Hallo,
die Problematik ist doch klar:
Die Netze sind überfüllt, weil Smartphones und die Tarife dazu immer bezahlbarer geworden sind.
GSM/GPRS ist zu langsam, Hochrüstung auf EDGE erschien zu teuer, also gleich Umstieg auf UMTS.
UMTS läuft voll, weil es da systemtechnische (prinzipbedingte, hängt nicht am jeweiligen Netzbetreiber) Überlastprobleme gibt, die man vorher wohl so nicht erwartet hat.
Jetzt Umstieg auf LTE. Dabei werden die Leute mit GPRS/EDGE "vergessen" (da hat man wohl keine Lust mehr, was nachzurüsten) und die mit UMTS sollten doch gleich auf LTE wechseln.
LTE ist aber andersherum ein Premium-Produkt und noch lange nicht überall vernünftig verfügbar.
Vodafone hat wie E-Plus und o2 zu wenig "eigene Leitungen" zwischen den Sendern und ihren Vermittlungsrechnern, Mieten kostet Geld.
Es gibt bei Vodafone keinen, der mal richtig viel Geld ins Netz und die Leute pumpt und den Mut hat, das 2-5 Jahre konsequent durchzuziehen.
Und es gibt keinen, der den Mut hat, klare einfache Tarife zu stricken, die nicht superbillig sind, aber klar verständlich. Schlaue Kunden würden dann begreifen, was sie für ihr Geld bekommen und würden es ausgeben. Sparsame Kunden wüßten, daß sie für weniger Geld halt weniger Leistung bekommen.
Einfach nur am Personal zu sparen, klingt bwl-mäßig cool, aber wenn keine Leute mehr da sind (die sich auskennen) ist Ende der Veranstaltung, weil die Kunden dann irgendwann (und sei es nach 16 Jahren...) abhauen.
Kunden von D1, E-Plus, o2 mögen heute noch über VFD2 schmunzeln ("Geschieht denen Recht") das ist aber zu Kurz gedacht. Demnächst gibt's nur noch D1, o2-Plus und hoffentlich noch Vodafone (oder ein Nachfolger) oder bleiben am Ende nur noch zwei oder schlußendlich nur noch 1 Netzbetreiber übrig? Und wer schmunzelt dann?
Ob es am Ferdinand Braun Platz Begeisterungsstürme auslöst, wenn wir alle unsereVodafone-D2 (oder Provider im D2-Netz) SIM-Karten einmotten oder verfallen lassen oder kündigen? Sicher, das Netz wird auf den ersten Blick ein wenig "entlastet"... und dann?