Hallo,
die Meinung von "mm3" und seinen Geschwistern im Geiste kann ich schon nachvollziehen. Da verdienen Welche auf dieser Welt viel Geld, während man selbst sehen muß,wo man nächsten Monat steht.
Und wenn man Festnetzpreise mit Mobilfunk vergleicht, sind 1 Cent/Minute darunter gegen über 9 Cent (oder leicht darunter) nach wie vor ein Unterschied.
Zur Einstimmung vielleicht ein Interview mit René Obermann
Und dann ein Rechenspiel:
Jemand baut eine Sendestation auf und stellt eine Mobilfunkvermittlung hin und bietet Mobilfunk an. Das kostet ihn - sagen wir mal 500.000 Euro.
Nun bekommt er 1 Kunden, der 1 Minute spricht, also kostet die Minute 500.000 Euro. Dann ist das Netz bezahlt, dann bleiben nur noch die Kosten für Strom, Personal und die Rücklagen, weil die Technik nach 3-4-5 Jahren veraltet sein dürfte und was "Neues" Her muß.
Nehmen wir an. dieser Netzbetreiber bekommt 1000 Kunden, die zahlen "nur" noch 500 Euro.
Stellt der Netzbetreiber 10 Sender dazu, bekommt er mehr Kunden, weil die Versorgung besser wird. Die 10 Sender kosten zwar Geld (vielleicht nochmal 500.000 Euro?) aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit, daß Kunden kommen und telefonieren deutlich gestiegen.
Was ich damit sagen will: EIn Netzbetreiber hat feste Kosten, unabhängig davon, ob das Netz genutzt wird oder nicht.
Die Kunst ist nun, das Netz auszulasten, aber nicht zu überlasten.
Was ein Netz wirklich "kostet" können interessierte Laien und selbst Fortgeschrittene oder Insider nur schwer abschätzen.
Wir können nur den Markt aufmerksam beobachten und dort "zuschlagen", wo es uns günstig erscheint.
Was ich sagen will: Immer weiter sinkende Preise sind toll, sind aber nicht ohne Nebenwirkungen zu haben!
Preissenkungsfaktoren können sein:
- Ausgereifte Technik ist quasi schon bezahlt, kostet also nur noch den Materialwert plus Gewinn. ABer wer legt Geld zurück für Nachfolge Technik?
- Eingesparte Technik, muß nicht auffallen, bis was passiert.
- Eingespartes Personal, muß erst mal nicht auffallen, bis was passiert
- Eingesparte Netzversorgung fällt auf, weils nicht geht
- Eingesparter Ausbau, fällt auf, weil es nicht geht oder überlastet ist.
So in etwa verständlich?