Hallo,
ich bin aus Barcelona zurück 
Ich wars, der den Tweet "o2 stellt die Tariflandschaft auf den Kopf" geschickt habe, denn auf den ersten Blick sieht das ja schon toll aus "Telefonieren und SMS kostenlos" 
Ich könnte mir gut vorstellen, daß einige den 19,99 Euro Tarif buchen und es einfach mal versuchen, ob sie mit den 50 MB irgendwie doch auskommen, durch Ausweichen auf auf WLAN (neudeutsch WiFi) oder ne Zweitkarte könnte es vielleicht hinhauen. Da o2 das wohl vorhergesehen hat, bieten sie ja Upgrade Daten-Packages an 
o2 sagt, daß der Durchschnitts-Nutzer mit seinem Smartphone 83 Minuten am Tag surft oder emailt oder chattet, aber nur 7 Minuten spricht, da hat ganz klar eine Verschiebung statt gefunden.
Ich habe o2-Chef Rene Schuster gefragt, ob er nicht befürchtet, mit den neuen Tarifen jetzt "tot telefoniert zu werden", seine Antwort lautet nein.
Wer gehofft hat 20 GB für 20 Euro oder 10 GB für 10 Euro zu bekommen, ist enttäuscht, denn das kann nicht funktionieren.
o2 hat Netzlastprobleme, gar keine Frage und die können sie nur lösen, indem sie ganz viel Geld in den Netzausbau stecken, um die verzigfachung des Datenverkehrs abfangen zu können. Würden sie jetzt 10 GB für 10 EUR anbieten, bliebe da nicht mehr viel übrig.
So sind die neuen Tarife psychologisch extrem raffiniert gestrickt. Für aktive Laufzeit-Nutzer, die heute schon in einem "M" oder "L" Paket oder höher sind, wirds eindeutig günstiger.
Blöd: Der Tarifwechsel "zwischendurch" kostet künftig 100 Euro, egal ob nach oben (!) oder nach unten, o2 weiß das wohl, warum sie das eingeführt haben, ist schwer zu sagen, dem Veranwortlichen sollte man einen Crashkurs in Marktpsychologie verpassen 
Gut: Wenn man auf den Termin für die VVL wartet, kostet es weiter nichts 
Wer zwischen durch wechseln will oder muß, soll einfach die 100 Euro durch die "Restlaufzeit" teilen und sehen ob das einen Sinn macht. Ich denke eher nicht. Sonst halt einfach nichts tun, bis eine VVL möglich ist oder notfalls den Vertrag regulär kündigen und ein anderes Angebot suchen.
Mir kommts so vor, als ob Vodafone die Telekom gar nicht mehr als "Konkurrenz" wahrnimmt (weil deren Netzqualität in der Branche als sehr gut und unerreichbar gilt), stattdessen haut jetzt Vodafone wie wild auf o2 ein und o2 "wehrt" sich nach Kräften.
Was ich sehr schade finde, daß o2 auch dieses Jahr wieder nicht (offiziell) in Hannover auf der CeBIT zu finden sein wird, außer als Gast an Unteraussteller Ständen (z.B. Huawei, nfon und noch einer, http://www.cebit.de weiß mehr). Liegt vielleicht auch daran, daß die CeBIT dieses Jahr extrem kurz nach Barcelona (Mobile World Congress) stattfindet.