Hallo,
ich würde mich - speziell bei o2 - von der Vorstellungen verabschieden, daß LTE eine flächendeckende superschnelle mobile Datenversorgung bieten kann. Dafür ist - speziell bei o2 - im Moment überhaupt kein Geld vorhanden.
LTE ist im Moment eine Alternative zu kabelgebundenen Versorgungen entlegener Gebiete oder Gebiete, wo klassisches DSL - warum auch immer - nicht verfügbar ist.
Telefonie über LTE (VoLTE) wird erst später kommen und "wurmt" die Netzbetreiber, weil das pures VoIP ist, das auch ein OTT (Over the Top Player) anbieten könnte, wovon die "Netzbetreiber" erst mal nix haben. Da wirds noch schmerzhafte Anpassungsprozesse geben.
o2 müßte m.E. mal bei den Basics anfangen und die bestehenden GSM-Funklöcher stopfen, das GESAMTE Netz mit GPRS-EDGE ausrüsten und dann daran gehen, ein einigermaßen vernünftiges zusammenhängendes 3G HPSA -Netz dazu aufzu bauen. Die Aufrüstung auf LTE ist dann am Ende nicht mehr so dramatisch, weil bestehende Standorte einfach erweitert werden können. (Ein Schrank mehr und ne Antennenweiche oder u.U. noch 3 Antennen mehr dazu 
Problem ist : Es ist kein Geld da und "neue" Standorte sind kaum noch durchsetzbar, weil die Bevölkerung bei "sichtbaren Masten" ein gerichtlich festgestelltes "Recht" auf "Verhinderung" hat. "Unsichtbare" Masten kosten wieder mehr.
Die wohl abgesagte o2-e-Fusion hätte eine rein theoretische Chance auf besseren Netzausbau gehabt, aber vermutlich hätten die "Kostenrechner" versucht, mit minimalem Aufwand maximale Wirkung zu erzielen.