Beiträge von Gallium

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Das ist schlimm ... aber ich glaube, religiöse Fanatiker sind noch mal eine ganz andere Liga, als politische.

    Das traue ich mir nicht zu, zu beurteilen. Was die Timoschenko allerdings für radikales Zeug von 'verbrannter russischer Erde' von sich gab, hat schon beängstigend fanatische Züge.
    Der derzeitige Ukrainische Präsident ist übrigens ihr Vertrauter.... aber das will in dieser korruptionsgesteuerten Führung eigentlich auch nichts heissen :rolleyes:
    Allerdings ist der Hass gegen Russland derzeit das Einzige, dass die oppositionellen Gruppen in der Kiewer Regierung zusammenhält.


    Edit: Stehen nicht hinter religiösen Fanatiker letztlich auch nur politische Interessengruppen (so, wie in Afghanistan)?

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    Original geschrieben von Mobilmeister
    Ebensowenig aber denke ich kann es an WA selbst liegen, da wären mit Sicherheit mehr Symbian Nutzer betroffen.

    Wieviele Symbian-Nutzer gibt es denn überhaupt noch und wieviele davon wollen whatsapp deinstallieren? Die meisten 'Deinstallationen' geschehen doch eher durch den Kauf eines neuen Gerätes :cool:
    Meine Erklärung ist auch nur eine These. Sie stützt sich darauf, dass bei mir dasselbe passiert ist und ich nachvollziehen konnte, dass WA sich in eigentlich geschützte Bereiche einnistete. Das war auch nur feststellbar, weil ich, wie erwähnt, eine selbst-gestrickte Firmware nutze, über die ich die nahezu vollständige Kontrolle und Übersicht besitze (Prüfsummen-Check). Ansonsten wäre Symbian bei mir auch schon längst eingemottet worden ;)


    1:1 übertragbar ist das natürlich nicht, da Du ganz andere Hardware nutzt.


    Hast Du denn jetzt mal ein Firmwareupdate gemacht (wenn ja welche) und mit einer neuen Sim-Karte gestartet?

    kues
    Zitat aus meine Wikipedia-Link zur Entstehungsgeschichte der Taliban:

    Zitat

    Islamische Widerstandskämpfer und Terrorgruppen nennen sich selbst Mudschaheddin, da sie ihre eigene Glaubensauffassung als den einzig wahren Weg ansehen.

    auch wessen geistig Kind die Taliban sind, geht aus dem Link hervor

    Zitat

    Um den Widerstand gegen die Sowjetische Besatzung in Afghanistan anzuspornen, hatten die USA unter anderem mehrere Millionen Dollar in militante Lehrbücher investiert....Auch die Taliban verwendeten die von den USA produzierten Bücher

    Taliban rekrutierten sich zunächst aus den Mudschaheddin, Mudschaheddin waren aber natürlich nicht alle Taliban.
    Insofern besteht in der Ukraine derzeit eine ähnliche Gefahr der Stärkung fanatischer Kräfte in den Reihen der Opposition ...und das durchaus auf beiden Seiten.
    Die radikale Grundhaltung hat Frau Timoshenko doch schon sehr unverhohlen zum Ausdruck gebracht :flop:

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Hatte wirklich jemand ernsthaft erwarten können, dass Gewalt anlässlich von massiven Ausschreitungen im Land "dosierbar" ist?

    Wieso sollte das jemand erwartet haben? Es war doch Ziel amerikanischer Außen- und Wirtschaftspolitik, die wachsenden Wirtschaftsverbindungen der EU ins Umland zu untergraben und die 'untreue', abdriftende EU wieder an Amerika zu binden.
    Es ist doch auffällig, wie sich ein Kreis von Krisenherden um die EU bildet und deren bis dato gute wirtschaftliche Kooperationen mit ihren Nachbarn zerstört. Stattdessen werden nun große Ressorcenmengen der EU benötigt, um die Krisenherde an ihren unmittelbaren Außengrenzen einzudämmen:
    Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien und nun die Ukraine.
    - divide et impera -

    Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Putin könnte zeigen, dass er in der Lage ist, das Gebiet schnell und unblutig zu befrieden

    Dann würde er dem Westen aber genau das Argument liefern, das gegenwärtig nur unterstellt wird. Außerdem kann er doch in Ruhe abwarten, bis sich die Ukrainer gegenseitig abmetzeln. Ein derzeitiger Einmarsch würde die Kiewer Oppositionsgruppen nur wieder vereinen.

    Zitat

    Möglicherweise reagiert Putin (oder muß reagieren) in irgendeiner Form...

    Das Einzige, das russische Truppen auf den Plan rufen würde, wäre ein Angriff auf die Krim.

    Zitat

    Die Putschisten- Armee und Putschisten- Sicherheitskräfte kannst Du in den Skat drücken (werden bei erstmöglicher Gelegenheit die Seiten wechseln).

    Da muss man differenzieren:
    Die reguläre ukrainische Armee ist teilweise schon auf der Krim übergelaufen und steht nicht geschlossen hinter der neuen Kiewer Führung.
    Die neue 'Nationalgarde' rekrutiert sich dagegen aus militanten Gruppen, die ähnlich wie die derzeitigen Separatisten im Osten sehr gut militärisch organisiert sind. Deren Kämpfer sind ideologisch hoch motiviert oder haben, wie es hier schon mal jemand ausdrückte, nie etwas anders gelernt.

    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    Das waren, glaub ich, nicht die Taliban, sondern die Mudschaheddin, welche gegen die SU gekämpft haben und durch den Westen unterstützt wurden. Später wurden diese dann von den Taliban (unterstützt durch Pakistan) gestürzt. Aber egal, wer soll da noch durchsehen.

    Mudschaheddin, auf deutsch: Diejenigen, die den heiligen Krieg betreiben sind jene 'Gotteskrieger' die während des Krieges gegen die SU von der CIA bewaffnet und radikalisiert wurden. Die Taliban sind eine miltärisch organisierte, ideologisch gefestigte Organisation, die sich nach dem Krieg gegen die SU ausgründete. Sie sind jene radikalen Kämpfer, der nach dem Krieg übrig blieben und dessen Kämpfer häufig nichts anderes gelernt haben als 'Berufs-Soldat' Taliban sind frühere Mudschaheddin-Kämpfer.
    Die Radikalen und Rechten in Reihen der sogenannten 'Nationalgarde sind in Ausbildung und ideologischem Fanatismus davon nicht allzu weit entfernt.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Haben wir den nicht schon seit heute?


    Schließlich haben die Putschisten Bürger in grünen Röcken erfolgreich angestiftet, auf andere Bürger im Osten loszugehen. Das war aus meiner Sicht der Startschuss.

    Bisher sind es nur einzelne, allerdings sehr gut organisierte paramilitärische Gruppen. Die Separatisten werden im Osten zwar wohlwollend von der dortigen Bevölkerung geduldet, besitzen aber (noch) keinen Rückhalt, da sie quasi die 'Personifizierung' des Bürgerkrieges sind, den natürlich niemand will. Die Akzeptanz ist in der Angst vor den radikalen Maidan-Kämpfern begründet.
    Sollten jedoch fanatische Nationalgardisten dort eingesetzt werden, würden Fronten innerhalb der Bevölkerung gezogen.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Eine letzte Alternative könnten noch Blauhelme sein, wie auf Zypern.

    Dafür müsste es Fronten geben, wo man trennen kann. Derzeit sind nur militante Gruppen beider Seiten im ganzen Land verteilt. Die Separatisten im Osten sind derzeit von Mitgliederzahl und Zusammensetzung mit den Maidan-Kämpfern vergleichbar. Mit jeder kommenden militärischen Konfrontation werden aber beide Lager Zulauf bekommen. Daher haben beide Lager kein Interesse an einer Deeskalation.... und der Kiewer Regierung entgleiten die Zügel zusehends :apaul:

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ich persönlich erwarte von Moskau eine Blitzaktion zur Einnahme der Gebiete ... um nach freien Wahlen in der Ukraine und Bildung einer legitimen Regierung dort wieder abzuziehen.

    Warum sollten sie das tun?
    Die Ukraine ist bankrott, die Menschen leiden noch mehr Not als unter Janukowitsch.
    Die Krim erscheint aus deren Sicht wie ein wirtschaftliches Paradies
    Das bestärkt russische Separatisten, unabhängig von möglichen weiteren idealistischen Motiven.


    Wie soll die Kiewer Regierung gegen solche Separatisten vorgehen?
    Mit regulären ukrainischen Truppen, die aus Soldaten bestehen, deren Familien ebenfalls unter der allgemeinen Not leiden?
    Mit der sogenannten 'Nationalgarde', deren Miglieder sich überwiegend aus Radikalen und Rechten rekrutieren?
    ... aber schon länger nach umfassender Bewaffnung verlangen :eek:


    Die, von Idealismus oder Fanatismus angetriebenen Rechten und Radikalen in der 'Nationalgarde' wären sicher bereit, die Ukraine (mit aller Brutalität) zu 'befreien' :rolleyes:
    Sind sie erst einmal umfassend bewaffnet, wären sie auch militärisch in der Lage, die Macht zu übernehmen.
    Aus deren Sicht ist eine Eskalation des Konfliktes also nur von Vorteil.
    Sie wären hinterher die Sieger innerhalb der derzeit nur bunt zusammengewürfelten Kiewer Regierung.


    Das Modell ist nicht neu. Auch die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan wurden einst von der US-Regierung gegen die Russen bewaffnet.
    Das alles kennen die Russen aus eigenem Erleben und sie werden daher abwarten:
    Entweder die Kiewer Regierung schlägt die Separatisten mit brutaler Härte nieder und wird dann die 'Geister' die sie rief nicht wieder los :rolleyes:
    ....oder sie geht halbherzig vor und nährt damit einen Bürgerkrieg :mad:


    In beiden Fällen können die Russen sich 'bequem zurück lehnen' und sagen: Bitte, da habt ihr Euren Salat - da seht ihr was heraus kommt, wenn der Westen seine 'Demokratie' exportiert.


    Also warum sollten sie jetzt mit ihrem Geld, mit ihren Soldaten intervenieren, wenn sie die Chance haben, später womöglich sogar als Friedenstifter gerufen zu werden?

    Zitat

    Original geschrieben von Lipfit2000
    Leider sind es aber 24A und keine 0,8A.

    Stimmt :gpaul:
    0,2Ah sind natürlich:
    0,2 *60= 12Amin *60 = 720As *kalkraschelinkopf* ;)
    Damit braucht man 720As/30s = 24A Ladestrom bei 5V
    So schnell, wie in meiner Rechnung vergeht eine Stunde dann doch nicht - '5' Setzen :D


    Dennoch steht einerseits nicht fest, welche Kapazität das Musterexemplar tatsächlich hat
    und mit welcher Spannung geladen wird.
    Bei getrennten Elektroden für Laden und Entladen, kann ohne Wandlungsverluste mit viel höherer Ladespannung gearbeitet werden.

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ein entsprechender Gegenwert sind die gekauften Treasuries bzw Mortgages - sofern fair bewertet.
    Aber beantworte mir doch mal die Frage: was genau kauft die FED und was würde die EZB kaufen?

    Klar, quasi die Gegenbuchung zum Ausgleich der Bilanz - soweit kein Problem. Man kauft zunächst nur das Versprechen, irgendwann Gegenwert dafür beanspruchen zu dürfen. Die Vermehrung führt aber dazu, dass alle übrigen Inhaber von ihrem bisher erworbenen Gegenwert-Versprechen (US-Bruttosozialprodukt) etwas abgeben müssen, ohne dass sie 'gefragt' wurden, denn das Bruttosozialprodukt wächst nicht adäquat.
    Irgendwo liegt bspw auch in China eine Schmerzgrenze, bis zu der man das toleriert, um die eigenen Exporte durch den 'Käufer USA' refinanzieren zu lassen. Die einsetzende Zurückverlagerung von Wertschöpfungsketten in die USA wird diese Schmerzgrenze allerdings weiter senken - eine Gradwanderung, die schnell mal Lemming-Charakter annehmen kann, zumal sich China (Dank Ukraina-Kriese) verstärkt Russland zuwenden kann :rolleys:
    Die amerikanischen Bestebungen spalten also in Lager mit protektionistischen Haltungen - nicht eben eine gesunde Entwicklung für uns

    Zitat

    Und wie du selber anmerkst: "gedruckt" wird bisher gar nichts. Gedruckt wird, wenn aus Buchgeld Bargeld wird.

    Ja, das mit den bildhaften Vergleichen ist natürlich immer so eine Stolperfalle ;)
    Problematisch ist jedoch, dass den Ausgaben des Staatshaushaltes, die damit finanziert werden zu einem wachsenden Anteil keine Werte mehr gegenüberstehen. Solange man damit Nachfrage ankurbelt, ist das vertretbar, da so die Basisbezugsgröße >Bruttosozialprodukt< ebenfalls vergrößert wird. Ob die Strategie, die auf Eis gelegten US-Gas- und Ölvorkommen nun zu reaktivieren, ein ausreichendes Gegengewicht schafft, wage ich zu bezweifeln - zumindest beim derzeitigen Preis
    Die bisherige Strategie, den Ölpreis immer wieder mal als strategisches Mittel zu missbrauchen (Stichwort Ukraine), wirkt unter diesem Aspekt nicht unbedingt vertrauensfördernd :flop:

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    Edit: gerade erst gesehen. Es sind 75 oder 80 Mrd pro Monat, keine 600! ;)

    Es sind übrigens derzeit 'nur' noch 60Mrd monatlich

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    Und genau hier sehe ich eine viel größere Gefahr als durch das "drucken": seit 2 Jahrzehnten exportieren wir nämlich unsere Inflation Richtung China und andere EM.

    d'accord

    Zitat

    ÖL und Gas wirst du nicht nehmen können, da sie quantitativ zu reichhaltig sind, vor allem durch neue Förderverfahren zu volatil auf der Angebotsseite...
    Strom kannst du nicht speichern...

    Da sind wir schon wieder bei der Stolperfalle 'Metapher'
    Ich sprach von Energie als Bezugsgröße, wollte diesen abstrakten Begriff jedoch ein wenig allgemeinverständlicher ausschmücken... damit habe ich augenscheinlich das genaue Gegenteil der Verständlichkeit erreicht :gpaul:


    Ok ich versuch's nochmal ;)
    Jedes Produkt einer Wertschöpfungskette enthält einen bestimmten Anteil an Energie. In jedem Produkt steckt eine genau zu beziffernde Menge an Energie. Im Umkehrschluss braucht jeder, der einen Mehrwert schöpfen will, dafür eine bestimmte Menge an Energie. Ich kann den Wert von Waren also durchaus in 'enthaltener Energiemenge' messen.... oder salopp: Der Mehrwert wird durch die Differenz des Energiegehalts beziffert.
    Auch Gas, Öl oder Strom müssen zunächst mit Energieaufwand gefördert werden, liefern aber unterm Strich einen Überschuss an Energie-Gehalt, der ihren potentiellen Wert widerspiegelt :cool: (hier hatte ich im vorangegangenen Post das Missverständnis provoziert - pardon)
    Es wird also nicht das potentiell,womöglich latent vorhandene Gas,Öl etc herangezogen. Das wäre, wie Du schon anmerktest, eine 'nebulöse' Größe.
    Im Gegesatz zur Bezugsgröße 'Bruttosozialprodukt' hätte die Bezugsgröße 'Energiegehalt' einige Vorteile:


    1. Es ist bereits heute leicht erkennbar, dass Energie asymptotisch zum Hauptbestandteil von Wertschöpfung wird; spiegelt also sehr realitätsbezogen 'Wert' wider. Die alten Wert-gebenden Bestandteile, wie bspw Lohn verlieren in Systemen heutiger informationstechnischer Wertschöpfungsketten immer mehr an Bedeutung (das konnte Marx übrigens auch noch nicht wissen :D )


    2. Im Gegensatz zu Systemen mit (begrenzter, nicht anpassbarer) Rohstoffdeckung (z.B. Golddeckung) passt sich der Wert der 'eingefangenen' Energie der jeweiligen Wirschaftsleistung quasi automatisch an (es besteht eine unmittelbare Abhängigkeit - siehe 1.)
    Zwar ist Energie unbegrenzt vorhanden aber nur die Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft bestimmt, wieviel davon 'eingefangen' werden kann. Energieeffizienz wird gleichzeitig auch wertbestimmend.


    Weitere Vorteile in ökologischer Hinsicht, Manipulationsresistenz, leichterer Handelbarkeit, keine Kriege um Rohstoffe usw usf ließen sich sicher gern diskutieren ;)


    Es gibt bereits eine Reihe 'Experimente', die die pragmatische Umsetzung dieser neuen Gelddeckung antesten: CO2-Zertifikate oder Bitcoin&Co seien beispielhaft genannt. Sie stehen in unmittelbarem Zusammenhang zu Energie, bzw spiegeln diese 1:1 wider. Andererseits kollidieren sie mit dem aktuell noch gültigen System (andere Interessenlage bei CO2-Produzenten) oder leiden unter der Anpassung daran (BitCoin besitzt absolute Begrenzung)
    Andererseits wird man nicht einfach einen Schalter umlegen können, um das alte System durch das neue zu ersetzen. Es wäre imho eigentlich Kernkompetenz einer grünen Partei, eine öffentliche Dabatte darüber zu führen, statt Vegidays zu veranstalten :p

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Das ist natürlich nicht so einfach "mit dem Geld drucken", schon gar nicht nach amerikanischem Vorbild.

    Also dann erklär mir doch bitte, wo bspw die afair 600 Milliarden Dollar herkommen, mit denen die FED jeden Monat US-Anleihen kauft. Ein entsprechender Gegenwert kann derzeit demgegenüber nicht ausgewiesen werden.
    Draghi will erklärtermaßen nichts anderes machen, falls erforderlich (Goldman-Sachs-Schule)

    Zitat

    Eigentlich hätten wir ja auch schon längst 10-20% Inflation haben müssen.

    Die Abwertung beträgt auch durchaus viel mehr als 20%. Summiere doch mal die bisherigen Inflationsraten über die Jahre mit Zinseszins ;) Allein wer alte DM-Preise kennt, wird das sehr gut aus eigener Erfahrung bestätigen können.
    Soweit nicht schlimm, weil bisher alles im vorgegebenen Rahmen lief.


    Wie Du vllt von der Börse kennst, werden Gewinne oder Verluste immer erst realisiert, wenn der Gegenwert eingefordert wird. Eine Inflation (also der realisierte Verlust des Geldwertes) tritt also erst dann zutage, wenn ihn jemand 'einlöst' Solange niemand für die utopisch großen Geldbestände etwas kaufen will, ist alles nur 'Buchwert'.


    Nach Aufhebung der Golddeckung zu Zeiten des Vietnam-Krieges (da gab's das Problem schon mal in ähnlicher Form) hat man das Bruttosozialprodukt der Staaten als neue Bezugsgröße herangezogen. Da Zinseszins eine exponentielle Größe ist, kann die reale Wirtschaft diesem Wachstum auf Dauer aber nicht mehr folgen.
    Mit Bankenrettungen, Kriegskosten etc haben sich die Staaten derart verschuldet, dass diese Art der Deckung nicht mehr reicht.
    Aus diesem Dilemma kann man sich entweder befreien, indem man den Geldwert den Waren anpasst (Inflation ist auch eine exponentielle Größe und daher dazu geeignet)
    ...oder eine neue Bezugsgröße findet (dazu gleich mehr)


    Bisher reichte die Inflation zur Kompensation des Schuldenüberhangs (also wo keine realen Werte dagegenstehen), da wir neben inländischer Inflation auch einen Teil davon quasi 'exportieren'.


    Für die immer größeren Geldmengen aus Zinseszins können nun keine adäqaten Gegenwerte mehr geschaffen werden (Gegenwert Bruttosozialprodukt). Also muss man sie in neuen Geld-Anlagen 'binden', damit niemand auf die Idee kommt, davon reale Waren kaufen zu wollen (salopp formulieret;) )
    Also braucht man neue Geldanlagen, die immer auf der anderen Seite neue Schulden bedeuten (ein Gläubiger muss immer einen Schuldner haben)
    Ein Teufelskreis, der mit dem bisherigen System nicht zu lösen ist.


    Es muss also etwas anderes her (These):
    So, wie es aussieht, könnte Energie in Form von Öl, Gas, Strom etc die neue Basis sein/werden. Energie oder vllt auch andere Rohstoffe werden in der Zukunft der bestimmendste Kostenfaktor der Produktion (aka Wertschöpfung) und könnten damit als neue Geldwert-Deckung das alte System ersetzen.

    Wie kommst Du darauf, dass die EZB keine politische Institution ist :confused: Sie hat neben IWF und Weltbank den größten politischen Einfluss, den man sich nur denken kann :apaul:


    Die Ukraine kann doch Sicherheiten begeben: Schiefergaslagerstätten und Kohle
    Janukowitsch wollte die übrigens nicht herausgeben bzw hat die Verträge mit Shell und Exxon nicht unterzeichnen wollen :nachtigaltraps: