Was mich besonders nervt:
Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder!
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer!
Aktuell steht auf einem Aushang an der Uni:
FAQ:
Muss man/Frau sich rückmelden?
Wo kann man/Frau die Klausur abholen?
So ein Schwachsinn!!
Ich studiere Lehramt und bei Unterrichtsentwürfen schreiben viele "die SuS", was "Schülerinnen und Schüler" bedeuten soll. Wann erkennen die Deutschen (deutschen Feministinnen), dass Berufsangaben und Gruppenbezeichnungen neutral sind und "Schüler" sowohl für männliche Schüler als auch für weibliche Schüler gilt? In England sterben die weiblichen Berufsbezeichnungen aus, weil in den Augen der Engländer genau diese weiblichen Berufsbezeichnungen diskriminierend sind; nach dem Motto: Warum extra eine weibliche Bezeichnung verwenden? Ein Assistant ist ein Assistant, egal ob weiblich oder männlich. Ein Assistant kann gut oder schlecht sein, egal ob man (!) männlich oder weiblich ist. In England ist ein Maler männlich oder weiblich. Eine weibliche Form würde bei den Frauen in England die Frage aufwerfen, ob "eine weibliche Malerin" kein gleichwertiger Maler ist.
Dieser Argumentation kann ich sehr viel mehr abgewinnen, als dem deutschen Femininisierungstick. Und: NEIN, ich bin kein Macho!!
Und ich akzeptiere, dass die deutsche Sprache anders funktioniert als die englische. Ich hab sicherlich nichts dagegen, wenn ich eine Frau frage, was sie beruflich macht und sie mir dann antwortet: "Ich bin Schreinerin". Mich stören nur die Gruppenbezeichnungen, z.B. "Schreinerinnen und Schreiner arbeiten körperlich hart." Inzwischen darf man ja nicht mal mehr "Studenten" sagen, sondern nur noch "Studierende". Ist "Malende", "Lehrende", "Frisierende" der nächste Schritt?