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Original geschrieben von bernbayer
In Deutschland werden ja auch keine Adressdaten von Briefen abfotografiert, so daß man beim Briefversand innerhalb Deutschlands zumindest davon nicht betroffen ist. Ganz so weit wie bei den Amis geht das ganze bei uns noch nicht.
Da warst Du wohl am 6./7.7. gerade auf einem anderen Planeten
Nimm eine beliebige Zeitung dieses Datums und schau nach. Die allgemeine Begründung ist, dass es für betriebsinterne Abläufe und Qualitätssicherung notwendig sei.
...und wenn Daten erst mal erfasst sind.... naja, das kennen wir ja mittlerweile :flop:
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Das ist richtig, löst aber nicht das grundlegende Problem. Eigentlich sind es zwei:
1. Die NSA-Affäre, die rückhaltlos - oder eben so weit wie möglich - aufgeklärt werden muss.
Was gibt es da aufzuklären? Was die machen, wissen wir schon seit Echelon. Es wird nur ständig technisch besser...
Das grundlegende Problem ist, dass sich dieser Staat im Staate aus den normalen gesellschftlichen Konventionen des menschlichen Zusammenlebens herauslöst und sich selbst mit Methoden zu schützen sucht, die er eigentlich bekämpfen soll. Was unterscheidet denn noch einen Terroristen von einem NSA-Drohnenkrieger, was einen Hacker von einem NSA-Hacker? Eine unterschiedliche Gerichtsbarkeit. Das ist eine gefährliche neue Qualität!
...und da sind wir bei dem grundlegenden Problem, das mich auf's Äußerte beunruhigt:
Es gibt für Geheimdienste keine Ländergrenzen, kein Freund/kein Feind mehr. 'Feind' ist mittlerweile jeder! - auch die eigene Bevölkerung, der man je eigentlich und ursprünglich verpflichtet war.
An so einem Punkt stand auch mal der Staatssicherheitsdienst in der DDR, der ja anfangs auch 'nur' ein Spionage-Geheimdienst war. Am Ende kontrollierte das Milke-Regime den Staat. Regierungsmitglieder oder Entscheidungsträger, die gegen die Stasi waren, flogen raus oder wurden liquidiert - nicht so elegant, wie mit Drohenen aber im Ergebnis identisch. Das System hatte sich verselbsständigt :flop:
Wenn ich mir anschaue, wie unser derzeitiger Innenminister zum 'Verkündungs-August' von Geheimdienst-Parolen degeneriert wurde, erinnert mich das schon sehr an Stasi-Kontrolle.
Wenn Ströbele und Co feststellen müssen, dass sie eigentlich gar nicht mehr wissen, was da die einstigen Diener des Staates machen, dann ist das der Verlust demokratischer Kontrollmechanismen 
Die Geheimdienste beginnen über Ländergrenzen hinweg ihre eigene Macht, ihr Geld (sprich: unser Steuergeld) und ihren Einfluss gegen die eigenen Bevölkerungen zu sichern. Das System beginnt sich zu verselbstständigen :mad:
Edit: Ich sehe gerade, dass ich nicht der Erste bin, der das Problem beschreibt. Abi99 schreibt in diesem Post
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Abgesehen von Gewaltenteilung und Kontrolle, haben wir in der aktuellen Debatte das Problem der Souveränität einzelner Staaten, die durch das Internet zu verschwimmen scheint.
Der Verlust der Souveriänität - treffender hätte man es nicht formulieren können :top:
Ich halte übrigens den dort vertretenen Ansatz, sich selbst gegen die Geheimdienste wehren zu wollen für sehr bedenklich. Damit unterstellt man bereits die Machtlosigkeit des Staates und geht den ersten Schritt in den Untergrund. Der nächste Schritt wäre die Antwort des 'Gegners': Verbot von Verschlüsselung.
Willkommen in der Untergrundbewegung 
Am Rande bemerkt: Was bin ich froh, dass es Open Source gibt. Ich hätte nie gedacht, dass das mal eine solche gesellschaftliche Relevanz zur Sicherung unserer Demokratie bekäme.