vodafone steht ja seit einiger Zeit wegen diverser Partner-Shops in der Kritik:


    https://www.teltarif.de/vodafo…compramos/news/92973.html


    Ich habe mir nun die Frage gestellt, wie man solche Partner-Shops erkennt. Es gibt ja einerseits Fachhändler, bei denen es offenkundig sind, dass sie keine "offiziellen" Vodafone-Shops sind, weil sie auch noch die anderen Netzbetreiber im Angebot haben.


    In Hennings Artikel geht es allerdings um die Firma Compramos, die im Raum Köln/Bonn mehrere Vodafone-Shops betrieben hat. Ich habe mir auf Google Maps mal deren Shop auf der Berliner Straße in Euskirchen angesehen.


    Wenn ich den z.B. mit dem Shop in Dortmund-Mengede am Kammerstück vergleiche (definitiv eine "originale" und sehr alte Filiale, damals in Mannesmann-Zeiten die Zentrale Nordwest), sehe ich optisch keinerlei Unterschied. Von außen und innen sehen die absolut identisch aus. Wenn ich den also betreten hätte, wäre ich davon ausgegangen, dass es sich hierbei ebenfalls um eine "originale" Filiale und keine Franchise-Unternehmen handelt.


    Hat jemand eine Idee, wie man erkennen kann, ob es sich tatsächlich um eine "originale" Vodafone-Filiale handelt? :/


    Mich interessiert das nur so, ich will dort also keinen Vertrag abschließen. :)


    Beste Grüße

    Splendor

    Ist denn ein "VIP dritter Klasse" überhaupt ein VIP 8)?


    Und müssen VIPs überhaupt noch (natürlich nur mit einer 0171- oder 0172-Nr.) telefonieren ;)?

    Eben. Deswegen schrieb ich ja auch "albern". Kein echter "VIP" würde eine spektakuläre Handynummer haben. Ich kenne jetzt zwar keine wirklich wichtigen Menschen persönlich, aber ich kann mir gut vorstellen, dass solche Menschen öfter mal ihre Handynummer wechseln müssen. :D


    Noch eine kleine Anmerkung zu meinem Beitrag oben:


    Das war jetzt meine Meinung als "ernsthafter Sammler", der einen Preis aufrufen muss, wenn er eine Nummer als Verkäufer weiterreicht. Klar.


    Wenn ich den Sammler in mir mal beiseite stelle, dann sage ich, dass mir persönlich z.B. 0170 und 0173 grundsätzlich viel besser gefallen als 0177 und 0179. Denn aus heutiger Sicht hat es doch schon etwas überaus nostalgisches, wenn man seit deutlich über 20 Jahren dieselbe 0170 oder 0173 hat, die dann auch älter sind als sämtliche 0179.


    Aber gleichzeitig regt sich in meinem Nostalgiker-Kopf keine einzige Synapse, wenn ich eine 0160 sehe. Die 6 war damals schon eindeutig die Kategorie "die ganzen Vorwahlen kann sich doch kein Mensch mehr merken". Und das war noch Jahre vor 015x.


    Dennoch habe ich in meinem Bekanntenkreis auch "alte Hasen", denen es heimelig warm ums Herz wird, wenn sie eine 016x sehen. Die hatten nämlich ganz früher mal eine 0161. (Und natürlich ist für solche Leute dann nur eine 0171 77..... die einzig wahre D-Netz-Nummer. Denn das HLR 77 gab es damals nur für die C-Tel-Duocard, die eindrucksvoll dokumentiert hat, dass diese Person mal einen eigenen C-Netz-Anschluss gehabt hat.)

    Also die 0160 mag ja alles mögliche sein,aber definitiv keine Schrott Vorwahl.

    Kannst Du ja gerne so sehen. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass 0171/0172 XYXYXYX immer besser (und vor allem teurer, um mal beim Thema des Threads zu bleiben) sein wird als eine 0160 XYXYXYX (oder sonst eine spektakuläre Kombination).


    Um mal den albernen und oftmals inflationär verwendeten Begriff "VIP" heranzuziehen: ich würde mich als VIP dritter Klasse fühlen, wenn man mir eine 0160 andrehen würde. Die Vorwahl 0160 wurde nicht mal im letzten Jahrhundert "geboren" (freigeschaltet im Jahr 2000), an der ist rein gar nichts erstrebenswert. Selbst die Schrott-Vorwahl 0175 ist älter. ;)


    Schon 0170 und 0173 waren damals alles anderes als cool. Ich kann mich noch deutlich daran erinnern, dass selbst "normale" Menschen (also alle, die sich nie in einem solchen Thread herumtreiben würden) enttäuscht waren, als sie 1998 einen Vertrag abgeschlossen haben und keine 0171 bzw. 0172 mehr bekamen. Ich kenne sogar "normale" Leute, die sind extra zur Telekom gegangen, um bei Mannesmann keine "zweite" Vorwahl zu bekommen. (Die Telekom hat ihre zweite Vorwahl 1998 ein paar Monate nach Mannesmann eingeführt. Ich meine, ohne jetzt nachgeschlagen zu haben, dass die 0173 im März 1998 und die 0170 erst im August 1998 veröffentlicht wurde. Es lagen jedenfalls ein paar Monate dazwischen.)


    Aber ja, es gibt freilich noch viel schlimmere Vorwahlen als die 0160. Alles unter 015xx z.B. Mit so etwas würde ich mich als Mensch über 40 tatsächlich fast schon schämen. Aber einige jüngere Leute hier im Thread müssen sich eben daran gewöhnen, dass unter echten bzw. ernsthaften Sammlern der Begriff "Schrott-Vorwahl" gewissermaßen ein Fachbegriff ist und alles abseits von 0171, 0172, 0177 und 0179 bezeichnet (wobei 0177 und 0179 in einer deutlich untergeordneten Klasse zu verorten sind).


    Will sagen: "Schrott-Vorwahl" ist kein Begriff, den ich irgendwie erfunden habe. Im Gegenteil. Den habe ich im Laufe der Jahre von all den anderen Sammlerinnen und Sammlern gehört, von denen ich "gelernt" habe und die – selbstverständlich! – nur 0171 und 0172 in ihren "Vitrinen" stehen hatten.


    Alles andere wurde auf eBay an die Unwissenden verhökert. (Das hat sich ja teilweise bis heute gehalten.) :D

    0160 waren jetzt einige bei Telekom drin. Mir eine xyzzzzz geschnappt. Was ich festgestellt habe: sucht man eine bestimmte Kombination ist das Ergebnis bei alle Vorwahlen ein anderes als wenn man die einzelnen Vorwahlen durchprobiert sprich bei z.b. 0170 kann eine gesuchte Kombination gefunden werden die bei der Auswahl alle Nummern nicht angezeigt wird.

    Schöne Kombination. Schmälert den potentiellen Wert der Nummer allerdings durch die Schrott-Vorwahl 0160.

    Das ist mir neu, danke für diese Info. In der früheren Vergangenheit wollte man sowas jedenfalls nicht machen

    Auch in der früheren Vergangenheit war das kein Problem. Meine erste Wunschrufnummer habe ich direkt bei Einführung der Option auf einen Vertrag von Mai 1997 gebucht. Meine letzte (die 0171 XYXYXYX) vor drei Wochen auf einen Vertrag von August 1999.


    Edit: Beide Verträge hatten insgesamt etwa 10 Wunschrufnummern. Auf dem Vertrag von 1997 habe ich zudem nie die 24,95 EUR Gebühr bezahlen müssen. 8) Am Telefon sagte man mir mal, weil ich "so ein langjähriger treuer Kunde" sei. Auf dem Vertrag von 1999 war die Gebühr hingegen immer fällig. Keine Ahnung, wo die Telekom da die Grenze gezogen hat.

    Nein, Wunschrufnummer sind nur mit Neuvertrag buchbar oder mit Zusatzkarten

    Das stimmt so nicht. Man kann auf einem bestehenden Telekom-Mobilfunkvertrag völlig problemlos auch mehrmals eine Wunschrufnummer buchen. Ich habe hier einen alten Vertrag, der hatte in den vergangenen Jahren schon einige Wunschrufnummern. ;)


    Der einzige Fallstrick könnte die bestehende Kündigung sein. Das habe ich selbst bei der Telekom noch nicht ausprobiert. Bei Vodafone z.B. weiß ich, dass das dort nur bei ungekündigten Verträgen funktioniert. Dort gibt es auch ja "Wunschrufnummern", allerdings nur direkt vor Ort in der Filiale (auch auf bereits bestehende Verträge, auch wenn man oft liest, das ginge nur bei Neuverträgen). Dort habe ich neulich eine 0172 geordert. Allerdings war der Vertrag bereits gekündigt. Um die Wunschrufnummer zu bekommen, musste ich die Kündigung zurückziehen. Das war aber kein Problem. Nachdem die Nummer am nächsten Tage auf den Vertrag geschaltet worden war, habe ich erneut gekündigt.

    Ja, das mag technisch stimmen, ändert aber nichts daran, dass die Telekom das anders sieht als die Bundesnetzagentur. ;)

    Für mich endet dort die letzte Ziffer der Vorwahl wo die Mailbox-Durchwahl beginnt. Somit ist für mich eine 0151 vierstellig. Die BNetz Agentur ist mir da ziemlich egal was sie für Vorstellungen hat.

    Eben. Die Telekom sagt: 0151 ist die Vorwahl. :)

    Danke für den Hinweis. Zumindest sind beide 0171 Nummern laut HLR faq keine Prepaid Nummern, aber gut das im Hinterkopf zu haben.

    Na das ist doch schon mal was. :):thumbup:


    Und wie gesagt: im Prinzip ist es ja auch egal. Da achten "normale" Menschen eh nicht drauf. Beim Sammeln bzw. Verkaufen spielt das aber auch heute noch eine Rolle, denn für eine 0171 3x3x3x3 kann ich als Verkäufer grundsätzlich einen höheren Preis verlangen als für eine 0171 1x1x1x1 – vor allem wenn ich mir vor Augen halte, dass die Käuferin oder der Käufer auch Ahnung von Mobilfunk-Geschichte hat. ;)