Die größte Hürde für Tablets sehe ich derzeit noch in der unterschiedlichen Hardwarebasis (Stichwort Win/Win RT oder MacOS/ iOS). Vielen Anwendern ist (noch immer nicht) bewusst, dass ihre altgewohnten Programme gar nicht auf allen Geräten laufen. Auch wenn man davon ausgehen darf, dass diese Grenzen zunehmend verschwinden werden, ist derzeit die Portierung des gewohnten 'Arbeitsplatzes' (nicht desktop) auf ein Tablet noch eine komplette Umstellung in eine andere Welt - auch wenn's optisch/ergonomisch ähnlich ist.... das Otto-Nomalverbraucher-Anforderungsprofil 'Internet-PC mit Word' mal außen vor.
Die neuen Lizenzmodelle für Software (zeitliche Nutzung), die derzeit Einzug halten, um diese Grenzen zu überbrücken, sind eine Herstellerlösung, mit der ich mich auch nicht so recht anfreunden kann. Daher werde ich im Produktivbereich vorerst bei der derzeit noch flexibleren, konventionellen Technik bleiben.
Als Multimedia-Spielzeug im Entertain-Bereich haben die Tablets einen fühlbaren Mehrwert, der die Verbreitung im Heimbereich weiter voran treiben wird. Die damit einhergehende Verbreitung einer neuen Hardwarebasis wird (wie immer) mit zeitlicher Verzögerung entsprechende Software generieren. Derzeit ist dies aber noch die Domäne der Hersteller, was von denen sicher auch so gewünscht ist. Sobald sich diese Bindung erkennbar löst, werde ich auch über einen Wechsel nachdenken.
...und dann ist da noch das derzeit unzureichende Leistungsprofil Performance/Laufzeit, das meiner Produktivbasis 'Laptop mit Wechselakku' noch immer nicht das Wasser reichen kann. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass viel Tablet-Leistung (noch) von hochspezialisierter Hardware generiert wird. Sobald man Leistung abfordert, die abseits des Mainstream-Bedarfs liegt, merkt man sehr schnell (oder präziser gesagt langsam :p ), dass man doch noch vor einem 'getunten Smartphone' sitzt.