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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Die gegenwärtige Gewalt und auch die Abspaltung der Krim ist in meinen Augen zweifelsfrei der Opposition zuzuordnen. Diese Opposition ist der Beginn einer Kausalkette, die zu all dem geführt hat, das wir jetzt sehen.
Man sollte aber nicht außer Acht lassen, dass die politischen Kräfte nicht einfach in schwarz/weiß unterteilbar sind.
Es herrscht ein ganz anderes Selbstverständnis von Posten in der Ukraine. Jeder ist bestrebt, aus übertragenen Ämtern so viel wie möglich für sich zu gewinnen. Familienmitglieder und Freunde unterstützen dies nach Kräften, da sie im Gegenzug erwarten dürfen, davon zu profitieren.
Aktuelles Beispiel ist Klitschko, der zugunsten des Schoko-Oligarchen verzichtet hat. Er kann sich darauf verlassen, dass er im Gegenzug als Bürgermeisterkandidat jede erdenkliche Unterstützung bekommt. Das ist sozusagen ein ungeschriebenes Gesetz auf das man sich in der Ukraina verlassen kann.
Wenn es opportun erscheint, wird man sich jederzeit wieder der 'Gegenseite' anschließen. Viele Mitgleider der jetzigen Regierung haben schließlich zuvor auch Janukowitsch an die Macht gebracht um davon zu profitieren:
...wessen Brot ich fress, dessen Lied ich sing.... 
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die sich diesem Korruptionskarussell entziehen. Zynischerweise muss man ausgerechnet die Rechten wegen ihrer ideologischen Grundhaltung davon ausnehmen.
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Humaner wäre der Konflikt auf der Krim nicht zu lösen gewesen ... Chapeau!
Naja, die Unterdrückung und Vertreibung von Minderheiten schafft auch wieder nur Hass. Dabei ist es auch letztlich egal, wer damit angefangen hat.
Freiheit wird immer an der Freiheit der anders Denkenden gemessen :top:
Im Gegensatz zu den Anfängen auf dem Maidan, wo man im Rest der großen Stadt Kiew eigentlich "gar nichts von den Krawallen mitbekommen" hat, herrscht heute in der ganzen Ukraine Angst, Misstrauen und Gewalt den anderen gegenüber
--> Ziel erreicht: divide et imera :flop:
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Original geschrieben von Truthahn
Mich würde nicht wundern, wenn Putin jemanden diskret bezahlt hätte (z.B. irgendwelche Berufs- Anarchisten), um die Gewalt in der Ukraine anzustacheln.
Natürlich treten sich in der Ukraine KGB und CIA überall gegenseitig auf die Füße :p Dass es jetzt nicht um eine neue demokratische Ordnung sondern die Abgrenzung von Einfluss-Sphären geht, bestreitet ja niemand. Und dass die US-Regierung sauer ist, weil ihnen ein paar gravierende strategische Fehler unterlaufen sind kann man sogar irgendwie nachvollziehen.
Man muss einfach anerkennen, dass die Russen die Menthalität der einfachen Leute besser verstehen. Die Krim ist auch ein Signal an alle anderen Ukrainer: Schaut her, so gut wird es Euch gehen, wenn ihr zu Russland 'gehört'. Die erbärmliche Armut in der Ukraine treibt die einfachen Leute in Putins Arme.
Die Amerikaner haben bisher ihre Kriege immer verloren, weil sie nicht die Herzen der Bevölkerung erobert haben. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und nagt am bröckenlnden Imperium: Vietnam, Afghanistan, Irak, Chile, Nikaragua...