Wenn es nicht irgendwelche topografischen Bedingungen erfordern (bspw tiefe Täler vom "Klippenrand" versorgen), sollte der elektrische Tilt in der Regel ausreichend sein, um die gewünschte Abdeckung zu erzeugen. Durch die vertikale Installation kann man notfalls den Tilt reduzieren bzw. die "Keule" anheben, um ggf weiter entfernte Bereiche bei Ausfällen temporär mit zu versorgen.
Wenn man die Antennen von vorneherein mit einem mechanischen Downtilt versieht, nimmt man sich diese Flexibilität. AFAIK haben die wenigsten Antennen (mangels Bedarf) die Möglichkeit, einen elektrische Uptilt einzustellen.
Wobei beides bei besagtem Standort jetzt nicht so sinnvoll erscheint. Über den gegenüberliegenden Berg kommt man mutmaßlich ohnehin nicht drüber und so unfassbar tief ist das Tal an der Stelle jetzt auch nicht. Die Frage wäre also eher, warum die Antennen vorher so einen starken Downtilt hatten und nicht, warum sie jetzt vertikal installiert sind.
Hatte vorangehenden Absatz auf Wehrsdorf bezogen.
In Olbersdorf sieht es jetzt zwar nicht so anders aus, aber da könnte es sein, dass die Ausrichtung auch in Richtung Tschechien ist und es gelten recht strenge Grenzwerte, was an der Grenze an Feldstärke erlaubt ist. Mit einem mechanischen Downtilt kann man die Abdeckung recht zuverlässig begrenzen (wobei der Berg gegenüber trotzdem recht hoch aussieht, dass das kein Problem sein sollte, aber ich kenne mich vor Ort jetzt nicht so detailliert aus).
Wie auch immer heute wird normalerweise immer der elektrische Downtilt bevorzugt, weil der jederzeit auch aus der Zentrale geändert werden kann.