Ich glaube es ist in jeder Hinsicht ein Gewinn, außer beim wichtigsten Punkt: dem Netz.
EIGENTLICH müssten beide Netze aufrecht erhalten bleiben, abgesehen von einigen Stationen in den Bergen, zB, zur Grundversorgung. Denn wenn man in beiden einzelnen Netzen Kapazitätsprobleme hat, wird es nicht besser, wenn dann zusätzlich die doppelte Last auf einem einzigen Netz ist. Auch bei Stationen, wo es in beiden Netzen keine Probleme gibt, wird es die spätestens geben, wenn die doppelte Anzahl an Kunden mit der funktionierenden Station surfen will.
Sinnvoll wäre es für o2/E-Plus sich an der Telekom zu orientieren, die haben ein funktionierendes Netz. In diesem Zusammenhang müssten die ländlichen Stationen beider Netze (gerade EDGE) bestehen bleiben, damit man problemlos surfen kann.
Aber nur, wenn man es der Telekom gleich macht, also das neue Netz auf deren Stand abbaut, dann natürlich weiterbaut (LTE), kann das Ganze Zukunft haben. (Dann wäre man natürlich ein richtig guter Anbieter.) Ansonsten wird es ein Vodafone 2 (wobei die durch Kabel Deutschland eine gute Infrastruktur hinter dem Netz bekommen) geben, oder schlimmstenfalls einen zweiten Teil von "Wir sind Einzelfall" mit noch mehr Problemen im Netz.
Bei der Kündigungssache sehe ich das so: Solange die Kunden keine Verschelchterung bemerken, wird es kein Kündigungsgrund geben (sofern sie nicht sowieso kündigen wollten). Wenn allerdings ein o2/E-Plus-Kunde nach der Zusammenlegung Probleme bemerkt, von der Fusion weiß (ich hoffe, die Kunden werden alle informiert), wird er Angst vor noch mehr Problemen haben und lieber kündigen.