Beiträge von flo1982m

    Getan hätte es vielleicht schon. Aber der Wettbewerb wird schärfer. Bei 9 ct. pro Minute kostet ein Fonic-Kunde o2 Geld, wenn er über das D1-Netz telefoniert. Und wahrscheinlich liegt die Schwelle noch deutlich höher, da das Roaming-Abkommen aus einer Zeit datiert, als Mobilfunk noch Luxus war und den Netzbetreibern entsprechend Traummargen bescherte.


    Hinzu kommt, dass das Roaming eine Wettbewerbsverzerrung darstellt, da davon o2 und T-Mobile profitieren. Die Spielregeln sollten aber meiner Meinung nach für alle vier Netzbetreiber gleich sein, wenn man vier Lizenzen vergibt. Deshalb bin ich auch froh, dass die E-Netze nun mit EGSM-BTS gestärkt werden.


    Als dritter Punkt: Kein Unternehmen will aus marketingtechnischen Gründen, dass sein Kunde ständig den Namen der Konkurrenz "vor Augen geführt" wird - in diesem Fall sogar im wahrsten Sinne des Wortes. National Roaming ist ein Zeichen von Schwäche, dass man selber nicht in der Lage ist, ein bundesweites Netz aufzubauen.
    Zu dieser Marketing-Problematik kommt hinzu, dass man auch knallhart vom Konkurrenten abhängig ist, wenn der Markt sich verändert, so wie er es seit dem Start von simyo und Base tut. Da wird aus so einem Roaming-Vertrag ganz schnell ein Knebelvertrag und die zunächst für o2 günstige lange Laufzeit zum Problem. Außer man nutzt die Zeit, um sein Netz auszubauen, was o2 lange Zeit nicht gemacht hat.


    Richtig gewesen wäre damals, als o2 als vierter Betreiber kam, ein temporäres Roaming zuzulassen, so wie es auch z.B. in der Schweiz oder bei T-Mobile UK prakiziert wurde. Damit wäre auch ein Wettbewerbsvorteil, wie im zweiten Punkt geschildert, nur temporär. o2 wäre unabhängiger vom Markt gewesen, als Base und simyo startete und hätte entsprechend (als kleinster Betreiber fast ein Muss!) mit den von E-Plus gesetzten Kampfpreisen mitziehen können. Stattdessen kam ja diese unsägliche "Premiumstrategie" vom Rudi, mit einem Netz wie ein Schweizer Käse.


    --> o2 tut im Moment genau das richtige, sein Netz auszubauen und durch das Roaming mit D1 ist das genau auch der Maßstab, wie das Netz Ende 2009 stehen muss. 100% Abdeckung wird es nie geben (in meiner Heimat ist D1 im Vergleich zu D2 und E-Plus sehr schlecht, deswegen tu ich mir immer schwer, D1 als Modell hinzustellen, aber ich weiß, dass es in anderen Regionen anders ist). Aber o2 muss, auch mit Hilfe der EGSM-Sender jetzt, eine D-Netz-Versorgung hinkriegen. Ansonsten stellt sich die Existenzberechtigung ganz schnell. 10 ct. pro Minute krieg ich mittlerweile auch bei Bildmobil und Congstar. Eine Homezone gibts bei T-Mobile und Vodafone. Und da ist das Netz wirklich Premium, und entsprechend entscheiden die Kunden.

    Oder o2 müsste seine PLU-Zeiten verkürzen, beispielsweise auf 1h, wie es Vodafone handhabt. Vodafone und o2 haben ja relativ große Location Areas, da würde das wahrscheinlich schon Sinn machen.


    Bei E-Plus und T-Mobile sind die LAs ja viel kleiner, bzw. herrscht bei E-Plus ein totales LA-Chaos. Dadurch finden aber öfters PLU statt und die Gefahr, dass man detached wird, ist dementsprechend kleiner.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    entschliesst sein eigenes Netz auszubauen um in Zukunft auf das T-Mobile Roaming verzichten zu können, finde ich da durchaus okay, aber es ist auch keine so bemerkenswerte Leistung.


    Es geht hier ja nicht darum, ob es eine "Leistung" ist oder nicht, sondern darum, dass ein GSM-Vollausbau absolute Grundvoraussetzung ist, als Netzbetreiber überhaupt ernst genommen zu werden.


    Danach kommt erst, nach ganz langem Abstand, UMTS, das jedoch zweifelsohne wichtiger wird, vor allem im Zusammenhang mit HSDPA.


    Mir ist es lieber, ich hab in einer klein- bis mittelgroßen Stadt kein UMTS, dafür in der Stadt, sowie im Umland eine saubere Indoor-GSM-Versorgung. Die Netzbetreiber werden immer noch von der breiten Bevölkerung zunächst einmal nach der GSM-Netzabdeckung getestet. Und wenn die unter 99% der Fläche liegt, braucht mir keiner mit der 3. Erweiterung von UMTS kommen.

    [QUOTE] Original geschrieben von Martyn
    allerdings ist die GSM Abdeckung etwas was selbstverständlich sein sollte, und ist deswegen mehr ein Mindeststandard als ein Qualitätsmerkmal.
    /QUOTE]



    Und bei o2 ist das definitiv nicht selbstverständlich. Deswegen sollte der Fokus zunächst einmal beim GSM-Ausbau liegen und zwar flächendeckend und engmaschig und nicht a la E-Plus in den 1990ern, als die Grünen glaubten, mit einer BTS die Kleinstadt und das gesamte Umland versorgen zu können.


    Wenn das Netz bis Ende 2009 in meiner Region nicht auf einem akzeptablen Niveau ist, werd ich kündigen. Die Konkurrenz ist groß.

    Zitat

    Original geschrieben von maestro
    Ich denke nicht, dass es nur noch 5% sind. Ich denke schon, dass es mittlerweile 10% sind - langsam kommt es auch hier an.


    Maßstab für fast alle:


    Die Messlatte ist und bleibt die Indoor-Netzabdeckung - und zwar GSM.


    Ganz genau so ist es! Alles andere ist Spielerei. Klar wird UMTS und HSDPA immer wichtiger, aber so wichtig wie eine flächendeckende Netzversorgung ist nichts.

    Zitat

    Original geschrieben von hrgajek
    Hallo,




    Hast Du schon mal offiziell bei T-Mobile nachgefragt, ob sie das Loch schließen wollen? Gibts Bürgerinitiativen gegen Sender in Deiner Gegend?



    Nicht nur einmal hab ich da nachgefragt. Es hieß immer, dass kein weiterer GSM-Ausbau in diesem Gebiet geplant ist :flop:


    Bürgerinitiativen gibt es hier keine, hier sind die Leute noch froh, wenn sie überhaupt versorgt werden! Vodafone macht das seit 1993 und hat dementsprechend 90% Marktanteil und zwar nicht nur in diesem Bereich, sondern in der gesamten Region. Erst in jüngster Zeit wechseln einige zu E-Plus, da E-Plus hier inzwischen auch gut versorgt und preislich natürlich in einer anderen Liga spielt. T-Mobile ist hier vernachlässigbar.

    Ich nicht. Wir haben hier immer noch das gleiche Funkloch, das mehrere Dörfer umfasst:


    88515 Langenenslingen-Ittenhausen, -Dürrenwaldstetten, -Friedingen
    72501 Gammertingen-Kettenacker
    Hier geht indoor fast gar nichts, outdoor stellenweise. Es handelt sich hier um ein zusammenhängendes Gebiet und es ist schon mehr als beschämend, dass T-Mobile es in 15 Jahren nicht geschafft hat, diese Riesenlücke zu schließen, vor allem auch, weil eine stark befahrene Landstraße, die vom Verkehr her so manche Bundesstraße in den Schatten stellt, quer durch dieses Gebiet führt.



    Die Indoorversorgung von 88515 Langenenslingen ist ebenfalls bescheiden, vor allem im Vergleich zu Vodafone und E-Plus.