Re: Wow!!
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Original geschrieben von Bruce Wayne
Rede ich wirr? ☺
Keineswegs !!! Wenn Du Dir dieses Wissen bereits autodidaktisch erarbeitet hast, zolle ich Dir höchsten Respekt. :top:
Im Moment habe ich aber noch keine Idee, wohin ich Dich zur weiteren Lektüre verlinken könnte. Da ich aber gern langweilige Bahnfahrten mit solch unterhaltsamen Themen überbrücke, will ich gern versuchen, zunächst das grundsätzliche Verständnis zu vermitteln. Wenn ich dabei thematisch von Deinem Zielthema abweiche, darfst Du mich gern bremsen 
Es wäre u.U. hilfreich, wenn Du erklären würdest, wofür Du das brauchst - falls Du das nicht möchtest ist das aber auch völlig ok 
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Die verwendete Hardware müsste doch weitgehend identisch sein
Keineswegs. Das Modell der Datenverarbeitung bedient sich daher gern der Black-Box-Methode. Man legt fest, wie welche Daten in die Box geschickt werden und welche Art Daten wieder rauskommen sollen. Was dazwischen passiert, interessiert zunächst nicht. Wenn man eine Abstraktionsebene höher will, packt man einfach viele kleine BlackBoxes in eine nächstgrößere usw.
Das ist vergleichbar mit den Modulen bei der Programmierung (falls Du damit mehr anfangen kannst)
Eine solche BlackBox kann die für sie definierte Aufgabe auf unterschiedlichste Art erledigen.
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Für die an den Speicher- und Durchleitungsvorgängen beteiligte Speicher- und Verarbeitungskomponenten (Hardware) die der Datenimpuls bei genannten Beispielen durchläuft suche ich so was wie eine Step By Step Beschreibung/ Erklärung.
Es gibt nicht den einen Weg, die Aufgabe zu erledigen;
an Deinem Beispiel Datentransport auf die Festplatte verdeutlicht:
Bei vielen PCs übernimmt das der Prozessor (CPU). Er erhält ein Signal, dass Daten angekommen sind, liest sie an der Schnittstelle aus und schreibt sie anschließend auf die Platte. Da aber sowohl Schnittstelle als auch Platte eigene Zwischenspeicher und Prozessoren haben können, können diese der CPU die Arbeit ganz oder teilweise abnehmen.
Im Extremfall (DMA ) hat die CPU damit überhaupt nichts mehr zu tun.
Ohne die konkrete Hardware zu kennen, kann man also nicht sagen, wo die Daten überall zwischengespeichert werden.
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Über welchen Weg kommt jetzt meine RAM Speicher Info an die CPU?
Auch hier gibt es demzufolge keinen einzigen Weg. Jeder Motherboard-, CPU-, ...-Hersteller wählt da seine eigene Variante. Manche haben extra MemoryController, andere favorisieren die CPUeigenen Controller. Aus diesem Grund gibt es auch CPUs mit unterschiedlichen Cash-Speichern. Auch die internen Ladevorgänge innerhalb des CPU-Chips mit dessen Chip-eigenen Speichern variieren zwischen den einzelnen Modellen erheblich.
Ein DRAM-Refresh ist übrigens aus Sicht des gesamten RAM-Bausteins nur das (Schein-) Lesen einer Speicherzeile. Der interne RAM-Chip-Controller macht daraus erst den Schreib-Lesezyklus für die betreffenden Zellen. Die Daten verlassen dabei den Chip nicht.
In grauer Vorzeit hat das aber auch mal die CPU mit erledigen müssen.
Das Problem der Einzelbetrachtung ist, dass immer mehr Komponenten auf einem Chip vereinigt werden, die früher als separate Baugruppen vorhanden waren. Die Frage ist als, wo Du die jeweilige Grenze ziehst: auf Baugruppenebene, auf Chipebene, auf Chipkomponentenebene, auf Bauteilebene des Chips oder auf Ebene der Mikrostruktur des Halbleiters. Jedes dieser Teile kann als Black-Box betrachte werden, um sich nicht in der Unendlichkeit der atomaren Bestandteile zu verlieren.
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Meine Datei wird ja immer von Speicherort zu Speicherort geschickt.
Nur wieviel und welche Speicher, kann niemand vorhersagen.