Beiträge von el_emka

    Wenn es nicht irgendwelche topografischen Bedingungen erfordern (bspw tiefe Täler vom "Klippenrand" versorgen), sollte der elektrische Tilt in der Regel ausreichend sein, um die gewünschte Abdeckung zu erzeugen. Durch die vertikale Installation kann man notfalls den Tilt reduzieren bzw. die "Keule" anheben, um ggf weiter entfernte Bereiche bei Ausfällen temporär mit zu versorgen.


    Wenn man die Antennen von vorneherein mit einem mechanischen Downtilt versieht, nimmt man sich diese Flexibilität. AFAIK haben die wenigsten Antennen (mangels Bedarf) die Möglichkeit, einen elektrische Uptilt einzustellen.



    Wobei beides bei besagtem Standort jetzt nicht so sinnvoll erscheint. Über den gegenüberliegenden Berg kommt man mutmaßlich ohnehin nicht drüber und so unfassbar tief ist das Tal an der Stelle jetzt auch nicht. Die Frage wäre also eher, warum die Antennen vorher so einen starken Downtilt hatten und nicht, warum sie jetzt vertikal installiert sind.


    Hatte vorangehenden Absatz auf Wehrsdorf bezogen.


    In Olbersdorf sieht es jetzt zwar nicht so anders aus, aber da könnte es sein, dass die Ausrichtung auch in Richtung Tschechien ist und es gelten recht strenge Grenzwerte, was an der Grenze an Feldstärke erlaubt ist. Mit einem mechanischen Downtilt kann man die Abdeckung recht zuverlässig begrenzen (wobei der Berg gegenüber trotzdem recht hoch aussieht, dass das kein Problem sein sollte, aber ich kenne mich vor Ort jetzt nicht so detailliert aus).


    Wie auch immer heute wird normalerweise immer der elektrische Downtilt bevorzugt, weil der jederzeit auch aus der Zentrale geändert werden kann.

    War mir vor zwei Wochen auch aufgefallen, hielt es aber für ein lokales Artefakt, weil ich im Downstream auch 338 bzw 353 MBit statt 300 MBit erreicht hatte. Jeweils im gemittelten Speedtest, keine Peakwerte. Konnte es aber außerhalb von Bamberg bislang nicht mehr reproduzieren.


    Ich mach mal später am Abend noch einen Speedtest auf dem Balkon (n78 kommt nicht bis ins Wohnzimmer) und werde berichten.

    Ad Trechtingshausen: Auf welchem Band jetzt die Daten flossen, kann ich mangels Einsicht nicht prüfen. Wenn LTE+ angezeigt wird, sollte i.d.R. aber auch Band 1 empfangbar sein, sonst gäbe es ja nichts zum Aggregieren. In Randbereichen kann es sein, dass der Sender das Endgerät nicht mehr hört, wobei die L1-Abdeckung im Cellmapper jetzt auch recht weitläufig aussieht.


    Also ich war vor zehn Tagen (etwas unfreiwillig) etwa eineinhalb Stunden in Bingen und davon die meiste Zeit am Hbf. Ich hatte während der gesamten Zeit Webradio laufen und keinerlei Aussetzer. Ich habe am Hbf aus Langeweile auch zufällig einen Speedtest gemacht, der 14,2 MBit down/15,3 MBit up geliefert hat. Sind jetzt keine berauschenden Werte, aber grundsätzlich würde ich da eine Nutzbarkeit unterstellen, auch wenn Bingen fast ausschließlich von Schnellausbauten versorgt wird, was jetzt meist auch nicht die beste Performance/Abdeckung mit sich bringt.


    Ein genereller Punkt zu deinen Beobachtungen: Ich entnehme diesen eine Bahnreise und möchte zu bedenken geben, dass es einige Züge gibt, deren Dämpfung einem Faradeyischen Käfig gleichkommt. Da können die Mobilfunkbetreiber auch nur begrenzt viel machen. Ein Beispiel: Ich hatte auf dem Bahnsteig in Lindau-Reutin -91dBm und im RE in Richtung Stuttgart ging es runter auf -117dBm vom selben Sender. Da macht man nur noch dicke Backen.

    Ist jetzt eher das Gegenteil von LTE-Ausbau, aber mir ist vor einiger Zeit aufgefallen, dass einer der O2-Standorte in Österreich aus der Netzabdeckungskarte verschwunden ist. Im Detail handelt es sich um die eNodeB 107655 in Hörbranz unweit des Bodenseeufers.


    Ich habe dem Sender heute mal einen Besuch abgestattet und tatsächlich ist dort nur noch ein einsames nach Deutschland gerichtetes Panel zu sehen, was von der Telekom betrieben wird:


    450px-DT_H%C3%B6rbranz_RuppFactory.jpg


    An der Bereitschaft des Dachvermieters kann es also augenscheinlich nicht gelegen haben. Entweder hat O2 also den Standort als übersflüssig erachtet, was ich mir nicht vorstellen kann, denn dann hätten sie sich den LTE-Ausbau auch komplett sparen können. Bleibt nur noch der Faktor, dass sich der Frequenzeigentümer in Österreich quergestellt hat, was für O2 an der Stelle (hier lief Band 3) je zur Hälfte 3 und A1 wären. Die Telekom hat bei den hier genutzten Frequenzen das Glück, dass sie in den hier genutzten Bändern 7 und 20 nur mit sich selbst verhandeln muss.


    Wobei ich mich frage, warum 3 oder A1 an dieser Stelle jetzt ein Fass aufmachen wollen würden, denn der Sender steht keine hundert Meter von der Grenze weg...

    Hallo in die Runde,


    bin gestern mit dem Zug von Friedrichshafen nach Ulm gefahren und war über den LTE / 5G Ausbau erschrocken. Außer in den größeren Städten war max. EDGE verfügbar. Hoffentlich rüstet o2 hier zeitnah nach.

    Mach mir Mut, da fahr ich diese Woche noch entlang...


    Heute waren die Bahnstrecken Lüneburg-Büchen-Rostock-Stralsund-Sassnitz dran. Lüneburg-Büchen war völlig in Ordnung. In Büchen selbst hing die Station völlig in den Seilen, weil der arg volle Regionalexpress gen Osten wahrscheinlich gut Last erzeugt hat. Durch MeckPomm hindurch dann teilweise zäh bis sehr zäh, mit wenigen Ausreißern.


    Zwischen Büchen und Rostock viel Komplett-Funkloch sowohl bei O2 als auch bei der Telekom. Da gab es nur noch Netzsuche.


    Hinter Rostock tendenziell besser als davor, obwohl die Scheiben der ODEG-Züge eine stärkere Abschirmung als die der DB hatten. (Beobachtung auf Basis von GPS-Empfang). Telekom tendenziell etwas besser, aber auch kein durchgehender 4G-Empfang, vereinzelt ist mir schwaches VF-MOCN untergekommen.


    Auf Rügen Richtung Sassnitz lag die Telekom dann wieder vorn, wobei auch hier gerne mal Edge anlag. In Lietzow ist in Bahnhofsnähe gerade ein neuer Mast im Bau, was der Versorgung der Bahnstrecke zu Gute kommen dürfte. Wer auch immer den aufstellt, bzw zu nutzen gedenkt.


    Überraschung dann am Königsstuhl auf Rügen, wo O2 stabiles L8 abliefert, die Telekom aber nur 2G aktiv hat.


    Nachtrag: Nachdem ich gerade nochmal die Daten auf dem Cellmapper angesehen habe, hat O2 am Königsstuhl zwischenzeitlich einen SRAN-Ausbau getätigt und ist mit L8+L9 am Start, was bei meiner Hardware nicht aggregiert werden kann weswegen es mir vor Ort nicht aufgefallen ist (und es genug anderes zu gucken gab...)

    Sicher, dass das der selbe Standort ist? In der O2-Karte haben die einen kleinen Abstand, und danach wäre die B3-Station auf dem Schornstein und die B20 auf dem Gittermast dahinter.


    Hinsichtlich der Konsolidierung auf einem Standort: In der EMF-Datenbank sieht man, dass O2 auf dem Gittermast nur drei Bänder beantragt hat und davon sind zwei für die Bänder 20 und 28 draufgegangen. Da das dritte Band einen ähnlichen Sicherheitsabstand hat, mutmaße ich da GSM auf 900 MHz. Und daraus mutmaße ich, dass am Standort nur Lowband-Antennen verbaut wurden.


    Man kann jetzt nur Mutmaßungen anstellen, warum das so ist. Das Erreichen der Maximallast auf dem Mast kann immer ein Grund sein, wobei jetzt nur ein weiterer Betreiber eine Etage drüber drauf sitzt. Da würde ich jetzt eigentlich noch keine Probleme sehen, aber man kann da ja nicht reingucken. Bleibt nur eine mögliche Kostenersparnis, weil die Antennen günstiger sind und ggf. der Mietvertrag für den Schornstein noch lange läuft, dass sich der Umbau schlichtweg noch nicht lohnt, der Schornstein hingegen keine nennenswert zusätzliche Last über die vorhandenen Highband-Antennen hinaus verträgt, was ich als wahrscheinlicher erachten würde als beim Gittermast.

    Lt. Netmonster haben die beiden o.g. Standorte (und dazu auch noch die 91637 in Dogern) jeweils n28, was man recht weitläufig empfangen kann. Demzufolge wird in einem recht großen Einzugsbereich der ULI (Upper Layer Indicator) gesetzt, was dafür sorgt, dass die Endgeräte 5G anzeigen. Die Feldstärke auf dem Balkometer ist aber die der LTE-Zelle, mit der man verbunden ist. Nur, wenn auch tatsächlich eine 5G-Verbindung anliegt, wird deren Feldstärke angezeigt (so jedenfalls meine Beobachtung auf meinem Endgerät, YMMV).


    Mit dem n28-Ausbau in deiner Gegend kommt auch noch die Problematik hinzu, dass viele Geräte keine Aggregation von zwei Low Bands, also LTE auf 800 MHz und 5G auf 700 MHz unterstützen. Dann zeigt dein Telefon zwar fröhlich 5G an, kann es aber nicht nutzen, weil bspw. nur ein Low-Band-Radio verbaut ist, und das kann man dann nur auf eine der beiden Frequenzen einstellen. Sprich, wenn du im LTE-Netz mit einer 800er-Zelle verbunden bist, dann kann man keine 5G-NSA-Verbindung mit der 700er-Zelle hinzuaggregieren. Welche Kombinationen von der Hardware unterstützt werden kann man für viele Geräte auf https://cacombos.com/ nachsehen.