Beiträge von peterdoo

    Viag Interkom war damals ein Unternehmen der Viag Holding mit einer Minderheitsbeteiligung von Telenor. Es gab damals einen Roaming Deal mit swisscom, der einerseits im Inland benötigt wurde um bei T-D1, Vodafone D2 und E-Plus zu roamen, aber auch im Ausland. Denn Viag Interkom hatte damals selbst nur eine kleine handvoll Roamingabkommen. Aktiviert werden konnte das swisscom Roaming indem man an die eigenltliche PIN eine 1 anhängte.


    Man wird bei 1&1 und Drillisch sicher keine zweite PIN mehr brauchen, in der Zweit der Fusion von o2 und E-Plus konnten ja auch beide Netze genutzt werden, und man brauchte keine zweite PIN.

    Vielen Dank für die Korrektur. Es stimmt, es war die Swisscom. Telefónica hat es ähnlich für einige andere Netzbetreiber in Europa gemacht. Genauso mit einer zweiten Identität in der SIM.


    Bei o2 und E-Plus haben die beiden Netze die beiden Identitäten akzeptiert. Beim richtigen Roaming ist es anders. Da wird ein Netz z.B. in den USA die 1&1 SIM nicht akzeptieren, außer 1&1 oder OrangeFR vereinbart das mit dem US-Netzbetreiber. Und natürlich mit allen anderen Netzbetreibern in der Welt. Ich würde an die zweite OrangeFR Identität in der SIM tippen, was meistens gewisse Probleme mit sich bringt. Es dauert viel länger oder man muss manuell nachhelfen oder es läuft bei bestimmten Geräten gar nicht.


    Beim nationalen Roaming gibt es noch immer Neugeräte, die es als Roaming anzeigen oder sogar die Aktivierung vom Roaming in der Handykonfiguration erfordern. Zum Glück immer weniger, aber es gibt die.

    Telefonica könnte nach der Umstellung 5G für (fast) alle Freigeben und schrittweise Frequenzen auf NR only umstellen. Beginnend mit B3 das im DSS-Modus läuft.

    Du meinst als Behinderungsmassnahme? Sicherlich nicht. Es ist noch viel zu früh für NR-only. Das würde auch O2-Kunden treffen. O2 verdient am jeden übertragenen GB der 1&1-Kunden und ist daran interessiert das diese möglichst viel Traffic machen.

    Sondern ob sie ihr Corenetz inklusive Erreichbarkeit aus anderen Netzen, Roaming etc pp so ans Laufen bekommen, dass ihre Kunden bei der Migration wenig unangenehmes merken bzw. wie bisher im wesentlichen nur das o2 Netz (jetzt halt im Roaming) nutzen können.

    Ja, das wird interessant sein, wie es mit dem Roaming laufen wird. O2 hat seinerzeit das Roaming über Telefónica realisiert. Mit einem abweichenden PIN-Code. Hoffentlich wird es bei 1&1 einfacher sein. Die Kunden müssen möglichst wenig Rückschritt beim Wechsel merken. Sonst wandern die ab.

    Vermutlich werden die Lizenzkosten langsam abgeschrieben und so die Steuern verringert.


    Einen Milliardenverlust kann man bei einer Sofortabschreibung mit nichts gegenrechnen weil man diese Einnahmen nicht hat. Über viele Jahre sammeln sich höhere Beträge an, die man so steuerfrei bekommt.


    In der Summe ist es weiterhin ein Verlustgeschäft, nur etwas weniger schmerzhaft.

    Die Netze sind inzwischen so groß geworden, dass vermutlich niemand mehr die Gesamtheit überblicken kann. Bei 1&1 geht das noch. Bei den anderen sind ja der Bau und die Wartung teilweise externalisiert. Was da genau passiert, kann niemand mehr wissen.


    Die Anträge auf die Genehmigungen können die nicht einreichen wenn die Standorte nicht zur Verfügung gestellt werden. Da müssen schon genaue Angaben stehen. 1&1 hat es nicht leicht, aber den anderen zu glauben, dass alles zugunsten von 1&1 gemacht wird und 1&1 von den Konkurrenten mit offenen Händen empfangen wird, während Herr Dommermuth die als nicht gleichberechtigte Partner behandelt und gnadenlos verhandelt, war einfach naiv. "Ich komme um die zu zerstören und die werden mir dabei noch helfen", war anscheinend sein Motto.


    Auch einen Lieferanten für das Netz zu nehmen, der noch nie in Deutschland ein Netz aufbaute und keine Ahnung hat, wie die Sachen in Deutschland laufen, war sehr riskant.


    Es wird schon. Die BNetzA braucht 1&1 nicht zu sanktionieren. Das Problem bereitet 1&1 ja schon genug Schmerzen und Kosten. Die haben ja die Tarife nur veröffentlicht, um bei der BNetzA was zeigen zu können. Und die Preise so hoch gesetzt, in der Hoffnung, niemand bucht es. Und bei einem Buchungsversuch versucht, den Kunden zu vertreiben. Es war sicherlich nicht gemeint, dass jemand das Netz in momentanen Zustand testen sollte und noch weniger irgendwas darüber zu veröffentlichen.

    Solange es keine öffentlich verfügbaren SIMs gibt, die das 1&1-Netz nutzen können, halte ich solche Aussagen auf Grundlage von Cellmapper für nur schwer belegbar. Man muss schon sehr gezielt vorgehen um mit einer SIM der drei Etablierten einen Standort von 1&1 zu finden. Den Aufwand werden sich nicht sooooo viele machen. Dass aber insgesamt zu wenig ausgebaut wird ist dennoch klar, sonst müsste 1&1 nicht so eine Geheimniskrämerei betrieben.

    Der Golem-Artikel bestätigt es. 94 Standorte sind gebaut, nur 14 davon senden.


    Man sieht es, dass Cellmapper innerhalb kürzester Zeit irgendwie doch alle findet.