Beiträge von elchris

    Und die Landwirte denken, dass es mit einem Tag Protest getan sei.:D

    Nur ein Tag, aber einer mit tollen Bildern in der Tagesschau - sowas gabs doch zuletzt in der Tagesschau vor 30 (nicht vor 20, da war das Land schon mitten auf dem Weg ins Desaster unter oh wunder, SPD Regierung) als die Stahlwerker ebenso eine 35h Woche forderten. Wie du richtig schreibst, in der Pflege geht es einfach so weiter - habe im Bekanntenkreis Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Zahnarzthelferinnen (ich gendere nicht, alles Frauen...) die sind ausgebildet, die sind lange Jahre im Beruf, die haben jeden Tag zu kämpfen und die Entlohnung ist einfach asozial. Es wird noch dauern bis die Nachkriegsgeneration, die nie hungrig ins Bett gegangen ist, deren Eltern in ihrer Lebenszeit nicht zu kämpfen hatten die Familie zu ernähren, wenn die weg sind und die Generation der Hartz 4 Kinder drankommt, könnte sich was ändern - die ältere Generation versteht bis heute nicht, wie der Ersatzdienst des Wehrdienstes großen Anteil am Zustand des Sozialsystems hat und das wieder einführen möchte, Zwangsdienst damit die Altenpflege nicht zusammenbricht, eine brunzdumme Generation.


    Ab übermorgen sind wir dran, der Beruf muss eine Option sein, nicht nur für absolute Bahnfreaks sondern für jeden normalgebildeten Schulabgänger. Wir dürfen nicht so weitermachen, uns mit im bisherigen Beruf gescheiterten/gefrusteten Leuten mittleren Alters, schnell auf Eisenbahn getrimmt, den Verkehr erhalten. In einer Zeit, in der alles nachhaltig sein soll, ist es der Beruf meistens nicht.

    Finde ich als baldiger DB-Mitarbeiter nicht. Wir sind in diesem Land nicht bei Wünsch dir was. Und eine 35 Stunden-Woche bei dem Gehalt (ich kenne die Gehälter mittlerweile) ist mehr als unverschämt.

    Als langjähriger DB Mitarbeiter schon. Erst ab einer gewissen Gehaltsstufe ist man in diesem Land bei wünsch dir was. Die 35 Stunden Woche wird dringend benötigt um langfristig noch Leute für den Beruf anzuziehen. Du darfst nicht 40 Stunden im gleichen Rahmen mit Wechselschichtdienst vergleichen. Für jeden Feiertag, jedes Wochenende muss ein Ruhetag genommen werden, diese erarbeitet man sich gewissermassen - auf unserem Vollzeitmodell (39 Stunden) hatte ich noch genau jedes vierte Wochenende vollständig frei, dass ich mal ein Jahr sowohl Weihnachten als auch Neujahr frei habe ist sogar auf meinem Teilzeitmodell (30 Stunden) nicht selbstverständlich. Und denke nicht, dass es bei den 35 oder 39 oder sonstwieviel ausgemachten Stunden bleibt, ich habe in 10 Jahren knapp 2000 Überstunden angehäuft (ich bin passend zusammengeklappt und habe mir ein halbes Jahr Auszeit neben Krankschreibung daraus ermöglicht, der Rest wurde ausgezahlt). Im absoluten Katastrophenjahr 2018 war meine Jahresarbeitszeit am 3. Oktober erreicht. Oft wurde der Planungseifer der Firma erst durch den Computer begrenzt, der absolute Grenzen für Wochen- und Monatseinsatzzeiten einprogrammiert hat und keine weitere 12 Stunden Schicht mehr ermöglicht. Sie haben jahrelang Menschen verbraucht, wir hatten in manchen Jahren 100 Leute in der Ausbildung, die sind nach wenigen Jahren erschöpft davongelaufen, der Anteil frühzeitig arg krank werdender oder gar versterbender Kollegen ist bei uns auffällig hoch - da der Staat unfähig ist, dem einen Riegel vorzuschieben ist das die einzig sinnvolle Maßnahme dieser Schinderei Einhalt zu gebieten. Ich würde es tatsächlich nicht starr machen sondern als flexible Modelle mit einer Berechnungsgrundlage bei 35 Stunden. Wer mehr kann und will, dem soll es auch offiziell ermöglicht werden und nicht auf Basis später auszahlbarer Überstunden.


    Und nein, die Entlohnung eines Eisenbahners in Deutschland ist nicht unverschämt, die ist verglichen mit der europäischen Konkurrenz katastrophal, was sich im Arbeitsergebnis wiederspiegelt und damit ein Puzzleteil für den Zustand des Eisenbahnsystems in Deutschland ist.

    Das wird noch dauern, erst wenn die Generation Bundespost weggestorben ist. Wann kam die Liberalisierung? 1998? Das sind jetzt über 25 Jahre und damals wie heute weigern sich meine Eltern von der Telekom weg zu gehen, obwohl sie die große Leistung für großes Geld garnicht brauchen. Aber: Festnetz ist die Telekom.


    Daher dürften recht wenige dieser Generation Anbieter wie HighMobile überhaupt kennen.

    Die Idee der Telekom ist ja ganz nett, aber deren Grundpreise sind einfach nur absurd (dafür erwarte ich mehr Leistung).


    Es fehlt mir ein passendes Angebot für ein Zuhause (mit Glasfaser), Eltern die wenig bis garkein Datenvolumen brauchen und zwei Teenager, da kommt man aktuell mit Prepaids günstiger weg wie die Kombiangebote.


    Da o2 nun auch Telekom Glasfaser verkaufen kann erhoffe ich mir hier mal preislich reellere Angebote.

    War gestern nochmal in Offenburg mit meiner neuen 1&1 SIM unterwegs und habe einen Speedtest mit meinem iPhone XS gemacht:


    262 23 hieße 1&1, oder?

    Die angezeigten Daten stimmen mit der Zelle in Offenburg überein. Wenn du gesichert im o2 Roaming bist und dann 262 03 erscheint, passts. Ansonsten ist das nur die HeimPLMN der SIM.