Beiträge von el_emka

    Hab mal einen Blick über NRW schweifen lassen und da habe ich auch weiterhin keinen einzigen MOCN-Standort entdecken können, was mich hoffen lässt, dass das jetzt regionsweise aktiviert wird, denn kurz hinter der Grenze wird man dann recht schnell fündig:


    - Hatzfeld (Eder), auf der Sackpfeife, Telekom eNB 113405, O2 bisher weitgehend ohne LTE-Empfang

    - Biedenkopf, Hof Hachenberg, hier gibt es lt. Cellmapper nur eine Ecke entfernt einen MRT der Telekom (151797/178096), die EMF-Datenbank kennt aber einen Standort. O2 ist hier ansonsten nur mit Band 8 vertreten

    - Breidenbach, Telekom (171276) am selben Standort wie O2, O2 auch hier nur mit Band 8

    - Battenberg (Eder)-Dodenau, Telekom (144240), O2 nur mit GSM

    - Steffenberg-Niedereisenhausen, Telekom (123634), O2 nur mit GSM

    - Dillenburg-Eibach, Telekom (108961), O2 nur mit Band 1

    - Dietholztal-Rittershausen, Fa. Rittal, Telekom (113437), O2 nur mit GSM

    - Dautphetal-Holzhausen, Wurstberg, Telekom (144174), O2 nur mit GSM


    Und das war nur ein kurzer Blick über die Grenze hinaus.

    Ein Blick in die EMF-Datenbank sagt, dass es da auch nur zwei Sektoren gibt. Wenn man sich die Footprints genau anguckt, dann ist der fehlende Nordsektor (Zellen 25/37) mutmaßlich die Indoorversorgung des Einkaufszentrums.


    Der Bereich nördlich des Standorts wird ja von der 170858 gut mitversorgt und ich kenne jetzt die Gegebenheiten nicht, aber je nach relativer Höhe des Masts zum Dach könnte ein etwaiger Nordsektor problematisch bezüglich der Sicherheitsabstände auf dem Parkdeck sein.

    Das Problem hatte ich auch schon mal, aber da hatte sich herausgestellt, dass ich augenscheinlich in der Hosentasche die Einstellung zur Aufzeichnung von 4G-Zellen deaktiviert hatte. Hat leider ein paar Tage gebraucht, bis ich das gefunden hatte. Alternativ eine klassische Fehlerquelle: Ist GPS eingeschaltet?

    Das ist schon O2, keine Angst, sonst wäre der ja nicht in der Karte. In der STOB sind einmal oben zwei Sektoren, die zum Telekomstandort im CellMapper passen und darunter 3x drei Sektoren mit recht ähnlichen Sicherheitsabständen, was meist mit recht ähnlichen Frequenzen einhergeht, was in einer so ländlichen Lage für 700/800/900 spricht.

    Herrje... Schon wieder über den falschen Sender gesprochen. Hätte beim Blick auf die Karte nie gedacht, dass die 232765 in Olbersdorf steht und nicht in Zittau.


    An dem Standort würde ich tatsächlich die Grenznähe und das offene Gelände in Richtung Osten als Faktor für den mechanischen Downtilt sehen, wobei da die Frage wäre, ob der Sektor nach Westen auch so geneigt war/wird.


    Davon ab sind Tiltmotoren heute vielfach, wenn nicht meist, schon in die Antenne integriert und es ist aus der Ferne gerade bei Multibandantennen nur schwer zu erkennen, ob da noch zusätzlich ein Steuerkabel reingeht. (Beispielfotos hier: https://forum.huawei.com/enter…d.html?tid=686525&lang=en - RET ist hier der Remote Electrical Tilt)


    An einem 55m-Standort kann ich mir allerdings grundsätzlich nicht vorstellen, dass da kein fernstellbarer Tilt dran ist. Da lässt man jetzt auch nur jemanden raufklettern, wenn es absolut nicht vermeidbar ist. Ansonsten ist der Tilt auch Teil der STOB und kann dem zugehörigen Datenblatt entnommen werden. Die bekommt man recht unkompliziert und mittlerweile recht schnell (meine letzte Anfrage wurde noch am selben Tag beantwortet) über fragdenstaat.de.

    Wenn es nicht irgendwelche topografischen Bedingungen erfordern (bspw tiefe Täler vom "Klippenrand" versorgen), sollte der elektrische Tilt in der Regel ausreichend sein, um die gewünschte Abdeckung zu erzeugen. Durch die vertikale Installation kann man notfalls den Tilt reduzieren bzw. die "Keule" anheben, um ggf weiter entfernte Bereiche bei Ausfällen temporär mit zu versorgen.


    Wenn man die Antennen von vorneherein mit einem mechanischen Downtilt versieht, nimmt man sich diese Flexibilität. AFAIK haben die wenigsten Antennen (mangels Bedarf) die Möglichkeit, einen elektrische Uptilt einzustellen.



    Wobei beides bei besagtem Standort jetzt nicht so sinnvoll erscheint. Über den gegenüberliegenden Berg kommt man mutmaßlich ohnehin nicht drüber und so unfassbar tief ist das Tal an der Stelle jetzt auch nicht. Die Frage wäre also eher, warum die Antennen vorher so einen starken Downtilt hatten und nicht, warum sie jetzt vertikal installiert sind.


    Hatte vorangehenden Absatz auf Wehrsdorf bezogen.


    In Olbersdorf sieht es jetzt zwar nicht so anders aus, aber da könnte es sein, dass die Ausrichtung auch in Richtung Tschechien ist und es gelten recht strenge Grenzwerte, was an der Grenze an Feldstärke erlaubt ist. Mit einem mechanischen Downtilt kann man die Abdeckung recht zuverlässig begrenzen (wobei der Berg gegenüber trotzdem recht hoch aussieht, dass das kein Problem sein sollte, aber ich kenne mich vor Ort jetzt nicht so detailliert aus).


    Wie auch immer heute wird normalerweise immer der elektrische Downtilt bevorzugt, weil der jederzeit auch aus der Zentrale geändert werden kann.

    War mir vor zwei Wochen auch aufgefallen, hielt es aber für ein lokales Artefakt, weil ich im Downstream auch 338 bzw 353 MBit statt 300 MBit erreicht hatte. Jeweils im gemittelten Speedtest, keine Peakwerte. Konnte es aber außerhalb von Bamberg bislang nicht mehr reproduzieren.


    Ich mach mal später am Abend noch einen Speedtest auf dem Balkon (n78 kommt nicht bis ins Wohnzimmer) und werde berichten.