Zwischen Östereich und der Ukraine gibt es aber einen entscheidenden Unterschied, der verhindern wird, dass dort wieder Frieden einkehrt: In Östereich gibt es keine Schiefergas-Vorkommen und entsprechende Fracking-Verträge mit Exxon und Shell.
Deshalb werden alle, die am meisten davon profitieren, am lautesten schreien. Timoschenko hat ja nicht zufällig den Beinamen 'Gasprinzessin' (was ich nebenbei viel zu verniedlichend für so einen gefährlichen Menschen halte)
Mit Deinen Beispielen hast Du natürlich Recht: Die US-Administration glaubt immer noch, mit ihrer ehemals imperialen Größe 'Rechte' durchsetzen zu können, die sie anderen so nicht zubilligen will.
SIe haben augenscheinlich aus alten Fehlern bisher auch nicht gelernt:
Den Reichtum, den sie aus dem friedlichen Wiederaufbau Europas nach dem Weltkrieg geschöpft haben, verloren sie auf einen Schlag mit dem Vietnam-Krieg (damals musste deshalb die Golddeckung des Dollars aufgegeben werden)
Afganistan und Iraq haben die Verschuldung in ungekannte Dimensionen getrieben, die nahezu handlungsunfähig machen.
Daher suchen sie nach ihrem Weltverständnis wieder einen 'Sieger-Krieg', wie seinerzeit nach 1945. Aus ihrer Sicht hat der 2.Weltkrieg im Ergebnis nur Vorteile für sie gebracht, denn sie haben ja nie einen Krieg auf eigenem Boden erleben müssen. Eine andere Strategie haben sie in ihrer kurzen Geschichte noch nicht erlebt.
Die Mehrzahl der Amerikaner kennt Krieg nur aus PC-Spielen, Hollywood-Filmen, Hollywood-artigen Nachrichtensendungen etc. Im Gegensatz dazu haben sich die Russen eigentlich bis heute nicht vollständig von den Schäden des 2WK erholt. In jeder russischen Familie gibt es heute noch die Erinnerung an Familienmitglieder und Familienbesitz, die dem 'großen Vaterländischen Krieg' (wie sie es nennen) geopfert wurden. Die wissen aus eigenem Erleben, was Krieg bedeutet und haben daher Angst vor dem, was aus Sicht der US-Regierung vllt nur 'strategisches Geplänkel' ist.
Ich bin mir nicht mal sicher, ob Obama und Co sich überhaupt bewusst sind, auf welch dünnem Eis er sich bewegt
Seine simple Strategie ist: Alles was der EU schadet, ist gut für uns (divide et impera) - aber das ist nun auch nicht eben neu.
Edit:
Also manchmal habe ich fast den Eindruck, Telepolis liest hier mit
