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Original geschrieben von autares
Ein entsprechender Gegenwert sind die gekauften Treasuries bzw Mortgages - sofern fair bewertet.
Aber beantworte mir doch mal die Frage: was genau kauft die FED und was würde die EZB kaufen?
Klar, quasi die Gegenbuchung zum Ausgleich der Bilanz - soweit kein Problem. Man kauft zunächst nur das Versprechen, irgendwann Gegenwert dafür beanspruchen zu dürfen. Die Vermehrung führt aber dazu, dass alle übrigen Inhaber von ihrem bisher erworbenen Gegenwert-Versprechen (US-Bruttosozialprodukt) etwas abgeben müssen, ohne dass sie 'gefragt' wurden, denn das Bruttosozialprodukt wächst nicht adäquat.
Irgendwo liegt bspw auch in China eine Schmerzgrenze, bis zu der man das toleriert, um die eigenen Exporte durch den 'Käufer USA' refinanzieren zu lassen. Die einsetzende Zurückverlagerung von Wertschöpfungsketten in die USA wird diese Schmerzgrenze allerdings weiter senken - eine Gradwanderung, die schnell mal Lemming-Charakter annehmen kann, zumal sich China (Dank Ukraina-Kriese) verstärkt Russland zuwenden kann :rolleys:
Die amerikanischen Bestebungen spalten also in Lager mit protektionistischen Haltungen - nicht eben eine gesunde Entwicklung für uns
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Und wie du selber anmerkst: "gedruckt" wird bisher gar nichts. Gedruckt wird, wenn aus Buchgeld Bargeld wird.
Ja, das mit den bildhaften Vergleichen ist natürlich immer so eine Stolperfalle 
Problematisch ist jedoch, dass den Ausgaben des Staatshaushaltes, die damit finanziert werden zu einem wachsenden Anteil keine Werte mehr gegenüberstehen. Solange man damit Nachfrage ankurbelt, ist das vertretbar, da so die Basisbezugsgröße >Bruttosozialprodukt< ebenfalls vergrößert wird. Ob die Strategie, die auf Eis gelegten US-Gas- und Ölvorkommen nun zu reaktivieren, ein ausreichendes Gegengewicht schafft, wage ich zu bezweifeln - zumindest beim derzeitigen Preis
Die bisherige Strategie, den Ölpreis immer wieder mal als strategisches Mittel zu missbrauchen (Stichwort Ukraine), wirkt unter diesem Aspekt nicht unbedingt vertrauensfördernd :flop:
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Edit: gerade erst gesehen. Es sind 75 oder 80 Mrd pro Monat, keine 600! 
Es sind übrigens derzeit 'nur' noch 60Mrd monatlich
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Und genau hier sehe ich eine viel größere Gefahr als durch das "drucken": seit 2 Jahrzehnten exportieren wir nämlich unsere Inflation Richtung China und andere EM.
d'accord
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ÖL und Gas wirst du nicht nehmen können, da sie quantitativ zu reichhaltig sind, vor allem durch neue Förderverfahren zu volatil auf der Angebotsseite...
Strom kannst du nicht speichern...
Da sind wir schon wieder bei der Stolperfalle 'Metapher'
Ich sprach von Energie als Bezugsgröße, wollte diesen abstrakten Begriff jedoch ein wenig allgemeinverständlicher ausschmücken... damit habe ich augenscheinlich das genaue Gegenteil der Verständlichkeit erreicht :gpaul:
Ok ich versuch's nochmal 
Jedes Produkt einer Wertschöpfungskette enthält einen bestimmten Anteil an Energie. In jedem Produkt steckt eine genau zu beziffernde Menge an Energie. Im Umkehrschluss braucht jeder, der einen Mehrwert schöpfen will, dafür eine bestimmte Menge an Energie. Ich kann den Wert von Waren also durchaus in 'enthaltener Energiemenge' messen.... oder salopp: Der Mehrwert wird durch die Differenz des Energiegehalts beziffert.
Auch Gas, Öl oder Strom müssen zunächst mit Energieaufwand gefördert werden, liefern aber unterm Strich einen Überschuss an Energie-Gehalt, der ihren potentiellen Wert widerspiegelt :cool: (hier hatte ich im vorangegangenen Post das Missverständnis provoziert - pardon)
Es wird also nicht das potentiell,womöglich latent vorhandene Gas,Öl etc herangezogen. Das wäre, wie Du schon anmerktest, eine 'nebulöse' Größe.
Im Gegesatz zur Bezugsgröße 'Bruttosozialprodukt' hätte die Bezugsgröße 'Energiegehalt' einige Vorteile:
1. Es ist bereits heute leicht erkennbar, dass Energie asymptotisch zum Hauptbestandteil von Wertschöpfung wird; spiegelt also sehr realitätsbezogen 'Wert' wider. Die alten Wert-gebenden Bestandteile, wie bspw Lohn verlieren in Systemen heutiger informationstechnischer Wertschöpfungsketten immer mehr an Bedeutung (das konnte Marx übrigens auch noch nicht wissen
)
2. Im Gegensatz zu Systemen mit (begrenzter, nicht anpassbarer) Rohstoffdeckung (z.B. Golddeckung) passt sich der Wert der 'eingefangenen' Energie der jeweiligen Wirschaftsleistung quasi automatisch an (es besteht eine unmittelbare Abhängigkeit - siehe 1.)
Zwar ist Energie unbegrenzt vorhanden aber nur die Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft bestimmt, wieviel davon 'eingefangen' werden kann. Energieeffizienz wird gleichzeitig auch wertbestimmend.
Weitere Vorteile in ökologischer Hinsicht, Manipulationsresistenz, leichterer Handelbarkeit, keine Kriege um Rohstoffe usw usf ließen sich sicher gern diskutieren 
Es gibt bereits eine Reihe 'Experimente', die die pragmatische Umsetzung dieser neuen Gelddeckung antesten: CO2-Zertifikate oder Bitcoin&Co seien beispielhaft genannt. Sie stehen in unmittelbarem Zusammenhang zu Energie, bzw spiegeln diese 1:1 wider. Andererseits kollidieren sie mit dem aktuell noch gültigen System (andere Interessenlage bei CO2-Produzenten) oder leiden unter der Anpassung daran (BitCoin besitzt absolute Begrenzung)
Andererseits wird man nicht einfach einen Schalter umlegen können, um das alte System durch das neue zu ersetzen. Es wäre imho eigentlich Kernkompetenz einer grünen Partei, eine öffentliche Dabatte darüber zu führen, statt Vegidays zu veranstalten :p