Wir haben erstmals den Zustand, dass die vorhandene technische Möglichkeit über der durch den Benutzer abgerufenen Leistung liegt, 4G (und auch DSL, daher erklären sich die Absatzprobleme von Glasfaser) sind soweit ausreichend, dass das Gros der Kunden die Evolution - bisherige Technologiesprünge im Mobilfunk waren Revolutionen - nicht wahrnimmt oder gar braucht.
Hier wird sich oft darüber beschwert, dass die Betriebsart SA bei 5G nicht direkt möglich war, dazu möchte ich auf die Bezeichnung Long Term Evolution für die weltweit verwendete 4G Technologie verweisen - 5G brachte im ersten Schritt erstmal deutlich mehr Bandbreite und war nötig um nicht mehr der Abwärtskompatibilität wegen vorhandene, 15 Jahre alte Begrenzungen weiter an der Backe zu haben.
Würde ein Netz 5G only Geräte benötigen wären die auch am Markt, selbst 1&1 verzichtet momentan darauf (hier werden Probleme mit dem Handover ins NSA oder 4G Vodafone Netz gemutmaßt), an quasi jedem Standort ist NSA heute schneller als SA, der Ping verbessert sich teilweise nur innerhalb der Messschwankungen. Ich selber habe bei Vodafone und o2 SA auf meinen Geräten ermöglicht, bei beiden Netzen habe ich seither kaum merkliche Vorteile in der Netzabdeckung, man muss schon auf 5G only schalten sonst versucht das Netz zu schalten und verhagelt es sich damit selber.
30% mehr Leistung bei 5G ggü. identischer Bandbreite und Signalstärke bei LTE dürften ein zutreffender Wert sein, nicht sexy für die Werbung, nur für technisch Interessierte überhaupt greifbar. Ende des Jahrzehnts wird sicherlich "6G" ausgerollt, das sorgt vermutlich im Hintergrund für nochmals effizienteren Netzbetrieb, ob man das unfallfrei in deutscher Sprache vermarkten kann werden wir sehen.

Er wird es nicht mehr erleben. RIP Ozzy 5G!
