Beiträge von Gallium

    Zunächst mal zum grundsätzlichen Verständnis:
    Ein Repeater (aka 'Wiederholer') verstärkt kein Signal sondern spannt ein eigenes Netz auf, empfängt das Signal der Basis und sendet es erneut in seinem eigenen Bereich - daher der Begriff des Wiederholens.


    Da die Zahl der Funkkanäle physikalisch begrenzt ist, nutzt man häufig einen Frequenzbereich für die Verbindung Basis-Repeater und den anderen für das eigentliche Repeater-Netz für die Clients. Das ist bei Deinem Repeater nicht vorgesehen.


    Zum Kern Deiner Frage: Dein Repeater kann nur 5GHz ODER 2,4GHz.
    Im 2,4GHz-Betrieb sind nur effektiv 3 Kanalgruppen nutzbar, so dass bei weiteren Wlan-Stationen in der Nachbarschaft schnell Probleme auftreten, da Deine Basis/Repeater bereits 2 Kanalgruppen belegen. Daher die Voreinstellung des Herstellers auf 5GHz :cool:

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Rein nationale Verbindungen sind vom innereuropäischen Wettbewerbsrecht nicht betroffen, so dass national deutlich höhere Gebühren zulässig sind, als im internationalen Telefonverkehr. Den Umstand, dass die BNetzA nicht festlegt, dass nationale Verbindungen nicht teurer sein dürfen als internationale, werte ich als absolutes Armutszeugnis.


    Der TK-Sektor scheint aufgrund potenter Lobbyisten fast eine "Heilige Kuh" zu sein.

    Warum nur der TK-Sektor? Die deutschen Preise sind doch auch in anderen Branchen lobby-geschützt: Apotheken, Buchpreisbindung, Markenschutz usw. usf.
    Solange diesem Hochpreisniveau ein entsprechendes Einkommensniveau gegenüber stünde, wäre nichts dagegen einzuwenden. Mit der von Rot-Grün eingeführten Billiglohn-Politik ist diese Ausgewogenheit in Deutschland jedoch verloren gegangen.


    Dennoch müssen die Anbieter, getreu dem 'Ewigen-Wachstum-Mantra' versuchen, die Gewinne weiter zu steigern. Wenn höhere Preise gegen die Verbraucher nicht durchsetzbar sind (wie im TK-Bereich), muss halt ein 'Mehrwert' erfunden werden. Der Telekom liefen in der Vergangenheit die Kunden weg und das Prädikat 'Premium-Anbieter' haben sie mit der vergangenen Firmenpolitik auch verspielt.
    So gesehen ist die Idee, die bisherige Leistung zukünftig als teures Premium-Angebot zu vermarkten durchaus verständlich. Dazu muss man den Rest aber davon abgrenzen (sprich drosseln). Dass man damit auch gleichzeitig ein Werkzeug erhält, auch bei den Content-Anbietern abzukassieren, ist sicher nicht unerwünscht :mad:


    Im Gegensatz zu physikalisch begrenzten Funkverbindungen gibt es bei drahtgebundenen Verbindungen keinen Grund für Begrenzung. Wenn man mit der Kabelkapazität nicht auskommt, kann man einfach ein weiteres Kabel legen oder die Übertragungstechnik verbessern. Leider geht Gewinn-Maximierung jedoch heute immer mehr zu Lasten von Innovation und Investition in Infrastruktur. Know-How kostet halt Geld und lässt sich nicht einfach mit 'Humankapital' einkaufen.
    Die derzeitige Firmenpolitik erinnert mich eher an die Mangelwirtschaft der DDR:
    Wenn die Nachfrage das Angebot überstieg, wurde die Leistung einfach zugeteilt anstatt das Angebot bedarfsgerecht zu gestalten. Vllt gibt's irgendwann Telefon-Marken, so wie einst die Lebensmittelmarken ;)


    Unabhängig davon, dass Wachstum nicht grenzenlos sein kann und dieser Teufelskreis bisher nicht gelöst ist, müsste man grundsätzlich überlegen, ob die Lebensgrundlagen einer Gesellschaft (Wasser, Nahrung, Gesundheit, Energie, Kommunikation, Wissen, Kunst) in private Hände gehören, solange die gesetzliche Regelung nicht funktioniert.

    Ja, Standard ist immer gut - egal ob a oder b - Hauptsache dokumentiert.
    Letztlich ist die Frage entscheidend, wer künftig für Wartung und Pflege verantwortlich sein wird. Wenn Du nur allein dran bist, könntest Du auch nach 08-15 belegen. Am vorliegenden undokumentierten System siehst Du aber sehr schön, welches Kopfzerbrechen das für andere bedeuten kann.


    Daher meine Empfehlung: Patchfeld als Sternverteiler mit vernünftiger Beschriftung/Dokumentation und Du kannst das System auch Jehre später noch problemlos auf neue Bedürfnisse umkonfigurieren. :top:
    Wer weiß schließlich, wie lange Du überhaupt noch die erwähnten Sat-Kabel benutzen wirst :cool:

    Die DDR war in erster Linie vom Mangel geprägt. D.h. es gab zwar irgendwie alles, nur nicht für jeden und schon gar nicht in ausreichender Menge.
    Nachrichtentechnik im weitesten Sinne hielten die paranoiden Staatsüberwacher jedoch für eine überlebenswichtige Technik. Dafür wurden deshalb alle verfügbaren Mittel bereitgestellt. So waren beispielsweise Hochschulen und Stasi-Zentralen mit Gradientenindex-Glasfaser vernetzt. Diese hat gegenüber der Stufenindex-Glasfaser eine deutlich höhere Kapazität, ist aber technologisch erheblich aufwändiger. Man sieht an diesem Beispiel schön, wie primär auf Materialeinsparung zu Lasten des Arbeits-Aufwands optimiert wurde.
    Da es per gesellschaftlichem Selbstverständnis keine Arbeitslosigkeit geben sollte, war Arbeitskraft im Überfluss und damit preiswert verfügbar.


    Eine Selbstwählverbindung via Funk für den privaten Gebrauch hielten die Angst-gesteuerten 'Staatslenker' für viel zu gefährlich, so dass es nicht gewollt war. Für militärische Zwecke gab es jedoch vergleichbare Technik, wobei man grundsätzlich jedoch aus Angst vor Abhörbarkeit für höhere Sicherheitsstufen auf verschlüsselte, geschirmte Kabelverbindungen setzte (SAS). Da man in der Lage war, den verschlüsselten Funkverkehr der Nato zu entschlüsseln, hatte man Angst davor, dass das umgekehrt auch passieren konnte.... gebranntes Kind...


    Genau genommen gab es drei separate Telefonnetze in der DDR:
    1. Das öffentliche Netz mit alter Vorkriegstechnik, von den Besatzungsmächten geplündert und daher z.T. noch handvermittelt.
    2. Das Reichsbahnnetz, das nach der Wende z.T. zum Backbone des Mobilfunknetzes wurde.
    3. Das militärische Netz auf bestmöglichem technischen Niveau jedoch wegen Paranoia künstlich beschränkt. Hier gab es auch 'mobile Nebenstellen', mit denen man drahtlos mit dem Rest verbunden werden konnte. Eine Selbstwählverbindung war hier aber generell nicht gewollt.


    Das Zeitalter der Digitalisierung hatte damals erst begonnen, so das (von Erprobungsstrecken abgesehen) natürlich nur analoge Signalübertragung üblich war.
    Wer nach der Wende seinen Firmensitz auf ehemaliges Stasigelände legte, hatte das Glück, sofort Glasfaser-DSL geschaltet zu bekommen, sofern er die nötigen DDR-Geräte noch auftreiben konnte. Bei ebay wurden die zeitweise zu Mondpreisen gehandelt.


    Viele der damaligen technischen Mitarbeiter der Stasi wurden mit der Wende ohne großes Aufsehen von anderen Diensten übernommen.
    Das Echelon hat sicher auch davon profitiert ;)
    Das dürfte sicher auch ein Grund dafür sein, dass im Gegensatz zum Echelon die Weiterentwicklung (PRISM & CO) sich immer mehr gegen die eigene Bevölkerung richtet. Man hat eben nicht nur das Know-How der Stasi Techniker übernommen, sondern auch deren Paranoia.

    Zitat

    Original geschrieben von peter2099
    Bei der 2. Dose geht am 1. Stecker von 2-7 und bei 2 leuchtet auch kurz GND also Kurzschluss? Der 2. Anschluss der 2. Dose hat 1,2 und 7,8


    was könnte das für eine Belegung sein? Habe mal geschaut und eigentlich sieht es soweit gut aus. Könnte die 2. Dose eine ISDN-Verkabelung haben?

    2-7 deuten auf einen voll belegten analogen Anschluss hin. Die Belegung 1,2-7,8 wird üblicherweise für ATM TP-PMD genutzt (B-ISDN). Da war offenbar ein individuell konfiguriertes ISDN-Anlagen-System installiert gewesen.

    Zitat


    Achja und wie ich gesehen habe, hat der Vorbesitzer an manchen Dosen doppelte Adern eingeklemmt, so wie eine Weiterleitung was aber eigentlich im Ethernetbereich ja untypisch sein soll.

    Ich würde den Begriff 'untypisch' gegen 'untauglich' tauschen ;)


    Ich denke, Du belegst am besten die Dosen neu in einer Sternverdrahtung über ein Patchfeld. Mit dem cat5e sollte dann auch Gigabit-Ethernet laufen und Du hast über das Patchfeld die Wahlfreiheit für jede einzelne Dose, wofür sie genutzt wird.

    Zitat

    Original geschrieben von Mr.Cool
    Festnetznr - bundesweite Erreichbarkeit - fällt mir spontan zusätzlich Simquadrat ein. Könnte bei entsprechender Konstellation passen.

    und hätte den entscheidenden Vorteil, dass bei einem Rückruf auch genau diese Festnetznummer beim Kunden angezeigt wird.
    Demnächst wird es auch mehrere Sims mit gleicher Rufnummer geben, die dann alle gleichzeitig klingeln, so dass der/diejenige rangehen kann, der/die gerade Zeit hat :top:

    Zitat

    Original geschrieben von peter2099
    Habe mir den Tester mit der NR.: 300869801392 besorgt. Ich benötige leidglich noch ein "normales" Ethernetkabel um das 2. Gerät an die durchzutestenden Dosen anzuschließen, richtig? Weil ja nur eines dabei ist statt 2 ?

    Ja, da fehlt Dir noch ein weiteres Patchkabel mit zwei voll belegten RJ45-Steckern. Die ganzen (z.T. veralteten) Adapter brauchst Du überhaupt nicht und RJ11 kann nicht alle Adern testen, da keine 8 vorhanden sind.


    Andererseits müsstest Du zunächst überhaupt wissen, welche Dose mit welcher verbunden ist. Dafür könntest Du auch einen einfachen Durchgangsprüfer nutzen (sofern vorhanden). Die Belegung der Adern zu überprüfen, ist eigentlich überflüssig, sofern die Anlage schon mal in Betrieb war.


    Grundsätzlich brauchst Du für eine Netzwerkverbindung immer eine 1 :1 Verbindung. Wie bereits in den vorangegangenen Posts beschrieben, ist das durchgeschleifte Kabel über mehrere Dosen nur für Bussysteme, wie ISDN geeignet. Das Du keine Abschlusswiderstände gefunden hast, ist eher die Regel, da heutzutage die Endgeräte dies nach Bedarf dazu schalten.


    Andererseits benötigt ISDN nur cat3, wogegen Du ein cat5e vorgefunden hast - woran hast Du das eigentlich identifiziert? Sollten Kabel und Dosen nur cat3 sein, wirst Du mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen müssen. Zumindest Gigabit geht dann nicht (braucht zwingend cat5e oder besser). Ein Foto von einer der Dosen, wäre übrigens hilfreich ;)