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Original geschrieben von stanglwirt
Nach der Theorie "im Volk kam nichts davon an", müsste es den kleinen Griechen ohne diese Zahlungen ja mindestens genauso gehen wie jetzt, wenn nicht sogar besser.
Allein schon den ganzen Arbeitslosen kann es gar nicht schlechter gehen, weil weniger als 'Nichts' nicht geht. Warum haben denn so viele im Referendum mit 'Nein' gestimmt, obwohl sicher vielen klar war, dass das auch den Verlust des Euros bedeuten könnte. Die meisten haben dort wirklich nichts mehr zu verlieren.
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Ich gehe davon aus, dass es auch den kleinen griechischen Ziegenhirten ohne diese Gelder - heute wie gestern - noch deutlich schlechter ergeht als mit den Hilfsprogrammen und den ganzen Einschnitten... !
Der 'kleine Ziegenhirte' ist doch längst wieder beim Tauschhandel angekommen. Wer jetzt etwas produzieren kann, wäre beim Grexit klar im Vorteil.
Ich schreibe aber bewusst 'wäre', weil ich den Grexit nicht sehe. Da stehen viel zu viele einflussreiche 'Interessen-Vertreter' dagegen - allen voran die US-Sicherheits- und Hegemonial-interessen.
Das Einzige, das derzeit für den Grexit spricht sind:
- Schäubles 'Privat-Krieg'
- die Tatsache, dass nur über Steuergeld verhandelt wird
- die Angst vor den linken Socken, die andere Länder anstecken könnten
Ohne Grexit hätte man dagegen einen folgsamen Nato-Partner, könnte die Southstream-Leitung doch noch verhindern, den Avancen der BRICS-Staaten eine Abfuhr erteilen, ein Konjunkturprogramm für die Exportwirtschaft anderer EU-Staaten, die traumhaften Gewinne aus einer neuen griechischen Treuhand usw.
...und nicht zuletzt würde sich Syriza mit der Annahme der Knebel-Bedingungen selbst erledigen.
So gern ich den Griechen einen Neuanfang gönnen würde. Derzeit sieht's nicht danach aus. Dafür agieren US-Investoren schon wieder viel zu viel dort... und deshalb werden auch die Baltischen Staaten zum Schluss als erste zustimmen - alles nur eine Frage des Preises (den die USA sicher schon dabei sind, diskret auszuhandeln)
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Original geschrieben von goyale
Alle würden gern das Geld nehmen, und in den Konsum stecken. Nachhaltig mit dem Geld wirtschaften würden nur wenige.
Genau das ist mit den bei den Menschen angekommenen Milliarden passiert. Die Griechen haben verstärkt z.B. Obst und Gemüse importiert und dafür das Geld ausgegeben, anstatt z.B. die eigene Landwirtschaft auf Vordermann zu bringen.
Zunächst einmal ist Konsum nicht per se schlecht, da es den Binnenmarkt stärken kann. Im Falle Griechenlands wurden aber vorwiegend ausländische Güter gekauft, die nicht produktiv sind... bspw hat GR die meisten Leopard-Panzer aller EU-Staaten :mad:
Woher, glaubst Du, kommt denn unser Exportüberschuss und Schäubles berühmt-berüchtigte 'Schwarze Null' Einem Export-Überschuss muss immer ein entsprechendes Export-Defizit gegenüberstehen... und das muss nun mal durch Kredit finanziert werden.
Was den einheimischen Obst- und Gemüse-Anbau angeht, so hatte GR im vergangenen Jahr ein Defizit von afair 400Mio wegen der Russland-Sanktionen hinzunehmen. So marginal scheint der Wirtschaftssektor dann doch nicht zu sein 
Applied
Bspw beim Schuldenschnitt für die Ukraine geht's afair nur um Steuergeld. Die Darstellung, dass private Gläubiger 'großzügig' auf Forderungen verzichten, ist auch nur teils richtig. Schließlich wird ein Sicherheitsabschlag kontinuierlich in den Kurs von Rentenwerten eingepflegt. Dass mit einem Schuldenschnitt dieser Verlust dann auch bewusst bilanztechnisch eingepflegt wird, ist natürlich richtig.
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Original geschrieben von Applied
Es ist doch ein Märchen, dass das Geld nicht angekommen wäre!
Das Geld (Schuldenaufnahme) ist früher schon in Griechenland angekommen.
Über die korrupten Klans der Pasok, Neodemokratia etc brauchen wir uns nicht streiten. Da teile ich Deine Meinung.
Ich bezog das auf die nicht in GR angekommenen Rettungsgelder... und ich fand es einfach sehr bemerkenswert, dass der IWF das so einfach zugibt (warum eigentlich gerade jetzt *nachtigalltraps* )
... auch wenn wir das schon lange wussten.