Beiträge von Gallium

    Das Bewegungsprofil von Handydaten kann selbstverständlich nicht als Beweismittel bei Straftaten genutzt werden. Insofern sind solche Beiträge, wie der zitierte Fokusartikel am Anfang eher Lobbyarbeit auf breiter Ebene. Ich lach mich auch immer scheckig, wie in letzter Zeit vermehrt in (Tatort-) Krimis die Handy-Überwachung zur Täterermittlung dargestellt wird.
    Nebenbei bemerkt haben sich ja gerade die 'Tatort'-Drehbuchautoren auch als (ACTA-) Lobbyisten hervorgetan. Leider übersehen viele Fernsehzuschauer, dass die Krimis frei erfundene Märchengeschichten sind und daher mit der Realität nix zu tun haben ;-(


    Durch die Verknüpfung verschiedener Datenquellen erhält man sehr wohl Bewegungsprofile, die hoch interessant für das Data-Mining sind - weniger für die Polizei, sondern eher für die Grauzone, die hinter der Überwacher-Lobby steht. schau mal hier


    Was viele Menschen nicht begreifen, die ihrem Bekunden nach 'nichts zu verbergen haben':
    Daten, die erst mal erfasst sind, wecken Begehrlichkeiten !
    Man erinnere sich daran, dass die Vorratsdatenspeicherung ursprünglich nur für die Terroristen-Abwehr gedacht war. Davon redet heute aber niemand mehr. :flop:
    Der routinierte Terrorist der Neuzeit versteckt sich ohnehin hinter der Identität von genau dem Lieschen Müller, das glaubt, nichts verbergen zu müssen.


    In erster Linie ist Datensammeln ein riesen Geschäft zu Lasten von uns Steuerzahlern. Und im Nebeneffekt untergräbt man damit die heuchlerisch gepriesene Freiheit dieser Steuerzahler.

    Für Deine Suche sind die Datenblätter auf areamonile hilfreich. Dort findest Du unter 'Features' die Java-Spezifikationen, die das jeweilige Handy erfüllt.
    Das von mit verlinkte Samsung 8910 HD mit Symbian sollte eigentlich Deinen Forderungen entsprechen, da es auch einen Netmonitor unter Symbian gibt.
    Eine alternative Programmiersprache kann man nur empfehlen, wenn man wüsste, was Du programmieren willst. Mit Java hast Du aber vermutlich die breiteste Gerätebasis.
    Die CBS-Kanäle auszulesen halte ich für ein tot geborenes Kind (Wofür?). Die Netzbetreiber lassen diese Infokanäle doch mehr und mehr aussterben. Oder habe ich da eine News übersehen :confused:

    Re: Nochmal Danke!


    Zitat

    Original geschrieben von Bruce Wayne
    Aber im Ergebnis wird der RAM-Baustein doch trotzdem erst Ausgelesen und dann durch den RAM-Chip-Controller (das ist der "Speichercontroller"/ "Memory Controller", oder?) neu beschrieben.

    Deine Frage zielt zunächst auf die Struktur der Hardware ab. Um Dir zunächst einen Anhaltspunkt zu geben, was innerhalb und was außerhalb der Chips passiert, schau Dir einfach mal das Blockschaltbild eines Prozessors an. Dort findest Du auch den SpeicherController direkt auf dem CPU-Chip wieder. Er übernimmt den Datentransport für den eigentlichen 'Rechenknecht' (CPU). Der Ram-Chip-Controller sitzt dagegen direkt im Speicherriegel und übernimmt selbstständig das Refreshen der der dyn.Zellen, unanhängig von der CPU. Deshalb könnte man heutige DRAMs auch als quasi-statisch bezeichnen.

    Zitat

    Ich denke erst mal ist mein Ziel ein Verständnis auf Baugruppenebene und Chipebene.
    Mir geht es um die kleinstmögliche Einheit, die man noch durch "normale" externe Mittel auslesen könnte, ohne die Hardware aufzuschrauben und Messgeräte direkt an die Komponenten zu legen. Auch wenn ein Auslesen der Chipkomponentenebene oder der Ebene der Mikrostruktur des Halbleiters theoretisch möglich ist, erscheint mir das doch wesentlich komplexer, also zB das "abgreifen" eines Datenstromes aus einer "ganzen" Baugruppe.

    Es gibt zwei Wege des 'Abgreifens'. Man könnte direkt an den Beinchen der Chips messen. Geht allerdings nur unter Laborbedingungen mit entsprechender Technik.
    Die andere Methode wäre, mit Maschinencode den Prozessor selbst zu veranlassen, die gewünschten Daten zu liefern. Das ist aber wegen der verschiedenen Betriebsarten heutiger Prozessoren nicht ganz einfach.

    Zitat

    Was ist denn die letzte Ebene in der man von (wenn auch volatilem) Speichern reden kann?

    Die Frage verstehe ich nicht ganz. Abgesehen von Speichern, die auch im stromlosen Zustand ihre Daten behalten müssen (Bios-ROM, EFI-ROM ,HDD, optische Speicher usw.), sind eigentlich alle anderen Speicher mehr oder weniger flüchtig. Andererseits ist auch DRAM durch eine Stützbatterie quasi statisch (aus Systemperspektive).

    Zitat

    Wenn ich schon nicht jeden Weg verstehen kann, weil nicht alle Darstellbar sind, dann vielleicht erst mal einen ersten Beispiel-Weg? Von mir aus von der aktuellen Generation des "Aldi-Medion-Volksrechners" oder irgendeinem Vergleichbaren System:
    Medion ...

    ist ein unpraktisches Beispiel, da schlecht dokumentiert

    Zitat

    Ich muss mal mit irgendeiner Übersicht anfangen, die -wie gesagt - step-by-step- den Weg des Datenstromes und die Speichervorgänge (wenn auch erst mal auf Baugruppenebene) darstellt. Aber das ist wahrscheinlich auch noch zu oberflächlich...

    Schau Dir einfach mal das [URL=http://www.tomshardware.de/ddr400-toetet-rambus-shootingstar-sis-648-p4,testberichte-467-2.html]Blockschaltbild eines Mainboards (hier als einfaches Beispiel: P4 mit SiS-Chipsatz)[/URL]. Dort siehst Du, aus welchen Einzelbaugruppen so ein System aufgebaut ist.


    Ich hoffe, dass ich mich Deinem Themenkern mit den vorangegangenen Links angenähert habe, wobei dies eigentlich eher in das Unterforum Hardware passen würde. Aber ich denke mal, dass sich daran im Moment niemand stört ;-)

    Re: Wow!!


    Zitat

    Original geschrieben von Bruce Wayne
    Rede ich wirr? ☺

    Keineswegs !!! Wenn Du Dir dieses Wissen bereits autodidaktisch erarbeitet hast, zolle ich Dir höchsten Respekt. :top:
    Im Moment habe ich aber noch keine Idee, wohin ich Dich zur weiteren Lektüre verlinken könnte. Da ich aber gern langweilige Bahnfahrten mit solch unterhaltsamen Themen überbrücke, will ich gern versuchen, zunächst das grundsätzliche Verständnis zu vermitteln. Wenn ich dabei thematisch von Deinem Zielthema abweiche, darfst Du mich gern bremsen ;)
    Es wäre u.U. hilfreich, wenn Du erklären würdest, wofür Du das brauchst - falls Du das nicht möchtest ist das aber auch völlig ok :)

    Zitat

    Die verwendete Hardware müsste doch weitgehend identisch sein

    Keineswegs. Das Modell der Datenverarbeitung bedient sich daher gern der Black-Box-Methode. Man legt fest, wie welche Daten in die Box geschickt werden und welche Art Daten wieder rauskommen sollen. Was dazwischen passiert, interessiert zunächst nicht. Wenn man eine Abstraktionsebene höher will, packt man einfach viele kleine BlackBoxes in eine nächstgrößere usw.
    Das ist vergleichbar mit den Modulen bei der Programmierung (falls Du damit mehr anfangen kannst)


    Eine solche BlackBox kann die für sie definierte Aufgabe auf unterschiedlichste Art erledigen.

    Zitat

    Für die an den Speicher- und Durchleitungsvorgängen beteiligte Speicher- und Verarbeitungskomponenten (Hardware) die der Datenimpuls bei genannten Beispielen durchläuft suche ich so was wie eine Step By Step Beschreibung/ Erklärung.

    Es gibt nicht den einen Weg, die Aufgabe zu erledigen;
    an Deinem Beispiel Datentransport auf die Festplatte verdeutlicht:
    Bei vielen PCs übernimmt das der Prozessor (CPU). Er erhält ein Signal, dass Daten angekommen sind, liest sie an der Schnittstelle aus und schreibt sie anschließend auf die Platte. Da aber sowohl Schnittstelle als auch Platte eigene Zwischenspeicher und Prozessoren haben können, können diese der CPU die Arbeit ganz oder teilweise abnehmen.
    Im Extremfall (DMA ) hat die CPU damit überhaupt nichts mehr zu tun.
    Ohne die konkrete Hardware zu kennen, kann man also nicht sagen, wo die Daten überall zwischengespeichert werden.

    Zitat

    Über welchen Weg kommt jetzt meine RAM Speicher Info an die CPU?

    Auch hier gibt es demzufolge keinen einzigen Weg. Jeder Motherboard-, CPU-, ...-Hersteller wählt da seine eigene Variante. Manche haben extra MemoryController, andere favorisieren die CPUeigenen Controller. Aus diesem Grund gibt es auch CPUs mit unterschiedlichen Cash-Speichern. Auch die internen Ladevorgänge innerhalb des CPU-Chips mit dessen Chip-eigenen Speichern variieren zwischen den einzelnen Modellen erheblich.


    Ein DRAM-Refresh ist übrigens aus Sicht des gesamten RAM-Bausteins nur das (Schein-) Lesen einer Speicherzeile. Der interne RAM-Chip-Controller macht daraus erst den Schreib-Lesezyklus für die betreffenden Zellen. Die Daten verlassen dabei den Chip nicht.
    In grauer Vorzeit hat das aber auch mal die CPU mit erledigen müssen.


    Das Problem der Einzelbetrachtung ist, dass immer mehr Komponenten auf einem Chip vereinigt werden, die früher als separate Baugruppen vorhanden waren. Die Frage ist als, wo Du die jeweilige Grenze ziehst: auf Baugruppenebene, auf Chipebene, auf Chipkomponentenebene, auf Bauteilebene des Chips oder auf Ebene der Mikrostruktur des Halbleiters. Jedes dieser Teile kann als Black-Box betrachte werden, um sich nicht in der Unendlichkeit der atomaren Bestandteile zu verlieren.

    Zitat

    Meine Datei wird ja immer von Speicherort zu Speicherort geschickt.

    Nur wieviel und welche Speicher, kann niemand vorhersagen.

    Netzwerk über Stromkabel wäre doch auch nur eine Leitung :confused:
    Eine Solarzelle in ausreichender Größe kann die Cam zwar autark machen aber dann bräuchtest Du auch noch einen fetten Akku für Nacht- und Regenwetter-Betrieb... imho eher zu aufwändig.

    webbiller hat ja schon das Hauptproblem beim Außeneinsatz angesprochen.
    Ich empfehle eher eine entsprechend fertig gekapselte Cam zu nehmen und im Zweifelsfall lieber ein Modell ohne eigenen PoE Anschluss auszuwählen. Ein PoE-Injektor lässt sich problemlos als Zusatzmodul ergänzen; ein passendes dichtes Gehäuse nachzurüsten ist dagegen deutlich schwieriger.
    Die Variante mit einer Gehäuseheizung wäre zwar eine Alternativlösung. Allerdings reicht dann die PoE-Leistung vermutlich nicht mehr für Heizung, Nacht-LED und Cam.


    Schon mal über den anderen Weg nachgedacht? Eine Cam mit normaler, ausreichender Stromversorgung und das Netzwerksignal mit Powerlan über die Stromversorgung.


    Es gäbe auch einen ganz alternativen Ansatz: Es gibt wetterfeste Smartphones die mit einer geeigneten App zur vollwertigen Wlan-/IP-/BT-Cam würden. Beispiele, Anregungen hier


    Verrate uns mal in welcher Richtung Du Kompromisse eingehen würdest. Dann könnte man entsprechende Vorschläge zusammen tragen.

    Ich bin doch immer wieder verblüfft, dass es wider Erwarten Dinge gibt, die ich noch nicht kenne :gpaul: ;-)
    Dank Euch für die erheiternden Momente dieses Lebens und Respekt für den Schöpfer dieses 'wissenschaftlichen' Machwerks :D :D :D


    Trotzdem tun mir die zwangsverpflichteten CallCenterAgents leid, da sie sich vermutlich für das nutzlos lange Telefonat rechtfertigen müssen. Nachhaltig auszumerzen ginge das nur, wenn niemand mehr etwas bei solchen Hotlines kauft. Da Dummheit aber nicht ausstirbt, bleibt das wohl eine unendliche (traurige) Geschichte.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ... oder wie immer das heißt, wenn die Arme unaufhaltsam kürzer werden. :p

    Ja, ja, für unsereins gehen schon Verkehrsampeln als Retina-Display durch 8-) :D
    Ich habe mir übrigens kürzlich deswegen einen 26" mit 1920x1200 gegönnt, obwohl das eigentlich eine 24er Auflösung ist. Die jungen Seh-Adler hier würden da sicher wieder über 'ausgefranste Kanten' jammern... aber die lasse ich halt einfach nicht reingucken :p :D


    Das gleiche Phänomen hättest Du übrigens meist auch bei 20" versus 21". Die haben häufig dieselbe Auflösung (1600x1200), wobei eben der 21er altersgerechter ausfällt :)

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wo liegt der Nachteil eines "Consumer-Geräts"?


    Was ist also mit dem EA 191M? Ich befürchte, möglicherweise (wieder) etwas übersehen zu haben. Und noch ein Übergangsgerät brauche ich nicht wirklich ...

    Ich wollte die Consumer-Geräte nicht per se verteufeln. Es ist letztlich eine Frage des Anspruchs.
    Im Firmeneinsatz laufen Monitore häufig im Dauereinsatz. Im Hinblick auf mechanische Verarbeitung und thermische Konzeption sind dort andere Belastungen zu berücksichtigen. Auch Ergonomie-Anforderungen werden hier von Maßstäben der Berufsgenossenschaften bestimmt und nicht von aktuellen Ästethik-Trends der bunten Werbe-Welt.


    Ich persönlich favorisiere prinzipiell Geräte, die schon länger am Markt sind und den Beta-Test durch 'Käufer der ersten Stunde' hinter sich haben. Ein statistisch begründetes Indiz für die Qualität eines Modelle ist dabei auch der Wertverlust pro Jahr (je niedriger umso besser).
    Im Gegensatz zu Arbeitsmitteln unterliegen Consumer-Geräte meist einem moralischen Verschleiß, so dass man keine objektiven Anhaltspunkte hat, weshalb ich diese Serien per se für mich ausschließe.


    Was die Pixelfehlerklassen angeht, so sind diese in erheblichem Maße für die Panele preisbestimmend. Warum sollte also ein Hersteller teurere Panele verbauen, als er gemäß Spezifikation müsste? Es handelt sich zumeist auch nicht um so grell leuchtende Fehl-Pixel, wie in Deinem aktuellen Arbeitsgerät. Meist finden sich ausgefallene Sub-Pixel, die nur wenig auffallen, da sie nur gelegentlich mit falscher Farbe leuchten.

    Zitat

    Aber wenn Dell was passendes im Angebot hat, bin ich nicht abgeneigt.

    Da ich in meinem Umfeld nur 16:10-Modelle habe, kann ich zu Deinem Wunsch-Format keine Empfehlung abgeben.
    Ohne ihn zu kennen, würde ich Dein Augenmerk nochmals auf den bereits erwähnten Eizo lenken wollen. Der Hersteller gehört ebenfalls zur Königsklasse. Vllt kennt jemand der Mitlesenden dieses Modell: 19' TFT EIZO FlexScan S1921SE-GY PVA PIVOT Lautsprecher